Off-Court, Salary Cap / CBA

Pro Hard Cap – pro Chancengleichheit?

„Die Lakers kriegen Howard  geschenkt!“ war nach dem Trade zu Offseasonbeginn ein weit verbreitetes, wenn auch sehr diskutables Statement. Während die einen, ungeachtet der Jahre, die die Akteure der Lakers schon auf dem Buckel haben, davon sprachen, dass man den Titel ja gleich in die kalifornische Metropole schicken könne, monierten die anderen „das System“.  Was innerhalb der Fangemeinde vielleicht noch als cool gilt, weil es Protest ausdrückt und dabei doch sehr frei definierbar ist, bezieht sich in diesem Zusammenhang doch auf eine relativ klare Sache: den Salary Cap. Besser gesagt: die ziemlich freie Auslegung des selbigen in der NBA und die Tatsache, dass die Los Angeles Lakers den Trade durchführen konnten, obwohl sie meilenweit über der Gehaltsgrenze liegen. Letztlich ging es also darum, dass (mal wieder?) ein großer Markt bevorteilt würde, während z.B. zeitgleich in Oklahoma City ein Ende der Big Four abzusehen ist. Ein Hard Cap (also eine feste Gehaltsgrenze, die mit keinerlei Ausnahmen überschritten werden kann) würde automatisch Chancengleichheit bedeuten – womit wir dann wieder bei der Fangemeinde wären. Denn ähnlich wie bei der allgemeinen Systemfrage geht es auch beim Salary Cap darum, die Alternative (also hier den Hard Cap) darzustellen und zwar so, dass sie real umsetzbar ist. Was sich so einfach anhört, ist es nämlich in Wirklichkeit gar nicht.

Erste Hindernisse

Zuerst stellt sich natürlich die Frage, wo der Hard Cap gezogen werden würde. Selbst diese simple Fragestellung ist ein streitbarer Punkt: Soll er dem aktuellen Salary Cap entsprechen, also bei ca. 58 Millionen Dollar liegen? Soll er an der Grenze zur Luxury Tax liegen, also bei rund 70 Millionen Dollar? Irgendwo dazwischen? Oder setzt man ihn so, dass selbst die kleinste Franchise an den Hard Cap gehen kann, ohne Verluste zu machen? Dann müsste man ihn wohl bei ca. 50 Millionen Dollar ansetzen, obwohl selbst das für eine Franchise wie die Sacramento Kings eng werden würde. Dazu muss man bedenken, dass die Höhe des Caps automatisch die Höhe der Gehälter bestimmt – diese bzw. die Höhe der Maximalbeträge orientieren sich schließlich relativ zum Cap. Je höher aber der Cap liegt, umso weniger Teams werden tatsächlich an dessen Grenze gehen können und umso „ungerechter“ ist wieder die Liga.

Allerdings bleibt allein die Höhe des Caps nicht der einzige Streitpunkt. Ein Grund, weshalb die NBPA (National Basketball Players Association = Spielergewerkschaft) einen Hard Cap strikt ablehnt, sind die wahrscheinlichen Gehaltseinbußen der Spieler. Schließlich wird das Geld, das für Spielergehälter im Umlauf ist, bei einem Hard Cap strikt reglementiert, wohingegen es im aktuellen System bis zur neu ausgehandelten Grenze von 50% des Gesamtumsatzes relativ frei gehandhabt wird. In diesem Fall wird noch nicht einmal der Inflationsausgleich und ähnliches berücksichtigt, der ein solches Modell für die Spieler noch unattraktiver macht.

Grobe Umrisse eines Modells: Hohe Maxdeals

Ungeachtet dieser Hindernisse kann man natürlich ein Modell entwerfen, das funktionieren könnte. Der Schlüssel zu einem funktionierenden Hard Cap  wird nämlich nicht (nur) die Gehaltsgrenze an sich sein, sondern die Ausgestaltung des dann neu zu verhandelnden CBA. Einfacher gesagt: Das Volumen der zulässigen Verträge. Hier ist es ironischerweise so, dass, je mehr die Verträge vom Cap wegnehmen dürfen, die vermeintliche Chancengleichheit immer mehr gegeben sein wird. Anders ausgedrückt: Je mehr ein Maximalvertrag relativ vom Cap verschluckt, desto eher verteilen sich die Spitzenspieler auf mehrere Teams. Ein Beispiel: Momentan nehmen nach dem neuen CBA zwei Maximumverträge ca. 57% des Caps ein (Rechnung: 20 Mio. Dollar pro Jahr pro Vertrag, 70 Millionen als Grenze), den man zur Verfügung hat, ohne die Luxury Tax zu bezahlen. Es stellt also kein Problem dar, zwei Superstars im Team zu haben, die restliche Rotation aber dennoch auf einem qualitativ relativ guten Niveau zu halten. Der Grund hierfür: Die Basketballteams sind relativ klein, einzelne Spieler haben einen größeren Einfluss, aber mehr als zehn Rotationsspieler braucht ohnehin kaum ein Team. Es muss also der Anteil, den ein Maximum-Vertrag vom Cap einnimmt, erhöht werden.

Legt man also z.B. fest, dass ein neuer Maximum-Vertrag bis zu 33% des Caps wegnehmen kann, überlegt man es sich sicherlich zweimal, gleich zwei dieser Verträge auf der Gehaltsliste zu haben. Natürlich wird es Teams geben, die auf dieses Superstar-Modell setzen, aber es wird schwerer fallen, um diese Stars herum ein gutes Team zu bauen. Anderseits wird es Teams geben, die sich lieber breit aufstellen und dafür auf den absoluten Topstar verzichten, was ihnen wiederum legitime Chancen auf eine sportlich erfolgreiche Saison einbringen wird, ist doch der Vorsprung der anderen in der Qualitätsspitze nicht mehr ganz so hoch. Durch den gesparten Maximalvertrag können sie Borderline All Stars mehr bieten als die „Star-Teams“, weshalb sie hier ihren Rückstand qualitativ wieder gut machen könnten. Auch Spieler vom Kaliber eines Pau Gasol werden sich fragen, ob sie lieber bei den Lakers für deutlich weniger Geld spielen als das, was sie selbst in Minnesota verdienen könnten.

Natürlich bleiben auch in diesem Modell etliche Fragezeichen offen und eines kann es ganz sicher nicht verhindern: Wenn Spieler zusammenspielen wollen, werden sie das auch tun. Wenn LeBron James, Dwyane Wade und Chris Bosh sagen, dass sie jeweils einen 20%-Vertrag unterzeichnen, kann das kein CBA und kein Hard Cap dieser Welt verhindern. Es sorgt aber dafür, dass sich die Superstaragglomerationen verringern werden und sich die Spitzenspieler eher auf mehrere Teams verteilen, als es aktuell der Fall ist. Aber ist das wirklich wünschenswert? Welche sportlichen Auswirkungen hätte dieses Modell? Und wieso ist es selbst aus Fan-Sicht vielleicht nicht ganz so toll, wie man zunächst glauben mag?

Der Inbegriff der Identifikation: Die Bird Rights

Um zu erklären, wieso es für die NBA so unglaublich wichtig ist, müssen wir knapp 30 Jahre zurückblicken. Die Boston Celtics stehen in der Offseason 1983 vor einem der größten Probleme ihrer Franchise-Geschichte: Larry Birds Vertrag läuft aus. Der Franchise Player der Celtics, der die Franchise in der folgenden Saison zu einer weiteren Championship führen wird, kann aufgrund der Capsituation nicht verlängert werden. Demzufolge müssen die Celtics Larry Bird ziehen lassen – wäre nicht hier auf Insistieren der Celtics eine Ausnahmeregelung geschaffen worden, die bald nur noch die „Bird Rights“ heißen soll.

