BBL

Hinter den großen B’s! – Preview, Teil 4

BBL News wird euch in den kommenden Tagen in fünf Teilen eine dicke Saison-Vorschau bieten. Alles was ihr zu den Teams wissen müsst, findet ihr bei uns. Weiterhin werden bald alle aktuellen Kader auf unserer Webseite integriert. Somit geht ihr bestens informiert in die neue Saison 2014/15!  

MHP Riesen Ludwigsburg – Bereit für den nächsten Coup

War die letzte Spielzeit nur ein Traum? Nein war es nicht. Die MHP Riesen Ludwigsburg hatten es geschafft aus dem Erhalt einer Wildcard zum Verbleib in der Liga zum Playoffkandidaten sich zu entwickeln. Dabei waren sie in den Playoffs abermals Gegner des zukünftigen Meisters. 2007 im Halbfinale gegen die Brose Baskets, 2014 im Viertelfinale gegen den FC Bayern Basketball.

Wieder den Meistermacher spielen, ist nicht das Ziel der Ludwigsburger. Viel mehr den nächsten Entwicklungsschritt machen und abermals wie 2007 ins Halbfinale der Playoffs einziehen. Damit dieser Schritt nicht nur ein Traum ist, wurden erstmals nach Ewigkeiten in Ludwigsburg die Leistungsträger aus der Vorsaison gehalten. Dabei können sich die Fans wieder auf prominenten Besuch in der MHP Arena freuen, wenn die berühmten Väter ihre Kinder im Schwabenland besuchen kommen. Im Detail bedeutet dies, dass Michael Stockton sowie Coby Karl weiterhin auf Korbjagd gehen werden. Aber auch auf einen WM-Fahrer können sich die Fans freuen. Shawn Huff hat seinen Vertrag verlängert und möchte an seinen Leistungen von der WM in Spanien anknüpfen. Mit durchschnittlich 10.8 Punkten und 3.4 Brettern war er der Zweitbeste für die Suomi. Neben den Leistungsträgern und gehaltenen Spielern wie Adam Waleskowski, Patrick Flomo und Tim Koch werden die Anhänger der Porsche-Stadt auf ihre Neuzugänge freuen können. Dort hatte John Patrick eine gesunde Kombination aus Jung, Erfahrung, Athletisch und Treffsicherheit gefunden. Das Attribut „Jung“ steht für den Combo-Guard Stephen Holt. Direkt vom Collge Saint Mary’s tritt Holt seine Reise nach Deutschland an. In seiner letzten Spielzeit zeichnete er sich vor allem durch seine Allrounder-Fähigkeiten aus. Wird nach Erfahrung gesucht im neuen Kader von John Patrick, dann fällt einem gleich der Name Chris McNaughton auf. Einst holte ihn John Patrick aus Spanien zurück in die BBL. Seitdem hat der 32-jährige Franke dreimal den Verein gewechselt – insgesamt ist es nun die 11.Station als Profi für McNaughton. Wenn John Patrick eines liebt in seinen Kadern, dann ist es Athletik auf der großen Position. Eigentlich war für die Postion Ruben Boykin vorgesehen gewesen, aber dieser entschied sich für ein Engagement bei seinem ehemaligen Arbeitgeber in Japan. Als Alternative wurde nun Matthew Bryan-Amaning gefunden. Der gebürtige Londoner bringt ebenfalls die erforderlichen Komponente – Athletik – mit. Das letzte Element, die Treffsicherheit, wird durch Travis Waresh ausgefüllt. Der Deutsch-Amerikaner kommt aus Gotha nach Ludwigsburg. In der vergangenen Spielzeit hatte der Small Forward in der zweiten Bundesliga eine Feldwurfquote von über 50%.

Aufgewacht aus der Traumwelt werden die Ludwigsburger alles versuchen den angesprochenen nächsten Schritt zu machen.  

Artland Dragons – Die Neuen sind die Alten

Die Liga ist so ausgeglichen wie noch nie. Immer wieder wurde das betont von den Verantwortlichen. Warum dies exakt so ist bewiesen die Artland Dragons in der vergangenen Spielzeit. Am letzten Spieltag doch noch auf Platz 7 auf die Tabelle abgerutscht und im Viertelfinale bereits die große Hürde mit dem Serienmeister aus Bamberg. Aber als Underdog bewiesen die Nordlichter Kampfgeist und bezwangen die Brose Baskets und stürzen sie in die größte Krise seit der Insolvenz 2005.

Um wieder für Furore zu sorgen, blätterte in seinem Wörterbuch herum und fand das lateinische Wort Kontinuität. Kontinuität bedeutet nichts anderes als Zusammenhalten. Und genau das versuchte er mit der Mannschaft. Sein Mühen über den Sommer hinweg waren erfolgreich und er musste nur drei Spieler seiner Rotation ziehen lassen. Um die Abgänge zu kompensierte, wurde nichts dem Zufall überlassen und einerseits auf ehemalige Kräfte zurückgegriffen, aber auch beim Ligakonkurrenten angeklopft. Zum ersten Gesichtspunkt der ehemaligen Kräfte gehört die Verpflichtung von Dennis Horner. Der Forward stand bereits 2012 kurz im Kader der Quakenbrücker. Der zweite Punkte – das Anklopfen bei Ligakonkurrenten – wurde mit den Verpflichtungen von Tim Schwartz (von der BG Karlsruhe), Andreas Seiferth (aus Trier) und David McCray (aus Bonn) realisiert.

