Los Angeles Clippers, Los Angeles Lakers, Oklahoma City Thunder, Redaktions-Roundup

Welches Team im Westen stellt die größte Gefahr für OKC dar?

rroundupTrotz des Abgangs von James Harden rollt der Thunder-Express in Richtung West-Spitze. Kevin Martin ist ein guter Komplementär-Spieler zu Russell Westbrook und Kevin Durant. Die beiden Superstars der Oklahoma City Thunder haben sich ebenfalls weiterentwickelt, Serge Ibaka übernimmt zudem eine etwas größere Rolle. Wer kann also dieses Team im Westen aufhalten?


okcthunder

Julian Lage: Das für mich größte Hindernis auf dem Weg ins Finale ist nicht zwingend ein konkreter Gegner, sondern die große Anzahl konkurrenzfähiger Teams im Westen. Es ist nicht völlig unrealistisch, dass auf dem Weg zur erhofften Revanche nacheinander Lakers, Clippers und Spurs im Weg stehen. Aber auch andere mögliche Erstrundengegner wie Nuggets oder Warriors dürften den Thunder eine umkämpfte Serie liefern. Die Gefahr, auf ein Team mit exzellenter Form zu stoßen oder einfach nur durch den Kraftverlust spätestens gegen den Ost-Champion wenig Land zu sehen besteht dabei immer.

Das gefährlichste Team sind für mich ansonsten trotz der bisher wenig beeindruckenden Form die Lakers. Obwohl ich auch dieses Matchup als eher positiv für OKC einschätzten würde, ist die individuelle Qualität und Erfahrung bei den Lila-Goldenen ein nicht zu unterschätzendes Hindernis. Noch dazu bleiben über 50 Partien zum Einspielen…

Weiter für überschätzt halte ich dagegen die Clippers, obwohl Rollenspieler wie Jamal Crawford und Matt Barnes positiv überraschen. Auch wenn praktisch der ganze Kader mit brauchbaren Spielern gefüllt ist, geht die Qualität der Einzelspieler nach den beiden Stars doch rapide zurück. Sowohl OKC als auch die innerstädtische Konkurrenz können deutlich die stärkere kurze Playoff-Rotation zusammenstellen. Auch Grizzlies und Spurs würde ich in dieser Hinsicht den Vorzug geben.

howardgasol

Pierre Magazin: In meinen Augen sind die Los Angeles Clippers das Team mit dem größten Potential um gegen die Oklahoma City Thunder in einer Playoffserie bestehen zu können. Das Team spielt, angetrieben von ihrem Leader Chris Paul, unglaublich erfolgreichen (und schönen) Basketball. Schaffen es die Clippers sich auch auf Dauer in den Top-5 der sowohl offensiven, als auch defensiven Effizienz zu halten sehe ich aktuell keine Gründe, die dagegensprechen können. Bei all den Erfolgen des Teams und bei der enormen Tiefe der Kaders muss auch immer beachtete werden, dass Chauncey Billups und Grant Hill weiterhin in Straßenkleidung auf der Bank sitzen.

Danial Haschem: Auch wenn es sich wie eine Momentaufnahme liest, für mich gibt es genau drei Titelanwärter in der Western Confrence: Die Thunder, die Clippers und die Spurs. Diese Teams haben jeweils ihre Stärken und Schwächen, aber sind im Gesamten doch ziemlich gut gerüstet für einen tiefen Playoff Run.