Die NBA entscheidet sich dafür, weil keine Franchise ihren besten Spieler ersatzlos verlieren soll. Die NBA ist auch zu diesem Zeitpunkt schon eine Liga der Stars. Larry Bird ist ein Celtic, Magic Johnson ein Laker. Durch diese Rivalität kann sich die NBA des schändlichen Images der 70er entledigen. In der Saison 83-84 wäre diese Rivalität vielleicht aufgrund eines Hard Caps für immer gesprengt worden. Es ist das erste von unzähligen Beispielen, wieso ein Hard Cap die Fans nicht zufriedenstellen wird. Die NBA ist auch deswegen einer BBL haushoch überlegen, weil sie Konstanz und Identifikation vorweisen kann. Tim Duncan wird immer für die San Antonio Spurs spielen, Dirk Nowitzki für die Mavericks. Denkt man an Dallas, hat man immer den großen Blonden vor Augen. Damit dies so bleiben kann, benötigt die NBA zwingend Exceptions, damit die Franchise ihre Identifikationsfigur halten kann.

Wenn trotzdem einen Hard Cap geschaffen werden soll, müssen weitere Eingriffe gemacht werden. Zunächst müssen die progressiven Verträge abgeschafft werden. Das heißt, wenn ein Spieler einen mehrjährigen Vertrag unterschreibt, darf er nur so viel verdienen wie im ersten Vertragsjahr. Das ist notwendig, damit man den auslaufenden Franchiseplayer zu denselben Konditionen weiterverpflichten kann. Es kommen jedoch trotzdem noch zwei Probleme hinzu: Das sind zum einen die Franchise Player, die aus ihrem Rookievertrag hinauskommen und nun darauf bestehen, mehr Geld zu bekommen, und zum anderen die neuen Lottery-Rookies, für die Platz unterm Salary Cap sein muss, um sie unter Vertrag nehmen zu können. Das heißt in letzter Konsequenz, dass man ungarantierte oder Ein-Jahres-Verträge für jeden Spieler benötigt, um problemlos den Cap frei zu räumen, damit Platz für wichtigere Spieler geschaffen wird.

Geht die NBA also diesen Weg, dann haben wir europäische Verhältnisse: Kein Spieler ist mehr an seine Franchise gebunden, weil in jeder Offseason jeder Spieler Free Agent ist. In jeder Offseason können nun Superstarabsprachen getroffen werden, um neue Superteams zu bilden, die im Folgejahr wieder aufgelöst würden. Das ist sicherlich nicht die Richtung, in die die NBA will, aber der Hard Cap würde genau dafür sorgen. Natürlich wird der Sommer 2010 eine Ausnahme bleiben, wo 3 der besten 20 Spieler in einem Team auflaufen werden, aber es gäbe jedes Jahr das Melo-Drama oder Dwightmare. Von mehreren Superstars. Gleichzeitig.

Die NBA-Spieler wollen keinen Hard Cap

Wie es hier bereits anklang, müssten vor allem im Vertragswesen viele Einschnitte gemacht werden. Ausnahmslos alle benachteiligen die Spieler. Keine Bird Rights. Kein Gehaltsanstieg im Vertrag. Keinen mehrjährigen Vertrag. Keinen garantierten Vertrag. Die Folgen wären relativ leicht zu antizipieren: Verletzt sich ein Rollenspieler etwas schwerer, wird er direkt entlassen. Es gibt kein gutes oder schlechtes Management mehr. Wenn man die falschen Spieler verpflichtet hat, bekommt man hohe Draftpicks und ein ansonsten leeres Roster und darf von Neuem beginnen. Daraus folgt: Es gibt auch kein gutes Management mehr, nur noch kurzfristigste Erfolge. Teams sehen in jedem Jahr anders aus. Kurz: Die NBA würde einem Swinger-Club gleichen. Dieselben Teams mit wechselnden Spielern.

Dabei ist noch immer nicht gesagt, dass die NBA nun deutlich ausgeglichener sein wird als mit dem Ist-Zustand. Spielerabsprachen wären weiterhin möglich, ebenso ist gutes Management des Front Offices natürlich auch nicht verboten. Wenn Kobe Bryant sagt, dass er trotz Ein-Jahres-Vertrags nur für die Lakers auflaufen wird, kann Mitch Kupchak in jeder Offseason auf die Suche nach weiteren Superstars gehen. Somit kann Kupchak viel eher mit Kobe Bryant als Mitspieler locken, während Milwaukee noch immer nach dem ersten Superstar sucht. Bekommen würde Milwaukee dann einen Spieler der Marke Joe Johnson, der wie ein Franchise Player verdient, aber keiner ist.

Die Fans wollen auch keinen Hard Cap

Jedenfalls nicht, wenn man das Gedankenspielchen bis zum Ende durchspielt. Ohne Soft Cap würde die Liga an Identifikation verlieren. Spätestens, wenn der Lieblingsspieler das Team verlassen muss, weil er sich verletzt hat oder aufgrund des Hard Caps auf ihn verzichtet werden muss, oder wenn man das Team beim ersten Auflaufen zur neuen Saison nur noch zu kleinen Teilen von der Vorsaison kennt, werden die Fans realisieren, dass der Hard Cap nicht das Allheilmittel für das Ungleichgewicht in der NBA ist. Es gibt natürlich ein Ungleichgewicht, das vor allem durch die big markets ausgelöst wird. Der Hard Cap löst dieses Problem jedoch nicht. Das Problem soll auch gar nicht gelöst werden, denn Identifikation, Wiedererkennungswert und Konstanz sind Gütekriterien für ein Unternehmen wie die NBA.

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11 comments

  1. Smido83

    Jaja… das uralte Thema, Hard-Cap vs. Soft Cap!

    Wie’s im Artikel ja schön hervorgehoben wird ist ein Hard Cap keine Lösung. Denn die Spielergewerkschaft wird da nie zustimmen. Auch die Franchises werden kein Interesse daran haben, zumindest nicht die Umsatzstarken.

    Aber genau genommen wird es dank der neuen CBA wohl eh keine solchen Außmaße mehr annehmen. Ausnahme hierbei sind natürlich zu aller erst die LA Lakers, welche jährlich über 90 Mio ausgeben. New York könnte wohl auch solche Summen zahlen, oder auch Brooklyn falls die Franchise wieder sehr erfolgreich spielen sollte. Aber LA kann sich eben Kaderkosten von 100 Mio sowie 100 Mio an Strafen jede Saison leisten, ohne dabei Verlust zu machen… der Neue TV Deal machts möglich. Das könnte sonst wohl kein Team der Liga.

    Von daher hätte ich nen anderen Vorschlag. Wie wäre es, wenn ein Team welches mit all seinen garantierten Verträgen über der Lux-Tax liegt keinen neuen Vertrag über 5 Mio aufnehmen darf und ein Team über der Cap Grenze keinen Spieler über 10 Mio. Nicht mal via Sighn&Trade. Also wenn ich mich richtig erinnere, dann hatten die Lakers vor der Saison schon über 75 Mio Kaderkosten. Ergo hätten sie sich einen Howard und Nash nach meiner Idee nicht holen können. Eben nicht mal via Sighn&Trade wie bei Howard bzw. TPE bei Nash. Demzufolge hätte Bynum bei Orlando für so viel Geld wie möglich verlängern, oder sich zu einem kleineren Franchise traden lassen können (Houston?). Bzw. nach der Saison für weniger bei einem Team mit genug Cap anheuern können (Dallas?).

