Draftprofile 2014

Aaron Gordon

University of Arizona

Datenblatt

Gordon

Name: Aaron Gordon

Position: Wing/Big

[xrr rating=1/4]  (Rollenspieler)

College: University of Arizona

College-Erfahrung: Freshman

Seit 2011 taucht Aaron Gordon immer wieder im Kreis der Jugendnationalteams der USA auf. Mit diesem Team konnte er schon zwei Goldmedaillen erringen. Beim Goldteam der U19 von 2013 war er dabei einer von nur vier Highschoolern im Team. Es zeigt also, dass er schon sehr früh an das internationale Niveau herangeführt wurde und für seine 19 Jahre schon relativ viel Erfahrung auf diesem Level sammeln konnte. Diese Erfahrung machte ihm zu einem wichtigen Baustein für den Teamerfolg seiner Arizona Wildcats. Seine Rolle im Team wurde dabei nach dem Beinbruch von Brandon Ashley sogar noch größer. Vor allem seine Verteidigung machte ihn dabei zu einem wichtigen Teil des Elite Eight Teams.

Tools and Skills

Körperlich zeichnet sich Aaron Gordon durch einen guten Bodyframe gepaart mit massiger Athletik aus, obwohl er noch an Muskelmasse zulegen könnte. Mit einer Größe von 6´8“ gepaart mit einer Armspannweite von guten 6´11“ Metern weist er zumindest für einen Power Forward jedoch nur durchschnittliche Werte auf.

Offensive überzeugt er durch seine tolle Athletik oftmals mit sehr powervollen Abschlüssen, die zumeist in Ringnähe und gerne per Lob-Anspiel stattfinden. Auch in der Transition lebt er diese Stärke aus und kann dabei nicht nur angespielt werden, sondern ist auch in der Lage nach eigenem Rebound den Fastbreak als Ballhandler zu laufen. Sein energischer und athletischer Zug zum Korb helfen ihm im Schnellangriff einen sicheren Abschluss zu finden. Allerdings lässt er sich trotz dieser Fähigkeiten noch zu oft blocken. Im Gegensatz dazu steht sein Distanzwurf. Dieser ist noch stark ausbaufähig. Eine Gefahr stellt Gordon weder aus dem Catch and Shoot (0,83 PPP) noch aus dem eigenen Dribbling dar. Auch seine Wurfmechanik weist deutliche Mängel auf. Dies führt zu einer unterirdischen Freiwurfqoute von nur 42 Prozent! Neben diesen Wurfmängeln, tut er sich zu dem im Lowpost (nur 7,9% seiner Offense kommt mit 0,55 PPP aus dem Postgame) oft schwer, was dazu führt, dass er sich kaum eigene Würfe erarbeiten kann und sehr davon abhängig ist, von einem guten Point Guard gefüttert zu werden.

https://www.youtube.com/watch?v=qW7aj8YcwbY

In der Defensive war Aaron Gordon der Anker (88,6 DRtg) der drittstärksten Defensive der gesamten NCAA. Eine gute Fußarbeit hilft ihm dabei sowohl Flügel als auch Bigmen zu verteidigen. Er ist beim Verteidigen in der Lage jeden Wurf zu contesten ohne dabei übermäßig viel auf Fakes hereinzufallen. Dementsprechend ist er auch nicht sehr foulanfällig (3,0 Foul pro 40 min). Auch bei der Helpside-Verteidigung weiß der Freshman Foward durch einen gute Basketball IQ zu überzeugen. Probleme hat er vor allem noch gegen deutlich stärkere Gegenspieler im Postbereich. Er verfügt noch nicht über genug Masse um in der Zone gegen jeden Bigman zu verteidigen.

Unter den Brettern ist er vor allem offensiv sehr aktiv, was ihm zu vielen Putbacks verhilft und wieder einmal verdeutlicht, dass er nur wenig seiner Offensive selbst kreiert sondern derzeit noch oft ein Müllverwerter ist. Am defensiven Brett fällt er vor allem durch sein gutes Positioning auf. Er könnte dabei allerdings noch härter im Ausboxen arbeiten – hier wirkt er noch ein bisschen unaufmerksam.

Der Rechtshänder Gordon tut sich mit seiner schwächeren linken Hand noch schwer. Dies schränkt ihn in vielen Bewegungen etwas ein. Dafür verfügt er aber über die Fähigkeit beim Drive den offenen Mann zu finden und auch sonst spielt er gern den Extra-Pass. In seinem Ballhandling hat er sich über den Lauf der Saison deutlich verbessert. So produziert er nun recht wenige Turnover. Im Conference Play liegt so sein Turnover per 40 min. Wert mit 1,5 deutlich unter seinem Saisonschnitt von 1,9.

Charakterlich scheint er ein echter Teamplayer zu sein. Er ist mit einer guten Workethik ausgestattet und ein echter Hustler, der um jeden Looseball kämpft. Unterstrichen wird diese vorbildliche Einstellung durch ein Zitat von U19-Nationaltrainer Billy Donavan:

A lot of guys are really talented and athletic. What makes him so different is his effort, his energy.

Statsvergleich innerhalb der Draftclass

Draft 2014_Stats_Wings

Spielervergleich

Wenn man einen Vergleich mit einem College Freshman anstellen will, macht der Blick auf Blake Griffin Sinn. Freiwurfquote und fehlender Jumper sind hierfür der Hauptgrund. Aber auch sein Frame erinnert ein wenig an den jungen Oklahoma Foward. Es handelt sich hierbei allerdings auch nur um den Vergleich der Freshman Saison. Dass Gordon in die Riege der Superstars aufsteigen wird, kann man dabei wohl ausschließen. Um einen Vergleich zu einem NBA-Spielertyp herzustellen eignet sich Michael Kidd-Gilchrist. Mittelfristig wird sich der Tweener wohl eher zu einem Small Forward entwickeln, da seine körperlichen Fähigkeiten für einen Big Men einfach nicht ausreichend sind. Gordon wird weiterhin keine Hauptscoringoption sein, obwohl er nach Offensiv Rebounds oder mit Putbacks vollstrecken kann. Vielmehr werden es seine vielseitigen Defensivfähigkeiten sein (Lowpost sowie Perimeter), die ihn gerade für Play-Off-Teams sehr interessant machen werden. Dennoch wird sich der Freshman durch sein Tweener-Dasein, den schlechten Wurf und vor allem seinen Mängeln von der Linie in der Riege der Rollenspieler einordnen. Gerade letzt genannter Punkt, wird es ihm nämlich unglaublich schwer machen, zum Ende von engen Partien auf dem Feld zu stehen zu dürfen. Nicht einmal schwache Teams werden sich ein Hack-a-Gordon erlauben können.

Draftaussichten

Wenn man der Allgemeinheit  und einer Vielzahl der Draftexperten glauben schenken darf, handelt es sich bei Gordon um einen Kandidat für die Top-Positionen in der Draft. Die Meinung der Go-to-Guys-Redaktion ist jedoch sehr differenziert davon. Gordon wird aufgrund seines Skill-Sets schwer haben über ein Rollenspieler-Dasein hinwegkommen. Dass sich ein Team von seiner Kombination aus Jugend (wird erst 2 Monate nach der Draft 19 Jahre alt), Athletik und defensiven Einsatz aber verleiten lassen könnte ihn in den Top 10 oder besser zu draften, scheint denkbar.

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