Aufgrund ihrer nun schon 18 Spiele-Siegesserie erregten die Clippers mit Sicherheit das größte Aufsehen. Angeführt vom virtuosen Spielmacher Chris Paul halten sie die Liga in Atem und schmücken zahlreiche Highlight-Videos. Dabei ist vor allem die Bank um Eric Bledsoe, Matt Barnes und Jamal Crawford hervorzuheben, die den Spielern in der Startaufstellung stets genug Verschnaufpausen verschaffen und im Falle von Barnes und Crawford sogar häufiger  die Crunch-Time Lineup der Clippers komplettieren. So verwundert es nicht, dass Chris Paul mit knapp 33 Minuten im Schnitt mit Abstand die geringste Spielzeit seiner Karriere verzeichnet. Ihre starke Verteidigung ist ebenfalls erwähnenswert, so belegen sie bezüglich der Defensive Efficiency (errechnete Anzahl an zugelassenen Punkten bei 100 gegnerischen Angriffen) mit 97,3 den dritten Rang hinter den Grizzlies und den Pacers. Hier kommt ihnen zugute, dass sie die meisten Turnover der Liga verursachen, was zugleich nicht nur die wohl spektakulärsten sondern auch mit die hochfrequentiertesten Fast Break Angriffe der Liga zur Folge hat. Krtiker bemängeln im Gegenzug aber die Half-Court Offense der Clippers und warnen hier vor enormen Problemen in den Playoffs, in dem das Spieltempo ja traditionellerweise etwas langsamer ist und es folglich weniger Schnellangriffe gibt. So berechtigt diese Zweifel auch sein mögen, ich persönlich mache mir diesbezüglich keine Sorgen um Team, dass von Chris Paul angeführt wird, als wirklicher Schwachpunkt sollte sich dieses Thema nicht herauskristallisieren.

Was nun das Matchup mit den Thunder betrifft, sehe ich aufgrund der aufgeführten Punkte tatsächlich die Los Angeles Clippers als ärgsten Konkurrenten. Das Team aus Oklahoma begeht die meisten Turnover der Liga, was den Clippers in die Karten spielen sollte. Mit Matt Barnes stellen sie einen giften Verteidiger, der Kevin Durant, wenn auch nicht ausschlaggebend, stören könnte.                                                      So würde eine solche Serie definitiv spannende und intensive Spiele versprechen, deren Ergebnisse für mich im Moment nicht absehbar wären.

losangelesclippers

Jonathan Walker: Auf jeden Fall Los Angeles. Allerdings eher nicht die alten Lakers, sondern die Clippers. Das Team um Chris Paul ist homogen, explosiv und extrem tief. Diese Kombination ist in der Western Conference einzigartig. Die Kombination aus Offense (4. im Offensiv-Rating) und Defense (3.) ist einzigartig in der Liga. Natürlich muss Vinny Del Negros Team erst einmal beweisen, dass sie diese Leistungen über die gesamte Saison halten, und – noch wichtiger – auch noch in den Playoffs abrufen können. Doch momentan sehe ich „das andere Team aus L.A.“ als das Team im Westen, welches dem amtierenden Conference Champion potentiell am gefährlichsten werden könnte.

Jan Karon: Beide Teams aus Los Angeles. Die Clippers, weil sie dieses Jahr eine beeindruckend funktionierende (und tiefe) Truppe haben, die sich zunehmend einspielt und bei dem alle Rädchen ineinander greifen. Blake Griffin und Chris Paul sind hier ohne Frage die Dreh- und Angelpunkte, aber dahinter wartet eine Aneinanderreihung an potenten und leistungsstarken Spielern, die ihre Rolle wissen: DeAndre Jordan als Shotblocker und Rebounder, Lamar Odom als erfahrener Allrounder, Eric Bledsoe als defensiver Kettenhund, Matt Barnes in seiner besten Verfassung seines Lebens oder Jamal Crawford als Energizer von der Bank. Ich würde mich persönlich sehr über ein Aufeinandertreffen der Clippers und Thuner in den Playoffs freuen.
Die Lakers hingegen haben alles andere als eine erfolgreich funktionierende Mannschaft, aber sind vom Kaderpotential das beste Team im Westen, wenn nicht gar der NBA. Schafft es Mike D’Antoni bis zum Ende des Jahres eine Teamdefense zu installieren und sich ein Offensivkonzept auszudenken, in dem sich alle Stars ergänzen, statt auf den Füßen zu stehen, dass könnten die Lakers in die NBA-Finals einziehen und sich dort mit dem Heat ein Duell der Giganten liefern.