    So oder so hätte LA troz bereits vorhandener Lux-Tax keinen weiteren Superstar verpflichten können. Es sei denn, sie hätten vorher Gasol gecuttet (Amnesty)! Dann wären sie bei rund 55 Mio gewesen und hätten den mehr oder weniger “Bynum für Howard” Trade durchziehen können. Nur hätte es das gebracht? Also Bynum UND Gasol + Rollenspieler gegen einen “Superstar”? Ich denke eher nicht. Howard wollte aber sofort von Orlando weg, ergo wäre ein Trade nach Houson wohl die klar beste Alternative gewesen. Viele gute junge Spieler und dazu noch ne Menge Pic’s für einen wechselwilligen Franchise Player? Für mich die deutlich bessere Alternative zu dem Zeug das sie jetzt bekommen haben. Brooklyn wäre übrigens auch nicht möglich gewesen, da wegen Williams/Johnson/Wallas sowie den dann via Sighn&Trade zu verlängerten Spieler (Lopez/Humphries) hätte man keinen Max-Vertrag aufnehmen können.

    Wäre nur meine Idee diesen superteuren Teams wie LA oder bald wohl auch Brooklyn/New York und Miami. Einhalt bei den Verpflichtungen zu bieten. Miami ist ja mehr oder weniger diesen weg gegangen. 3 FA unterzeichnen bei einem Team mit genug Cap. Dazu holt man dann eben jede Saison 2-3 Spieler, welche höchstens 5 Mio kosten. Aber selbst via Trade könnten sie dann keinen Superstar mehr austauschen, es sei denn gegen mehrere billige Spieler (z.B. Bosh’s 19 Mio 2013 für zwei 3 Mio, zwei 4 Mio sowie einen 5 Mio Spieler). Das Franschise würde sich also auf die nächsten 5 Jahre festlegen, was sie vieleicht doch etwas überlegen lassen würde om es Sinn macht 3 Superstars so lange im Team zu haben.

  2. Dennis Spillmann

    Deine Idee hat mehrere Haken:
    – die NBPA will nicht, dass Franchises beschränkt werden, Spieler zu signen. Gerade hier machen die Durchschnittsspieler das meiste Geld.
    – die Lakers durften auch jetzt keinen neuen Vertrag für über 5 Millionen aufnehmen. Sie haben den Gegenwert Lamar Odoms zu Steve Nash gemacht und dann getradet. Du kannst natürlich Sign & Trades oder Trades allgemein verbieten. Vielleicht finde dann sogar ich den Weg zurück zum Fußball, denn der Vorschlag ist an Absurdität nicht zu überbieten.
    – die NBA will diese Trades/Signings. Der Großteil der NBA-Fans will Superteams. Wir sind auch NBA-Fans, weil die Bulls 72 Siege in einer Saison gewonnen haben. Wir sind NBA-Fans, weil Magic Johnson zusammen mit Kareem Abdul-Jabbar, James Worthy, Jamaal Wilkes und Bob McAdoo gespielt hat. Alles Hall of Famer. NBA-Fans wollen die Rivalität gegen die Celtics, die mit Bird, Parish, McHale, Johnson und Gilmore/Walton ebenfalls 5 Hall of Famer hatten. Die NBA definiert sich dadurch. Der Casual-Fan will das sehen. Der Fan will Dwight/Kobe/Nash/Gasol gegen LeBron/Wade/Bosh sehen. Wieso soll man das verhindern wollen? Höchstens aus dem egoistischen Grund, dass man selbst Fan einer Franchise ist und diese chancenlos sieht.

    Objektiv sind die oben genannten Matchups viel zu interessant, weil mit individueller Klasse besetzt, um sie nicht sehen zu wollen.

  3. Smido83

    Deine Idee hat mehrere Haken:
    – die NBPA will nicht, dass Franchises beschränkt werden, Spieler zu signen. Gerade hier machen die Durchschnittsspieler das meiste Geld.
    – die Lakers durften auch jetzt keinen neuen Vertrag für über 5 Millionen aufnehmen. Sie haben den Gegenwert Lamar Odoms zu Steve Nash gemacht und dann getradet. Du kannst natürlich Sign & Trades oder Trades allgemein verbieten. Vielleicht finde dann sogar ich den Weg zurück zum Fußball, denn der Vorschlag ist an Absurdität nicht zu überbieten.

    Du hast es anscheinend nicht richtig verstanden. Natürlich könnten die Lakers immernoch Sigh/Trade’s bzw. normale Trades machen… Aber eben nicht Borderline-Superstar für Superstar. Sie hätten z.B. vor der Saison einen Gasol für zwei Spieler mit 5 Mio Gehalt, zwei mit 4 Mio Gehalt und einen mit 3 Mio traden können (wiederum Houston?)… Oder eben Bynums 17 Mio für zwei 5 Mio Spieler, sowie jehweils einen 3 Mio und 4 Mio Spieler. Sie hätten wenns nach mir geht auch ihre 8 Mio TPE nutzen können. Nur eben nicht für einen Star wie Nash, sondern eben für 2 Rollenspieler um die 4 Mio Gehalt!

    Nehmen wir weiterhin mal die Zukunft von den Lakers… diese hätten eben Bynum in diesem Fall lange binden müssen. Einen Spieler der seit seiner Rookie Saison in LA gespielt hat (Identifikation). Dann müssten sie eben die nächsten beiden Jahre mit Bryant/Gasol/Bynum + Rollenspieler spielen. Dann 2014 hätten sie jede Menge freien Cap um einen Max-Deal Spieler, sowie mehrere gute Rollenspieler um die 5 Mio Gehalt verpflichten können um letztere dann gegen einen weiteren Star zu traden. Ich erinnere mich, dass OKC laut einiger Meinungen hier (meine inbegriffen) 2014 einen ihrer Co Stars (Ibaka/Harden) abgeben sollte bzw. sogar muss. Also wieso dann nicht einen Harden für diese Rollenspieler holen? Damit hätten die Lakers dann die nächsten 5-7 Jahre mit dem Franchise Star Bynum sowie Harden/Max-Deal Star + Rollenspieler wieder eine Mannschaft welches immer um den Titel mitspielen und mit dem man sich als Fan aufgrund der Langlebigkeit besser identifizieren könnte.

    Die NBA definiert sich dadurch. Der Casual-Fan will das sehen. Der Fan will Dwight/Kobe/Nash/Gasol gegen LeBron/Wade/Bosh sehen. Wieso soll man das verhindern wollen? Höchstens aus dem egoistischen Grund, dass man selbst Fan einer Franchise ist und diese chancenlos sieht.

    Objektiv sind die oben genannten Matchups viel zu interessant, weil mit individueller Klasse besetzt, um sie nicht sehen zu wollen.

    Also mich würde eine langjährige Rivalität zwischen Durant/Westbrook/Harden/Ibaka (die jungen Wilden) vs. James/Bosh/Wade (die bösen Superstars) viel lieber sehen! Und da bin ich sicherlich nicht der einzige… also außerhalb von LA natürlich. Beide Teams sind einen weg gegangen, der in keinster Weise im Wiederspruch zu meiner Idee steht. Die einen sind über das Tanken von Talenten hoch gekommen, die anderen über einen Zusammenschluss von Stars bei einem unter dem Cap liegenden Franchise. Beide haben seit dem keine großen trades oder Spielerverpflichtungen mehr getätigt (über 5 Mio) Außerdem weiß man doch garnicht, was dann für Teams entstehen können, denn Trades von Superstars werden dann ja unwahrscheinlicher, bzw. deren Zusammenschluss in wenigen Franchises deutlich erschwert, womit auch die oben gegebene Identifikation noch mehr gesichtert werden könnte. Denn wenn man sich keine teureren Rollenspieler oder auch Stars mehr ertraden kann, dann muss man die vorhandenen eben länger binden bzw. besser scouten.

    Denn ich z.B. finde die reguläre Saison relativ uninteressant. Die Spiele der Top Teams gegeneinander sind ja cool, aber Charlotte gegen New Orleans? Wenn beide jedoch einen Superstar hätten, weil nur sie ihm einen solchen Vertrag bieten konnten bzw. nur sie das passende Tradematerial hatten… Ich finde selbst die Playoffs bieten kaum mal was unerwartetes. Ich will weder im Basketball, noch im Fußball immer nur die gleichen Teams sehen die um die Titel spielen… “Epische Rivalitäten” hin oder her!