Nicht nur die Liga ist ausgeglichen sondern auch der diesjährige Kader der Artland Dragons. Ob die Dragons nächste Saison den neuen Branchenprimus FC Bayern Basketball vom Thron stoßen?    

ratiopharm Ulm – Urgewalt der Dreier

Letzte Saison stand im kompletten Zeichen den Abgang von John Bryant möglichst optimal zu kompensieren. Dabei trat allen voran Per Günther aus dem Schatten heraus und verteilte mit seinen 171 Vorlagen so viele wie noch nie zuvor in seiner Karriere. Ein weiterer Bestwert in seiner Karriere waren die einerseits die 143 Versuche jenseits der 6.75m, welche er zu über 40% traf.

Eben dieser Distanzwurf ist in der nächsten Spielzeit die neuste Waffe der Donaustädter. Ausgenommen von Neuzugang Isaiah Philmore strahlt jeder Spieler eine Gefahr von der Dreipunktlinie aus. Gezielt hat Thorsten Leibenath seinen Kader dementsprechend zusammengestellt. Eine zweite Besonderheit des neuen Kaders ist, dass erstmals in der Ulmer Geschichte sich mehr als vier Nationen im Kader wiederfinden. Aber nun Butter bei den Fischen und paar Details zum Kader. Nach über zwei Jahren Verletzungsmisere kann Tommy Mason-Griffin endlich wieder hinter Per Günther auf der Aufbauposition spielen. Um den 23-jährigen nicht zu überbelasten, wurde aus Ludwigsburg der Combo-Guard CJ Harris geholt.Der Shooting Guard wird durch eine Nationalmannschafts-Combo bekleidet: Philipp Schwethelm und Jaka Klobucar

Der kleine Forward, Small Forward, bringt Feuerkraft mit sich am Brett mit einer Ausnahme.

Will Clyburn hat bereits in der vergangenen Saison gezeigt, weshalb er bereits den Spitznamen „Flyburn“ trägt. Isaiah Philmore ist zwar insgesamt Bulliger vom Körperbau, aber mindestens genauso explosiv in Korbnähe. Die bereits angesprochene Ausnahme wird durch Adam Hess bekleidet. Zwar der Älteste im Kader, aber immer noch mit Feuerkraft jenseits der 6.75m ausgestattet. Ähnliches gilt für die zwei Power Forwards. Maarty Leunen und Boris Savovic gehören beide zu den Art Forward Typ, welche gerne Akzente auf beiden Enden des Spielfelds setzen wollen. Einerseits die Gefahr direkt am Korb, aber passend zu Leibenaths Spielgetaltung jenseits der 6.75m. In der Defensive spiegeln sie den Anker wieder und können die Abwehrreihen so verrücken, dass der Gegner zu Ballverlusten gezwungen wird. Komplettiert wird die Rotation durch Tim Ohlbrecht. Ohlbrecht war das passende und fehlende Puzzleteil mit seinen 2.10m bringt er nochmals Länge in die eigentlich kleine Rotation der Ulmer.

Bei so viel Feuerkraft von jenseits der 6.75m stellt sich der Fan nur die Frage: Gibt es eigentlich auch ein Plan B, falls die Scharfschützen nicht treffen?   

Telekom Baskets Bonn – Fischers Fische

Rückblickend war die vergangene Saison eines der besten der Telekom Baskets Bonn seit einer gefühlten Ewigkeit. Mit Platz 5 wurde mehr als deutlich das ausgegebene Ziel erreicht und dennoch gab es einige Baustellen für Matthias Fischer. Einerseits erzielten seine Starter über 70% aller Punkte und andererseits gehörten sie von allen Playoff-Teilnehmern zu den schlechtesten Reboundern.

Um diese beiden Baustellen in Angriff zu nehmen, musste Matthias Fischer erst einmal einen herben Rückschlag hinnehmen. Mit Jamal McLean – Abgang nach ALBA Berlin – verlor er einen der besten Rebounder sowie Power Forwards der Liga. Ersatz wurde schnell gefunden und zwar den effektivsten Spieler der vergangen Spielzeit Angelo Caloiaro. Die fehlende Athletik von Tony Gaffney und Kurt Looby soll in der nächsten Spielzeit durch Erfahrung ersetzt werden. Erfahrung in Personen von Dirk Mädrich und Tadas Klimavicius. Damit der Spielfluss keinen Abbruch erleidet, wenn Eugene Lawrence eine Pause braucht, wurde der Aufbau Mickey McConnell geholt. Ansonsten kann Matthias Fischer auf die gleichen tragende Kräfte wie vergangene Saison sich verlassen. Scharfschütze Benas Veikalas, den athletischen Forward und TopScorer der vergangenen Spielzeit Ryan Brooks., den bissigen Verteidiger Andrej Mangold, den immer wieder für Überraschung guten Steve Wachalski und den eben genannten Aufbau Eugene Lawrence.

Matthias Fischer gibt dem Bonner Kader mit seinen strategischen Verpflichtungen eine ganz neue Dimension. Saisonziel kann im Idealfall in eine ähnliche Richtung einschlagen wie das Zufallsziel der vergangenen Saison.

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