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4 comments

  1. Smido83

    Zuerst würde ich hier überraschenderweise die Clippers nennen. Hätte ich vor der Saison nicht für möglich gehalten, aber das Team ist überall gut und ausgeglichen besetzt. Mit CP3 hat man den besten PG der Liga. Mit Griffin einen passenden co Star. Mit Jordan einen ordentlichen Defensivanker und mit Crawford den momentan besten 6th Man der Liga. Dazu jede Menge guter bis sehr guter Rollenspieler die genau wissen was sie machen. Buttler/Barnes bilden ein Top Duo auf der 3, Odom spielt als Frontcourt Backup wieder deutlich besser, Bledsoe spielt bockstarke Defense und auch Greene spielt seinen Part als SG Starter ordentlich. Das ist eine 9 Mann Rotation, welche kaum Schwachstellen hat. Wenn jetzt noch Billups fit werden sollte… Mit Barnes gegen Durant und Paul/Bledsoe gegen Westbrook hat man auch gute Defneder gegen die OKC Topstars. Alles in allem denke ich, die Clippers sind der momentan wohl schwerste Brocken.

    Aber auch die Stadtrivalen, solange sie diese Saison noch zusammen finden, könnten OKC echte Probleme bereiten. Hier natürlich vor allem wegen dem überlegenen Frontcourt, sowie den wiedermal super spielenden Superstar Bryant. Wenn es Nash schafft sich mit Howard/Gasol einzuspielen und sie richtig in Szene zu setzen, dann hat dem OKC außer Perkins nicht viel entgegenzusetzen. Nur stimmt die Chemie im Team, vor allem Defensiv noch nicht und die Saison wird immer kürzer.

    Aus dem gleichen Grund wie LAL sollte man auch die Grizzlies erwähnen. Momentan sogar vor den Lakers. Denn Gasol/Randolph sind schon saustark auf den großen Positionen. Dazu spielt Conley ne starke Saison und man hat mit Allen als besten Perimeterdefender und Gay als Topscorer eine unglaublich ausgeglichene Starting 5. Jedoch könnte hier die m.M.n. etwas fehlende Qualität der Bank ein Problem darstellen. Denn Speights/Pondexter/Bayless/Arthur/Ellington treiben OKC wohl keinen Angstschweiß auf die Stirn.

    San Antonio kann man natürlich auch nie ganz abschreiben. Aber irgendwie denke ich, dass OKC gegen die Spurs klarer Favorit ist. Wieso kann ich garnicht genau sagen…

    Zusammengefasst:
    Wenn bei den Clipps nicht einer der wichtigen Stützen in den PO fehlen sollte sehe ich sie als größte Gefahr für die Thunder. Auch wenn das Team von allen möglichen Gegnern wohl den schlechtesten Coach besitzt. Aber die Genialität eines CP3 gleicht das wohl wieder aus! ;)

  2. Julian Lage

    |Author

    Mir scheint, ich bin der einzige, den die Clippers nicht so überzeugend… Ich traue dem Braten einfach nicht, dass Rollenspieler in den 30ern jetzt auf einmal dauerhaft 6.-Man-Of-The-Year-würdige Leistungen bringen sollen. Letztes Jahr war Crawford noch am Chaos in Portland schuld und Barnes Teil der grottigen Lakers-Bank, jetzt sollen sie die Clippers zum Contender machen? Das glaube ich frühestens, wenn sie in den Conf. Semis am gewinnen sind.
    Bis dahin bleibe ich dabei, was ich auch schon im Forenthread zum Saisonstart und jetzt im Roundup geschrieben habe: Wenn der Run mal vorbei ist, gibt es im Clippers-Kader genau zwei Spieler, die auf ihrer Position überdurchschnittlich sind und ein paar sehr gute Backups. Dummerweise sind die aber entweder in der dritten Reihe (SF, C) oder tummeln sich auf PG… Ich kann mir jedenfalls weder Crawford, noch Barnes/Butler oder Jordan mit einem so großen Beitrag vorstellen, dass die Clippers die Thunder ernsthaft gefährden könnten.
    Bei den anderen Teams werden die Topspieler dann eben 44 Minuten oder so spielen (für Durant+Westbrook kaum ein Problem, denke ich), von zwei (bzw. evtl. drei, mit Hill) ähnlich guten Spielern auf SF haben die Clippers dann nichts mehr. Klar, auch die anderen Rotationen haben Schwächen, aber ich sehe die Konkurrenten der Clippers bei den schlechteren Rotations-Spielern in den Playoffs klar vorne. (Bzw. bei den Spurs, die ähnlich aufgebaut sind, auch Popovich) Wenn die Clippers die stärkste Konkurrenz sind, wären die Thunder meiner Meinung nach ziemlich sicher in den Finals.