  4. Julian Lage

    Sehr überzeugendes Pädoyer gegen den Hard Cap, zu den genannten Argumenten würde ich noch zusätzlich das Problem sehen, dass die individuellen Werbeverträge immer für die größten Märkte sprechen. Wenn die Stars schon durch die Salary-Cap Bedingungen stärker eingeschränkt würden, wären die ligaexternen Einnahmen der Spieler noch interessanter.

    Die für mich überzeugendste Idee zum ausbalancieren der Liga ist es, das Maximal-Gehalt pro Spieler abzuschaffen oder zumindest deutlich anzuheben. Hätten James und Wade auf über 10 Mio im Jahr verzichten müssen, wäre das mit dem “Talents to South Beach” wohl doch weniger attraktiv gewesen… Um das mal in Zahlen zu fassen: 30 Mio absolutes Maximal-Gehalt, möglich für jeden, der aus dem Rookie-Vertrag raus ist. Bei über 15 Mio ist die Vertragsdauer aber deutlich stärker begrenzt (2 bzw 3 Jahre mit Bird Rights, oder so ähnlich). Dann würden nur wenige Spieler wie eben James, Durant, Howard ein Maximal-Gehalt fordern und bekommen, wo beide Seiten annehmen können, dass sie das auch wirklich wert sind – andere Spieler würden 15*5 2*2x vorziehen, die Teams müssten vorsichtiger werden.

    Ab nächstem Jahr sind u.a. S&Ts für Teams über 74 Mio sowieso verboten, so weit ist das von Smidos Vorschlag gar nicht weg. Im Zweifel zementiert das jetzt für Jahre die Vorherschaft der Lakers, aber angesichts des doch recht fortgeschrittenen Alters der Herren Nash und Bryant (und der Konkurrenz aus OKC und Miami) halte ich das Gerede von einer Lakers-Dynastie doch für etwas übertrieben.

    Abschließend: Der für mich wichtigste Grund, ein Hard Cap abzulehen, ist ein ganz anderer: Damit würden die ganzen Trade-Spielereien langweiliger, und die sind eigentlich das beste an der NBA ;)

  5. Dennis Spillmann

    Du hast es anscheinend nicht richtig verstanden. Natürlich könnten die Lakers immernoch Sigh/Trade’s bzw. normale Trades machen… Aber eben nicht Borderline-Superstar für Superstar. Sie hätten z.B. vor der Saison einen Gasol für zwei Spieler mit 5 Mio Gehalt, zwei mit 4 Mio Gehalt und einen mit 3 Mio traden können (wiederum Houston?)… Oder eben Bynums 17 Mio für zwei 5 Mio Spieler, sowie jehweils einen 3 Mio und 4 Mio Spieler. Sie hätten wenns nach mir geht auch ihre 8 Mio TPE nutzen können. Nur eben nicht für einen Star wie Nash, sondern eben für 2 Rollenspieler um die 4 Mio Gehalt!

    Nur eine Frage: Warum? Was hat das Ganze für einen tieferen Sinn? Es dürfen nur Rollenspieler getradet werden. Wieso? Wieso dürfte man bspw. keinen 17 Mio-Bump machen, indem man Bynum nach Charlotte verschenkt? Das ist einfach absurd, vor allem mit dem Wissen, dass im letzten Jahr 22 Teams über dem Cap lagen. Das hieße, acht Teams dürften ihre Stars traden – 22 müssen ihre Stars behalten. So zum Beispiel auch die Atlanta Hawks. Die dürften Joe Johnson nicht traden. Du verbietest hier gerade gutes Management. Und das nur, weil du etwas verhindern willst, was gut für die Liga ist: mehrere Superstars in einem Team.

    Nehmen wir weiterhin mal die Zukunft von den Lakers… diese hätten eben Bynum in diesem Fall lange binden müssen. Einen Spieler der seit seiner Rookie Saison in LA gespielt hat (Identifikation). Dann müssten sie eben die nächsten beiden Jahre mit Bryant/Gasol/Bynum + Rollenspieler spielen. Dann 2014 hätten sie jede Menge freien Cap um einen Max-Deal Spieler, sowie mehrere gute Rollenspieler um die 5 Mio Gehalt verpflichten können um letztere dann gegen einen weiteren Star zu traden. Ich erinnere mich, dass OKC laut einiger Meinungen hier (meine inbegriffen) 2014 einen ihrer Co Stars (Ibaka/Harden) abgeben sollte bzw. sogar muss. Also wieso dann nicht einen Harden für diese Rollenspieler holen? Damit hätten die Lakers dann die nächsten 5-7 Jahre mit dem Franchise Star Bynum sowie Harden/Max-Deal Star + Rollenspieler wieder eine Mannschaft welches immer um den Titel mitspielen und mit dem man sich als Fan aufgrund der Langlebigkeit besser identifizieren könnte.

    Bynum für Howard hat gar keinen so unglaublich großen Einfluss auf den Status der Lakers, jedenfalls nicht kurzfristig. Viel wichtiger war das Signing Nashs. Und wenn man dieses verbietet, hätte Nash eben fürs mögliche Maximum unterschrieben, also ~22/4. Damit hätte er auf 1,5 Mio pro Jahr verzichten müssen. In LA gibts bestimmt noch mehr Werbedeals, die Nash hätte abschließen können. Funktioniert hätte es trotzdem. Die bösen Lakers haben also Nash etwas mehr als deine imaginäre Grenze geboten und haben den zweitbesten gegen den besten Center getauscht. Wenn das schon nicht mehr möglich sein soll (es fand kein einziger unausgeglichener Trade statt oder irgendeine Franchise wurde über den Tisch gezogen). Die Lakers haben durch gutes Scouting mit Bynum einen starken Rookie an 10 (!!) gezogen und diesne dann gegen einen #1-Pick eingetauscht. Das ist schlichtweg gutes Management. Man hat Nash und Howard nicht bekommen, weil der Soft Cap dies zulässt, sondern weil die Standortvorteile und der momentane Kader dies ermöglicht haben. Nash wollte wohl nach Los Angeles, das kannst du überhaupt nicht verhindern, vor allem nicht, wenn er gewillt ist, Gehaltseinbußen hinzunehmen. Ob Howard die Magic dazu gedrängt hat, ihn nach LA zu traden, glaube ich nicht einmal. LA hatte hier einfach das beste Paket (Bynum). Die Magic-Offiziellen waren sich wohl einig darüber, dass man spielerisch kein besseres Angebot bekäme (was sie dann daraus gemacht haben, steht auf einem anderen Papier).
    Was ich damit sagen will: Es wird immer Wege und Nischen geben, um zwei Parteien (Spieler, Franchise) zusammenzubringen. Gönne Nash doch in dem Fall einfach das Geld.

    Also mich würde eine langjährige Rivalität zwischen Durant/Westbrook/Harden/Ibaka (die jungen Wilden) vs. James/Bosh/Wade (die bösen Superstars) viel lieber sehen! Und da bin ich sicherlich nicht der einzige… also außerhalb von LA natürlich. Beide Teams sind einen weg gegangen, der in keinster Weise im Wiederspruch zu meiner Idee steht. Die einen sind über das Tanken von Talenten hoch gekommen, die anderen über einen Zusammenschluss von Stars bei einem unter dem Cap liegenden Franchise. Beide haben seit dem keine großen trades oder Spielerverpflichtungen mehr getätigt (über 5 Mio) Außerdem weiß man doch garnicht, was dann für Teams entstehen können, denn Trades von Superstars werden dann ja unwahrscheinlicher, bzw. deren Zusammenschluss in wenigen Franchises deutlich erschwert, womit auch die oben gegebene Identifikation noch mehr gesichtert werden könnte. Denn wenn man sich keine teureren Rollenspieler oder auch Stars mehr ertraden kann, dann muss man die vorhandenen eben länger binden bzw. besser scouten.

