BBL

Mehr als nur Mittelmaß?! – Preview, Teil 2

BBL News wird euch in den kommenden Tagen in fünf Teilen eine dicke Saison-Vorschau bieten. Alles was ihr zu den Teams wissen müsst, findet ihr bei uns. Weiterhin werden bald alle aktuellen Kader auf unserer Webseite integriert. Somit geht ihr bestens informiert in die neue Saison 2014/15!  

Basketball Löwen Braunschweig – Brüller im hohen Norden  

Enttäuschung. Am Ende der Spielzeit war die Enttäuschung der Verantwortlichen ins Gesicht geschrieben. Mit dem 15. Tabellenplatz hatte niemand am Ende der Saison gerechnet. Es war die schlechteste Platzierung seit über fünf Jahren. Dabei wurde die Mannschaft immer wieder von den Leistungen des BBL-Rückkehrer Isaiah Swann getragen. Von den acht Heimspielsiegen war der Guard in fünf Mal der bester Werfer.

Überraschung. Bereits nach knapp 14 Tagen gab der acht-fache Nationalspieler und seit über sieben Jahren als Geschäftsführer tätig gewesene Oliver Braun bekannt das er Braunschweig verlassen wird. Somit wurde dem Österreich Raoul Korner die Doppelfunktion als Sportmanager und Trainer zu Teil und konnte in Ruhe an seinem neuen Team basteln. Als Grundpfeiler konnte er auf die Veteranen Immanuel McElroy und Kyle Visser sowie den Youngstars Maurice Pluskota und Martin Bogdanov setzen. Für einen weiteren Eckpfeiler in Punkto Erfahrung holte er aus Bremerhaven Derrick Allen. Der Mann der tausend Finten soll die Braunschweiger hinten wieder Stabilität geben.

Um in der neuen Spielzeit nicht als Schlusslicht der erzielten deutschen Punkte in der Beko BBL zu sein, holte Korner aus Bayreuth den Combo-Guard Nicolai Simon und aus Nürnberg den Braunschweiger Bub Cornelius Adler. Für Gefahr von außen soll das neue Forward-Duo Trent Lockett und Tim Abromaitis sorgen. Zweitere hat sogar zwei Jahren Erfahrung in Europa, französischen Liga, gesammelt. Bei seinem letzten Arbeitgeber, SIG Straßburg, konnte er durchschnittlich 18 Minuten in der Euroleague abgreifen. Gefüttert werden sollen allesamt durch den Bundesligaerfahrenen Aufbauspieler Dru Joyce. Als letztes Puzzleteil schloss sich der US-Amerikaner den Braunschweiger an. Möge das Löwenrudel von Raoul Korner diese Spielzeit nicht für die nächste Enttäuschung an der Oker sorgen sondern viel mehr für Furore wie einst das Team 2010/11. 

Eisbären Bremerhaven – Mehr als nur ein Schneegestöber  

Offseason. Seit über vier Spielzeiten wünscht sich der gemeine Fan in Bremerhaven wieder die Playoffs in seiner Stadt. Stattdessen muss er bereits im Mai durch das Fernsehprogramm durch zappen. Irgendwann abends zwischen 21 und 22 Uhr bleibt er beim NDR stehen und sieht einen Bericht über Eisbären. Leider nicht seine Mannschaft sondern die Tiere. Mit ruhiger Stimme wurden die Details über den Polarbären erwähnt: „Bei der Vermessung der dreizehn Tiere wurde eine Größe zwischen 1.88m und 2.21m gemessen.“

Hoppla. Das klingt auch ganz nach dem neuen Team im hohen Norden. Dabei hat Calvin Oldham für ein kräftiges Schneegestöber innerhalb des Sommers gesorgt. Acht neue Gesichter wurden an die Nordseeküste gelotst. Nur Devin Searcy und Nick Schneiders haben die Rotationswut ihres Trainers überlebt neben den Nachwuchsspielern Helge Baues, Jeffrey Martin und Jusuf El Domiaty. Als kleine Sensation kann die Verpflichtung von Sven Schultze angesehen werden, da er mit seinen 36 Lenzen nochmals den Standort wechselte.

Drei Mal wurde Calvin Oldham in der D-League für neue Schützlinge fündig. Mit Rodney Williams wurde ein sprunggewaltiger Forward verpflichtet. Jake O’Brien begann die letzte Saison in der Ukraine, aber aufgrund der Unruhen kehrte er zurück in die Staaten. Aber bei den Bakersfield Jam konnte er sich nicht durchsetzen. Komplettiert wird das Trio durch Moses Ehambe. Der Amerikaner mit kongolesischen Wurzeln hat sich innerhalb der D-League einen Namen gemacht, da er der erfolgreichste Dreipunkteschütze in der Geschichte der NBA Development League gilt. Damit Ehambe seine Dreier weiterhin trifft und Rodney Williams seine Sprungkraft ausnutzen kann, setzt Calvin Oldham auf ein Tandem zwischen jung und alt auf der Aufbauposition. Während Lorenzo Williams sich bereits seinem achten Team anschließt ist es für Tyrus McGee erst die zweite Profistation außerhalb der USA. Komplettiert wird der Kader der Nordlichter durch den Briten Myles Hesson. Kein Unbekannter, da er seine ersten Schritte in der Beko BBL bei ratiopharm Ulm bereits machte, für die Eisbären. Geht es nach Oldham, dann sollte das Eis nun brechen und endlich wieder Basketball auch im Mai in Bremerhaven statt finden.  

TBB Trier – Ausbildung mal anders

Seitdem Henrik Rödl das Zepter übernommen hat, haben die TBB Trier stets einen Spieler ausgebildet um ihm den nächsten Schritt bei einem stärkeren Ligakonkurrenten zu ebnen. Angefangen mit Maik Zirbes, über die Leihe von Bastian Doreth und letztendlich Andreas Seiferth. Wobei Maik Zirbes nun bereits den nächsten Schritt seiner Karriere anpeilt und sein Glück in der serbischen Liga versucht.

In dieser Spielzeit steht erstmals in der Ausbildung von Henrik Rödl nicht ein junger deutscher Spieler im Fokus sondern zwei Spieler aus dem Balkan. Marko Lukovic aus Serbien, welcher bereits beim seinem bisherigen Verein Mega Vizura eine gute Ausbildung genossen hatte, verstärkt die Moselstädter auf der Forwardposition. Adin Vrabac hat seine Wurzeln in Bosnien, wo er auch bereits Bestandteil der Nationalmannschaft ist seit diesem Sommer. Auch er findet seine Stärken auf der Forwardposition wieder.

Eine weitere Gemeinsamkeit des Duo ist, dass beide Teilnehmer beim adidas Eurocamp 2013 in Treviso waren. Nicht mehr in der direkten Ausbildung, aber der Philosophie von Henrik Rödl treu geblieben sind sechs Spieler der vergangen Spielzeit: Jermain Bucknor, Jermain Anderson, Mathis Mönnighoff, Vitalis Chikoko, Anthony Canty, Stefan Schmidt und Laurynas Samenas. Letztere zog sich am Anfang der Vorbereitung eine Verletzung zu und wird vorerst durch Ricky Harris ersetzt. In guter Erinnerung sollte der ehemalige Würzburgern bei den Trier-Fans geblieben sein, denn der 1.86m große Guard erzielte am 08.12.2013 in der Arena Trier binnen von 25 Minuten exakt 25 Punkte (davon 5 Dreier). Ausbildung von jungen Spielern ist stets die Doktrin von Henrik Rödl und bedeutet in keinster Weise Rückschritt für die TBB Trier.

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