  3. Smido83

    Mir scheint, ich bin der einzige, den die Clippers nicht so überzeugend… Ich traue dem Braten einfach nicht, dass Rollenspieler in den 30ern jetzt auf einmal dauerhaft 6.-Man-Of-The-Year-würdige Leistungen bringen sollen. Letztes Jahr war Crawford noch am Chaos in Portland schuld und Barnes Teil der grottigen Lakers-Bank, jetzt sollen sie die Clippers zum Contender machen? Das glaube ich frühestens, wenn sie in den Conf. Semis am gewinnen sind.

    Klar war Crawford letzte Saison schlecht. Aber da hat er eben auch nicht neben CP3 in einem guten, ausgeglichenen Team gespielt. Barnes war in LA offensiv schlecht, weil LA eben auch keinen Spielgestalter hatte, sondern Bryant der Ballhandler gewesen ist. Schaut man sich die momentane LA Defense, troz des besten Defensivcenters der Liga, an… auch da macht sich sein Fehlen bemerkbar. Ich bin mir sicher, jetzt mit Nash hätten die Lakers Barnes gerne wieder zurück. Diesen Faktor (CP3) kann und sollte man also auf keinem Fall außen vor lassen.

    Und was heist eigentlich Ü30 Rollenspieler? Mit welcher Altersstruktur ist Dallas denn Champ geworden? Ich glaube es waren rund 33,5 Jahre bei den ersten 6 (Chandler/Dirk/Marion/Stevenson/Kidd/Terry)! Da ist die Clippers Altersstruktur wohl deutlich homogener. 2 junge Starter sowie einen guten Rollenspieler unter 25 (Griffin/Jordan/Bledsoe) , einen Franchise Player im besten Alter (Paul) und einige wichtige Rollenspieler mit Erfahrung, was in den PO unerlässlich ist (Barnes/Crawford/Buttler/Odom/Green). Und Spieler wie Billups oder auch Hill haben noch gar nicht gespielt… Wie gesagt, dass es so passt habe ich vor der Saison ja auch nicht gedacht. Ich hatte sie glaube ich auf 5 oder 6 im Western-Powerranking. Aber wer die Clippers immernoch nicht ernst nimmt, dem fehlt es wohl etwas an Objektivität.

    Bis dahin bleibe ich dabei, was ich auch schon im Forenthread zum Saisonstart und jetzt im Roundup geschrieben habe: Wenn der Run mal vorbei ist, gibt es im Clippers-Kader genau zwei Spieler, die auf ihrer Position überdurchschnittlich sind und ein paar sehr gute Backups. Dummerweise sind die aber entweder in der dritten Reihe (SF, C) oder tummeln sich auf PG… Ich kann mir jedenfalls weder Crawford, noch Barnes/Butler oder Jordan mit einem so großen Beitrag vorstellen, dass die Clippers die Thunder ernsthaft gefährden könnten.

    Deine Meinung, die akzeptiere ich. Ich habe auch nicht geschrieben, dass sie alles und jeden dominieren werden. Nur dass ich sie für das momentan am besten gegen OKC aufgestellte Westteam halte. Das sie mit dem Memphis-Frontcourt Probleme bekommen könnten, da vieleicht ein weiterer guter Big Man fehlt ist ja ein ganz anderes Thema. Oder dass San Antonio, bzw. Popovich, die Marionette auf der Clippers Bank outcoachen könnte ist auch ein anderes Thema. Hier steht in der Überschrift: “Welches Team im Westen stellt die größte Gefahr für OKC dar?” Und dies sind für mich momentan die Clippers.