    Okay. Du sagst also Folgendes: Roster leerräumen, 3 Superstars signen, im ersten Jahr dennoch 66 Mio zahlen ist vollkommen legitim.
    Zur Trading Deadline 2010 “LBJ gegen die auslaufenden Verträge von Beasley, James Jones und Q-Rich” sowie “Bosh gegen den auslaufenden Vertrag von Jermaine O’Neal” ginge nicht. Ergebnis ist faktisch dasselbe. Erste Variante ist gut, zweite Variante ist böse. Die Teams sähen exakt gleich aus. Du gibst den Franchises nur noch weniger Handlungsmöglichkeiten, mehr nicht. Das ist einfach nicht im Sinne der NBA.

    Dass OKC übrigens irgendwann zerbricht, muss eigentlich in deinem Sinne sein, denn durch das gute Scouten hat man 4 Max-Player im Team vereinigt. Das ist übrigens etwas, was die Lakers nicht haben. Der Hard Cap würde dies natürlich regulieren, da immer brav die Stars aufgeteilt werden sollten. Dementsprechend ist es doch zu begrüßen, dass OKC den Superstarverbund auflösen soll.

    Nochmals in aller Klarheit: Superstarteam zusammendraften: gut. Superstarteam zusammenkaufen: gut. Superstarteam zusammentraden: böse. Das ist wirklich eine bestechende Logik.

    Denn ich z.B. finde die reguläre Saison relativ uninteressant. Die Spiele der Top Teams gegeneinander sind ja cool, aber Charlotte gegen New Orleans? Wenn beide jedoch einen Superstar hätten, weil nur sie ihm einen solchen Vertrag bieten konnten bzw. nur sie das passende Tradematerial hatten… Ich finde selbst die Playoffs bieten kaum mal was unerwartetes. Ich will weder im Basketball, noch im Fußball immer nur die gleichen Teams sehen die um die Titel spielen… “Epische Rivalitäten” hin oder her!

    In den letzten 9 Jahren gab es 8 verschiedene Finals-MVPs und 6 verschiedene Meister. Es nahmen 8 verschiedene Teams an den Finals teil. Was möchtest du? 18 verschiedene Teams? Das könnte mit einem Hard Cap vielleicht sogar klappen, wenn jedes jahr jedes Team gänzlich anders aussieht.

    Ich weiß auch nicht, wie toll eine Liga wäre, die im Prinzip nur einen Querschnitt bildet und alle Teams ungefähr so stark wären wie die Atlanta Hawks oder Philadelphia 76ers im letzten Jahr. Das würde ich noch uninteressanter finden, denn Top-Teams gäbe es nach der Umverteilung der Stars über die Liga nicht mehr.

    @Yul: Malte und ich haben stundenlang darüber diskutiert, wie sinnvoll ein hoher Maxdeal ist. Ich bin weiterhin skeptisch, dass sich alle Superstars (und momentan sehe ich eher 15 als 30 Spieler als Superstars an, wahrscheinlich eher noch weniger als 15) für das größtmögliche Gehalt entscheiden würden. Viel eher sehe ich eine Franchise, die einen der Spieler 16-30 (nehmen wir der Einfachheit mal Joe Johnson, weil es da passiert ist) mit einem Maxcontract ausstattet und sich somit selbst ins Abseits schießt, weil der Spieler den Vertrag nicht wert ist.

  6. Julian Lage

    Es gibt keine Regelung, die den Spielern irgendeine Wahlfreiheit lässt und gleichzeitig verhindert, dass durch Gehaltsverzicht “Superteams” entstehen. Auch bei einem Hard Cap von 50 Mio könnten James und Wade entscheiden, dass ihnen 10 Mio/Jahr reichen (durch Werbung kommen sowieso noch mal 30 rein…). Außer mit ganz schrägen Regelungen wie z.B. der MVP muss im darauffolgenden Jahr 20 Mio verdienen oder ähnlichen Zwangsklauseln ließe sich das kaum verhindern.

    Meine Überlegung dahinter wäre in erster Linie, dass die Logik, einfach mal ein Max-Gehalt zu fordern, wenn man im Rookie-Vertrag mal 20 ppg erzielt hat, damit beendet wäre. So viel Cap ist einfach in der ganzen Liga nicht vorhanden, also würde wieder tatsächlich über den Wert der Spieler verhandelt. Ich habe z.B. diese Offseason kaum eine Diskussion mitbekommen, ob etwa Gordon und Hibbert wirklich den Maxdeal wert sind. Wäre das ganze frei verhandelbar, entstünde vielleicht eine ernsthafte Diskussion, ob ein Spieler jetzt 13 oder 17 mio verdienen sollte. Das kann die Teams auch nicht daran hindern, sinnlos Geld rauszuwerfen, aber wenn man sich die Liste der Topverdiener der letzten Jahre anschaut, ist das sowieso hoffnungslos.

    Das einzige, was mir bei der Frage etwas Angst macht, ist dass ich mich anhöre wie Neoliberaler… ;)

  7. Smido83

    Nur eine Frage: Warum? Was hat das Ganze für einen tieferen Sinn? Es dürfen nur Rollenspieler getradet werden. Wieso? Wieso dürfte man bspw. keinen 17 Mio-Bump machen, indem man Bynum nach Charlotte verschenkt? Das ist einfach absurd, vor allem mit dem Wissen, dass im letzten Jahr 22 Teams über dem Cap lagen. Das hieße, acht Teams dürften ihre Stars traden – 22 müssen ihre Stars behalten. So zum Beispiel auch die Atlanta Hawks. Die dürften Joe Johnson nicht traden. Du verbietest hier gerade gutes Management. Und das nur, weil du etwas verhindern willst, was gut für die Liga ist: mehrere Superstars in einem Team.

    Hä? Kannst oder willst du mich nicht verstehen? LA hätte Bynum von mir aus auch für Lau auf den Mond traden können. Nur dürfen sie eben als Gegenwert keinen großen Vertrag aufnehmen! Wie groß der gesamte Gegenwert ist, also wie viele Spieler ist mir egal, so lange keiner mehr als 5 Mio verdient. Ist das denn so schwer zu verstehen? Auch Atlanta hätte Joe Johnson traden können. Nämlich genau so wie sie es gemacht haben, für eine Reihe an Rollenspielern, aber sie hätten eben nicht einen D-Will aus Brooklyn für Johnson bekommen können. Verstehst du endlich worauf ich hinaus will? Ich weiß echt nicht wie ichs noch einfacher ausdrücken soll…

    Bynum für Howard hat gar keinen so unglaublich großen Einfluss auf den Status der Lakers, jedenfalls nicht kurzfristig. Viel wichtiger war das Signing Nashs. Und wenn man dieses verbietet, hätte Nash eben fürs mögliche Maximum unterschrieben, also ~22/4. Damit hätte er auf 1,5 Mio pro Jahr verzichten müssen. In LA gibts bestimmt noch mehr Werbedeals, die Nash hätte abschließen können. Funktioniert hätte es trotzdem.

    Man hat Nash und Howard nicht bekommen, weil der Soft Cap dies zulässt, sondern weil die Standortvorteile und der momentane Kader dies ermöglicht haben. Nash wollte wohl nach Los Angeles, das kannst du überhaupt nicht verhindern, vor allem nicht, wenn er gewillt ist, Gehaltseinbußen hinzunehmen. Ob Howard die Magic dazu gedrängt hat, ihn nach LA zu traden, glaube ich nicht einmal. LA hatte hier einfach das beste Paket (Bynum). Die Magic-Offiziellen waren sich wohl einig darüber, dass man spielerisch kein besseres Angebot bekäme (was sie dann daraus gemacht haben, steht auf einem anderen Papier).
    Was ich damit sagen will: Es wird immer Wege und Nischen geben, um zwei Parteien (Spieler, Franchise) zusammenzubringen. Gönne Nash doch in dem Fall einfach das Geld.

    Na wenn Nash auch für 22/4 unterschrieben hätte… wieso hat er nicht? Vieleicht wäre er dann lieber bei den Suns geblieben, welche ihm etwas mehr geboten hätten als es jetzt ein Dragic bekommt? Oder er wäre nach Dallas geganen? Weiß manns? Nein! LA hat Kaderkosten von 100 Mio, tradet einen Spieler um auf 92 zu kommen, um dann wieder einen Spieler zu verpflichten der sie auf 100 Mio Kaderkosten hieft… welchen Sinn hat eigentlich die Cap Grenze, oder die Tax-Grenze für die Lakers? Genau… überhaupt keinen. Ums mal vollkommen vereinfacht auszudrücken. Alle Superstars wollen über kurz oder lang in die großen Märkte, wodurch die Großen Teams immer groß bleiben und die kleinen immer klein. Wenn du das gut findest ok, mir gefällt es nicht. Ich gönne vor allem Nash alles Geld der Welt. Von mir aus hätte er auch gerne noch 10 Mio pro Jahr verdienen dürfen. Aber eben bei einem Team das sich halbwegs an die Regeln hält, oder eben bei den Suns, bei denen er schon so viele Jahre gespielt hat.

    Noch mal ein kleiner Denkanstoß. Das Management der Lakers ist überragend, keine Frage. Aber hätten sie solche Trades auch in Minnesota einfädeln können? Wohl kaum!

    Okay. Du sagst also Folgendes: Roster leerräumen, 3 Superstars signen, im ersten Jahr dennoch 66 Mio zahlen ist vollkommen legitim.
    Zur Trading Deadline 2010 “LBJ gegen die auslaufenden Verträge von Beasley, James Jones und Q-Rich” sowie “Bosh gegen den auslaufenden Vertrag von Jermaine O’Neal” ginge nicht. Ergebnis ist faktisch dasselbe. Erste Variante ist gut, zweite Variante ist böse. Die Teams sähen exakt gleich aus. Du gibst den Franchises nur noch weniger Handlungsmöglichkeiten, mehr nicht. Das ist einfach nicht im Sinne der NBA.

    Ja genau so sehe ich es. Weil bei Variante 1 eben der Cap Space schon da war und die Spieler Free Agents waren. Bei Variante 2 (Bosh/James keine FA) wäre dem nicht so. Bosh und James könnten sich dann auch nicht solche Trades erekeln wies ein Howard getan hat! Miami hätte im 2. Fall diese anderen Rollenspieler unter Vertrag genommen und müsste damit leben! Vor 2-3-4 Jahren wollten sie diese Spieler für 2-3-4 Jahre an den Verein binden. Ergo können sie sich keine Superstars ertraden!

    Dass OKC übrigens irgendwann zerbricht, muss eigentlich in deinem Sinne sein, denn durch das gute Scouten hat man 4 Max-Player im Team vereinigt. Das ist übrigens etwas, was die Lakers nicht haben. Der Hard Cap würde dies natürlich regulieren, da immer brav die Stars aufgeteilt werden sollten. Dementsprechend ist es doch zu begrüßen, dass OKC den Superstarverbund auflösen soll.

    Junge… ich habe mich nie für einen Hard Cap ausgesprochen… im Gegenteil! Nur OKC hat sich dieses Team von Anfang an selber zusammengestellt. Sie haben alle 4 Stars in der Draft gezogen. Wenn OKC nun das Geld hätte alle für die nächsten 10 Jahre zu halten, dann sollen sie es tun! Das wäre ihr gutes Recht. Dagegen habe ich nie etwas geschrieben. LA hat sich dieses Team, bis auf Bryant natürlich, zusammengekauft und hält sich seit gefühlten 25 Jahren nicht mal ansatzweise an irgendwelche Vorgaben, da sie Strafen eben aus der Portokasse bezahlen. Da OKC jedoch nicht das Geld von LA hat werden sie ihre Stars irgendwann abgeben müssen. Aber diese werden bestimmt zu keinem anderen kleinen Franchise wechseln… wohl eher wieder nach LA, New York… Da die kleineren Franchises nicht ansatzweise die Zugkraft der großen Ballungsgebiete haben werden diese auch immer den kürzeren ziehen. Siehe Houston diese Saison! Oder wilst du mir weis machen, das die Spieler die Orlando im Gegenzug bekommen hat besser wären als das was Houston geboten hätte?

    Nochmals in aller Klarheit: Superstarteam zusammendraften: gut. Superstarteam zusammenkaufen: gut. Superstarteam zusammentraden: böse. Das ist wirklich eine bestechende Logik.

    Huch… er kennt Ironie! Superteams zusammentraden ist durchaus ok, wenn es im Rahmen bleibt. Siehe mein Beispiel etwas weiter oben mit Bynum/Max-Star + dem ertradeten Harden. Aber bei 90 Mio Kaderkosten nen Team zusammentraden das dann 100 Mio kostet? Welchen Sinn hat dann überhaupt irgend eine Cap Begrenzung? Wieso darf nicht jeder Verein Einkaufen und ausgeben so viel er will? Wir haben dann 4 Teams mit 5 Superstars als Startern und man muss erst im Juni zu den ECF und WCF überhaupt einschalten!

    Umd die Diskussion jetzt nochmal abzuschließen, zumindest zu meiner Idee:
    Teams können gerne so viele Strafen zahlen wie sie wollen. Aber wenn sie dies tun, dann sollten sie sich keinen neuen Superstar zu diesem teuren Team ertraden dürfen. Sondern sie sollten diese Starfen für Spieler zahlen, die sie sich vom Free Agent Markt (wie Miami), oder aus dem Draft (wie OKC) geholt haben! Wenn die Lakers 2014 den Weg von Miami gegangen wären, dann hätte ich keinerlei Probleme damit gehabt. Aber dass sie bei 100 Mio Kaderkosten das Team weiterhin qualitativ so verstärken dürfen finde ich einfach nicht richtig! Vor allem da eben die großen Stars immer alle in die großen Metropolen wollen. Wäre dies nicht mehr möglich, da die überteuerten Franchises keine großen Verträge mehr schlucken dürften, dann wäre die Liga ausgeglichener. Superteams gäbe es dann auch noch, aber diese wären nach den eigentlichen Cap-Regeln erstellt worden.

  8. Smido83

    Ach verdammt… zur Erleuterung nochmal ein Beispiel wie bei meiner Idee ein Howard UND Nash für LA hätten spielen können.

    Wenn ich mich recht erinnere, dann hatten die Lakers vor der Free Agency um die 80 Mio an Kaderkosten. Sie hätten dann Gasol mit der Amnesty Clause cutten müssen sowie Metta WP für wenig bis keinen Gegenwert traden müssen. Schon wären sie unter der Cap Grenze gewesen und man hätte für einen Howard traden können. Da man dann immernoch nicht über der Lux Tax grenze liegen würde hätte man einem Nash genau den Verrtag bieten können den er jetzt auch bekommen hat. Denn ich hatte in meinem ersten Beitrag eindeutig unterschieden. Teams mit Cap Space können jeden Spieler ZU ihrem Team traden. Teams unter der Lux-Tax Spieler bis 10 Mio und Spieler über der Lux Tax können höchstenns Spieler mit Verträgen bis 5 Mio als Gegenwert bekommen.