    Bei den anderen Teams werden die Topspieler dann eben 44 Minuten oder so spielen (für Durant+Westbrook kaum ein Problem, denke ich), von zwei (bzw. evtl. drei, mit Hill) ähnlich guten Spielern auf SF haben die Clippers dann nichts mehr. Klar, auch die anderen Rotationen haben Schwächen, aber ich sehe die Konkurrenten der Clippers bei den schlechteren Rotations-Spielern in den Playoffs klar vorne. (Bzw. bei den Spurs, die ähnlich aufgebaut sind, auch Popovich) Wenn die Clippers die stärkste Konkurrenz sind, wären die Thunder meiner Meinung nach ziemlich sicher in den Finals.

    CP3 spielt diese Saison bisher “nur” etwas mehr als 33 Minuten pro Spiel… Das sind über 3 Minuten weniger als noch in der klar schlechteren letzten Saison. Griffin spielt durchschnittlich “nur” rund 32 Minuten, das sind sogar über 4 weniger als letzes Jahr… obwohl die beiden besten Spieler also deutlich weniger spielen dominiert das Team momentan die Liga. Von daher fällt mir kein Grund ein weshalb Durant/Westbrook 44 Minuten spielen können und dadurch OKC nen Vorteil hat, aber Paul/Griffin das nicht können. Crawford als 6th Man (Vergleich Martin), Jordan als Defensiv Enforcer (Vergleich Perkins) Barnes als Wing Defender (Vergleich Sefolosha)… ich wüsste nicht weshalb OKC als eines der TO anfälligsten Teams gegen die Clippers als bestes Team in Sachen SPG so überlegen sein sollte. Im bisher einzigen Spiel haben sie ohne Buttler gegen die PO-Rotation der Thunder erst in der OT verloren… an einem Tag an dem CP3 wirklich nicht gut gespielt hat (2/14 aus dem Feld, 4 TO). Aber einige der Vorteile haben sich trozdem gezeigt… 16 Steals für die Clippers sowie 16 Punkte mehr in Korbnähe!

  4. Julian Lage

    |Author

    Der Unterschied zu den Mavs ist, dass da Ü-30-Spieler, die schon Allstars waren, noch mal extrem gut zusammengepasst haben… Keiner hat völlig überraschende Leistungen abgeliefert, es haben nur alle ihr Potential voll ausgenutzt. Matt Barnes spielt jetzt aber im zarten Alter von 32 seinen besten Basketball, die (mit) höchsten Effektivitätswerte seiner Karriere bei den meisten Versuchen, mehr Minuten als er je bekommen hat etc. Bei Crawford und Odom ist es weniger extrem, da können die letzten ein, zwei Jahre als Ausrutscher nach unten durchgehen. Sollten es die Clippers irgendwie hinbekommen, aus Spielern wie den beiden, die die Saison 2011/12 vermutlich gerne vergessen würden, einen Contender zu bauen, wäre das auf jeden Fall beeindruckend.

    Ich sehe das ähnlich wie bei dem extrem guten Start der Grizzlies: Auf einmal wird in einem zwar guten, aber nicht exzellenten Team nach einigen Spielen ein ernsthafter Titelanwärter gesehen. (und mittlerweile soll Gay wieder Trade-Kandidat sein…) Tatsächlich sind jetzt beide Teams nur bei etwa der gleichen Bilanz wie die OKC und San Antonio, dass die überraschend schlechte Leistung der Lakers die Teams nach vorne spült, ist nur logisch – irgendwer muss ja auf Platz 1-4 stehen…

    Auf der anderen Seite sehe ich Warriors als Team, wo der Aufschwung nachhaltig sein kann, zumindest solange sie einigermaßen ihre Verletzungsprobleme in den Griff bekommen. Es ist nicht überraschend, dass ein fitter Curry gut spielt und junge Spieler wie Thompson oder Harrison Barnes sich entwickeln.

    Um mal meinen Gedankengang etwas verkürzt darzustellen: Wenn junge Spieler auf einmal besser spielen, halte ich es für naheliegend, eine Entwicklung anzunehmen. Wenn alte Spieler ohne konkret ersichtlichen Grund (erstmals seit langem verletzungsfrei, auf der richtigen Position, oder was auch immer) auf einmal überraschend gut spielen, rechne ich erst mal mit einem statistischen Ausreißer, der sich in den kommenden Monaten wieder rausmitteln wird.


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