    Der Unterschied wäre, dass irgend ein Team mit Cap Space sehr billig einen Star über die Amnesty Auktion bekommen hätte, welcher wahrscheinlich der beste Spieler, oder zumindest der Co-Star im Team wäre. Ergo wäre die Liga zumindets etwas ausgeglichener.

  9. Dennis Spillmann

    Hä? Kannst oder willst du mich nicht verstehen? LA hätte Bynum von mir aus auch für Lau auf den Mond traden können. Nur dürfen sie eben als Gegenwert keinen großen Vertrag aufnehmen! Wie groß der gesamte Gegenwert ist, also wie viele Spieler ist mir egal, so lange keiner mehr als 5 Mio verdient. Ist das denn so schwer zu verstehen? Auch Atlanta hätte Joe Johnson traden können. Nämlich genau so wie sie es gemacht haben, für eine Reihe an Rollenspielern, aber sie hätten eben nicht einen D-Will aus Brooklyn für Johnson bekommen können. Verstehst du endlich worauf ich hinaus will? Ich weiß echt nicht wie ichs noch einfacher ausdrücken soll…

    Das Problem ist, dass du nicht durchdacht hast, dass 21 Teams Joe Johnson nicht aufnehmen können, weil sie dann über das von dir verordnete 10-Mio-Dekret hinaus gehen müssten. Das war mein Gedankenanstoß. Es könnten in der abgelaufenen Saison nur 8 Teams Joe Johnson aufnehmen. Das ist für die Atlanta Hawks evtl. ein K.O.-Kriterium beim Traden. Das ist der Punkt bei bei meinen Überlegungen.

    Na wenn Nash auch für 22/4 unterschrieben hätte… wieso hat er nicht? Vieleicht wäre er dann lieber bei den Suns geblieben, welche ihm etwas mehr geboten hätten als es jetzt ein Dragic bekommt? Oder er wäre nach Dallas geganen? Weiß manns? Nein! LA hat Kaderkosten von 100 Mio, tradet einen Spieler um auf 92 zu kommen, um dann wieder einen Spieler zu verpflichten der sie auf 100 Mio Kaderkosten hieft… welchen Sinn hat eigentlich die Cap Grenze, oder die Tax-Grenze für die Lakers? Genau… überhaupt keinen. Ums mal vollkommen vereinfacht auszudrücken. Alle Superstars wollen über kurz oder lang in die großen Märkte, wodurch die Großen Teams immer groß bleiben und die kleinen immer klein. Wenn du das gut findest ok, mir gefällt es nicht. Ich gönne vor allem Nash alles Geld der Welt. Von mir aus hätte er auch gerne noch 10 Mio pro Jahr verdienen dürfen. Aber eben bei einem Team das sich halbwegs an die Regeln hält, oder eben bei den Suns, bei denen er schon so viele Jahre gespielt hat.

    Nash hätte, wenn nötig, auch für 22/4 unterschrieben, wenn das das Maximum war. Die Lakers konnten ihm durch die TE nur das anbieten, was er angenommen hat. Mehr war nicht möglich. Wenn nur 22/4 durch die TPE möglich gewesen wären, hätte er dies genommen.
    Kevin Durant und Russell Westbrook sind nicht in die Big Markets gegangen. Warum? Weil gutes Management wichtiger ist als ein big market. Problematischerweise vereinigen sich bei den Lakers big market und gutes Mangement und Nash <-> TPE oder Howard <-> Bynum sind möglich.

    Noch mal ein kleiner Denkanstoß. Das Management der Lakers ist überragend, keine Frage. Aber hätten sie solche Trades auch in Minnesota einfädeln können? Wohl kaum!

    Doch, hätten sie, wenn die Minnesota Lakers an ihrem Ursprungsort verblieben wären und die Franchise seit Jahrzehnten dafür stehen würde, gutes Mangement mit Erfolg zu vereinen. Über die Jahrzehnte wäre auch hier eine Fanbasis und eine Industrie gewachsen, mit denen die Lakers die Verpflichtung hätten stemmen können. Kobe Bryant würde vielleicht nur 19-20 statt 27,7 Mio verdienen, aber wäre stolz, ein Laker zu sein. Das übertriebene Gehalt Bryants ist momentan eh das Problem, nicht 3 Maxdeals + Nash.

    Junge… ich habe mich nie für einen Hard Cap ausgesprochen… im Gegenteil! Nur OKC hat sich dieses Team von Anfang an selber zusammengestellt. Sie haben alle 4 Stars in der Draft gezogen. Wenn OKC nun das Geld hätte alle für die nächsten 10 Jahre zu halten, dann sollen sie es tun! Das wäre ihr gutes Recht. Dagegen habe ich nie etwas geschrieben. LA hat sich dieses Team, bis auf Bryant natürlich, zusammengekauft und hält sich seit gefühlten 25 Jahren nicht mal ansatzweise an irgendwelche Vorgaben, da sie Strafen eben aus der Portokasse bezahlen. Da OKC jedoch nicht das Geld von LA hat werden sie ihre Stars irgendwann abgeben müssen. Aber diese werden bestimmt zu keinem anderen kleinen Franchise wechseln… wohl eher wieder nach LA, New York… Da die kleineren Franchises nicht ansatzweise die Zugkraft der großen Ballungsgebiete haben werden diese auch immer den kürzeren ziehen. Siehe Houston diese Saison! Oder wilst du mir weis machen, das die Spieler die Orlando im Gegenzug bekommen hat besser wären als das was Houston geboten hätte?

    Es ist doch total egal, woher die Spieler stammen oder was sie kosteten. Das ist doch keine Jugendakademie, sondern die NBA. Die Lakers haben stets innerhalb der Regeln agiert, haben in dieser Offseason auch keine andere Franchise über den Tisch gezogen, sondern einfach ihren Cap ausgenutzt. Stell dir einfach vor, dass Lamar Odom weiterhin zum Team gehört hätte und nun gegen Steve Nash getradet worden wäre. Nichts anderes ist passiert.

    Orlando hat sich aktiv gegen Bynum + Picks entschieden. Wenn sie den Deal so gemacht hätten, hätten sie ihren Franchise Player für 12/13 gehabt. Sie haben sich gegen Bynum und für die Lottery entschieden. Das ist ebenfalls legitim.

    Huch… er kennt Ironie! Superteams zusammentraden ist durchaus ok, wenn es im Rahmen bleibt. Siehe mein Beispiel etwas weiter oben mit Bynum/Max-Star + dem ertradeten Harden. Aber bei 90 Mio Kaderkosten nen Team zusammentraden das dann 100 Mio kostet? Welchen Sinn hat dann überhaupt irgend eine Cap Begrenzung? Wieso darf nicht jeder Verein Einkaufen und ausgeben so viel er will? Wir haben dann 4 Teams mit 5 Superstars als Startern und man muss erst im Juni zu den ECF und WCF überhaupt einschalten!

    Ich kenne und kann Ironie benutzen. Dies war keine. Ironie ist, wenn man etwas sagt, aber das Gegenteil meint. Das, was ich tat, war maximal eine Verkürzung und Zuspitzung dessen, was du sagst, um zu verdeutlichen, wie abstrus deine Forderungen sind.
    Von 90 auf 100 Mio ist deswegen wichtig, damit dem Tradepartner Gehaltserleichterungen ermöglicht werden. Oder möchtest du, dass die Lakers Howard aufnehmen und dann noch mehr Gehalt wegschicken?

    Gutes Management kann auch mit wenig Geld ein Championship-Team schaffen, auch wenn dies schwieriger ist. Die Bulls haben 10/11 55 Mio für die Conference Finals gezahlt. OKC war mit 58 Mio im selben Jahr in den WCF. Ein Jahr später reichten 61 Mio für die Finals. Die Lakers waren mit 99 Mio gescheitert. Geld gewinnt nicht zwingend Titel. Gutes Management gewinnt Titel.

    Umd die Diskussion jetzt nochmal abzuschließen, zumindest zu meiner Idee:
    Teams können gerne so viele Strafen zahlen wie sie wollen. Aber wenn sie dies tun, dann sollten sie sich keinen neuen Superstar zu diesem teuren Team ertraden dürfen. Sondern sie sollten diese Starfen für Spieler zahlen, die sie sich vom Free Agent Markt (wie Miami), oder aus dem Draft (wie OKC) geholt haben! Wenn die Lakers 2014 den Weg von Miami gegangen wären, dann hätte ich keinerlei Probleme damit gehabt. Aber dass sie bei 100 Mio Kaderkosten das Team weiterhin qualitativ so verstärken dürfen finde ich einfach nicht richtig! Vor allem da eben die großen Stars immer alle in die großen Metropolen wollen. Wäre dies nicht mehr möglich, da die überteuerten Franchises keine großen Verträge mehr schlucken dürften, dann wäre die Liga ausgeglichener. Superteams gäbe es dann auch noch, aber diese wären nach den eigentlichen Cap-Regeln erstellt worden.

    Die Lakers haben doch ihre wichtigste Addition (Steve Nash) aus der Free Agency geholt.
    Du möchtest also aktiv gutes Management verbieten, indem du sagst, dass Howard <-> Bynum verboten gehört, obwohl Orlando davon profitiert hätte? Warum?

    Ich verstehe nicht, was eine marxistische Gleichverteilung der Superstars bringen soll. Die Attraktivität der NBA würde damit fallen. Der bestmögliche Basketball bliebe uns ebenfalls verwehrt. Was ist also der Zugewinn für die NBA, für die Spieler, für uns Fans? Eine “faire” Liga, die (überspitzt gesagt) viel weniger Fans interessiert. Wer hat dabei gewonnen?

  10. Alexander Aust

    Ein wirklich sehr starker Artikel Jungs.
    Ich möchte auch mal meinen Senf dazu geben, wenns recht ist ;)

    Wenn trotzdem einen Hard Cap geschaffen werden soll, müssen weitere Eingriffe gemacht werden. Zunächst müssen die progressiven Verträge abgeschafft werden. Das heißt, wenn ein Spieler einen mehrjährigen Vertrag unterschreibt, darf er nur so viel verdienen wie im ersten Vertragsjahr. Das ist notwendig, damit man den auslaufenden Franchiseplayer zu denselben Konditionen weiterverpflichten kann. Es kommen jedoch trotzdem noch zwei Probleme hinzu: Das sind zum einen die Franchise Player, die aus ihrem Rookievertrag hinauskommen und nun darauf bestehen, mehr Geld zu bekommen, und zum anderen die neuen Lottery-Rookies, für die Platz unterm Salary Cap sein muss, um sie unter Vertrag nehmen zu können

    Also beim ersten Punkt sehe ich das kleinste Problem. Ein 20Mio$/4Jahre Vertrag ist eben dieser. Ob man dem Spieler 5Mio$/Jahr auszahlt oder eine jährlich steigende Summe ist ja zunächst mal egal, da es am Ende eh wieder 20Mio$ in 4 Jahren sind.
    Das Problem mit den Rookies wäre dann aber tatsächlich sehr komplex. Wenn ich darüber nachdenke, wäre dies DER Punkt, bei dem ich sage, ein Hard-Cap ist nicht realisierbar, wenn man Spielern die Möglichkeit lassen möchte, langfristige Verträge abzuschließen. Da mach ich mir mal gedanken drüber, wenn ich daheim bin^^

    Geht die NBA also diesen Weg, dann haben wir europäische Verhältnisse: Kein Spieler ist mehr an seine Franchise gebunden, weil in jeder Offseason jeder Spieler Free Agent ist.

    Dies wäre auch ein Punkt bei dem ich nicht zustimme. Europa hat das Problem, dass es ersten nicht die attracktivste Liga der Welt ist und es viele Ligen gibt, in welche die Spieler wechseln können, die man nicht auf einmal regulieren kann. In der NBA wäre sowas möglich. Beispiel: Ein Spieler der 3 Jahre bei einem Team unter Vertrag stand darf bei einem neuen Team maximal einen 2 Jahres Vertrag unterschreiben und bei seinem Alten einen 4-Jahres Vertrag. Über Summen möchte ich gar nicht diskutieren, da könnte man sogar noch mehr regeln. Ich denke sowas würde die Spieler dazu animieren, nicht ständig den Verein zu wechseln, da diese ja Sicherheit geboten haben möchten.
    Wahrscheinlich würde mein Beispiel erstmal dafür sorgen, dass es dann kaum noch Stars geben wird, die über die Free-Agency den Verein wechseln, weil man nach den 2 Jahren im neuen Team ja nicht die vorgesehenen 3 Jahre hat um einen neuen 4 Jahres-Vertrag zu unterschreiben, aber da könnte man mit Sicherheit eine für alle vernünftige Lösung finden.

    Zu den Bird-Rights noch was: Bird-Rights hin oder her, ich denke mit Verträgen die jedes Jahr eine konstante Summe haben, könnte man mit gutem Management durchaus weiterhin starke Teams aufbauen. Ich denke die Abschaffung der Bird-Rights würde eher die durchschnittlichen Spieler treffen als das, dass Superstars eventuell ohne Gegenwert den Verein wechseln. Denn, ich denke da stimmt ihr mir zu, jedes Team würde seine Verträge so managen, dass die Stars bleiben und man versucht den nötigen Cap mit den kleineren Verträgen zu schaffen. Das heisst, man würde den Spieler die nicht so wichtig sind und vllt “nur” 5 Mio$/Jahr verdienen immer nur ein Jahres Verträge geben.
    In diesem Punkt gebe ich euch wiederum recht, dass es dann zu ständigen Wechsel von Spielern kommen würde, aber eben nur von Rollenspielern, was natürlich auch nicht der Sinn der Sache sein kann, wenn jedes Team in jeder Saison 8-10 Neuzugänge hat^^

    Sehr komplexes Thema. Ich persönlich wäre nur dann für einen Hard-Cap, wenn dieser sehr hoch angesetzt werden würde um schlicht zu verhindern, dass es eben Teams mit 100 Mio$ an Gehältern gibt und welche mit 55 Mio$. Ansonsten finde ich die derzeitigen Regelungen mehr oder weniger in Ordnung.

  11. Anonymous

    Ein weiteres Problem vom Smidos Idee ist meiner Meinung nach die Kadergröße, welches Team räumt 4 Spots oder kann 4 Spots aufnehmen, um nur einen 20 Mio Spieler zu traden.
    Das würde IMHO die Folge haben, dass man schlechte Verträge, bzw. Max Deals, die man gegen etwas bessere (immerhin wird Bynum in einigen Diskussionen als langfristig bessere Investition angesehen als Howard) nicht tauschen könnte. Dies würde eine Franchise, wegen eines Fehlers bei den Gehaltsverhandlungen über Jahre hinweg lähmen.

    Klar die Lakers haben aufgrund ihrer Geschichte und ihres Managements, des guten Wetters und Hollywood einen Standortvorteil, den hat Miami, da es eine Steueroase ist und man mehr da mehr Brutto fürs Netto bekommt ja auch.

    OKC ist übrigens selbst schuld, dass sie in einem small Market spielen, hätten ja auch in Seattle bleiben können (ich vermisse die Sonics).

    Die Lösung des Problemes wäre vielleicht eher eine Umverteilung der Gewinne. Das zB TV-Rechte (auch der Time Warner Deal der Lakers) von der NBA aufgenommen werden und jedes Team nur ein 30stel der Gesamt-TV-Einnahmen erhält und schon wäre es egal, ob BIG oder SMALL Market…
    Andererseits, wer will bei einer solch kommunistischen Idee in den USA mitmachen…


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