Draftprofile 2012

Perry Jones III.

Datenblatt

Name: Perry Jones III.

Position: Power Forward

[xrr rating=2/4] (Starter)

College: Baylor University

College-Erfahrung: Sophomore

Die Erwartungen waren enorm. Überraschend war Perry Jones an die Uni für ein weiteres Jahr NCAA Basketball zurückgekehrt und dementsprechend hoch waren die Anforderungen. Diesen wurde er aber nicht gerecht und verbesserte sich kaum. Trotz alledem meldete er sich nun aber zur Draft an und seine Chancen auf eine gute Position stehen gar nicht mal so schlecht. 

Skills

Doch warum sollte ein Spieler, der zwar als Top-Talent galt, aber extrem enttäuscht hat, in der NBA begehrt sein? Ganz einfach, Perry Jones hat alles, was der heutige Forward für das nächste Level benötigt. Eine außergewöhnliche Athletik, die Größe (2.11 Meter), flüssige Bewegungen und Range bis zur Dreierlinie. Doch all das muss differenziert betrachtet werden. 

Offensiv hat der Big Man alles, was man braucht, um zu dominieren. Wäre da nicht das Problem mit seinem “Motor”. Er hat selbst zugegeben, dass es ihm oft an Einsatz und Konzentration mangelt. Ein Zustand, welcher schnellstens verbessert werden muss. Auch wenn er von seinen Point Guards eher selten gekonnt in Szene gesetzt wurde, fordert er zu wenig den Ball und versteckt sich teilweise über mehrere Minuten des Spiels. Dabei sind seine Bewegungen wirklich rund und seinem sehr schnellen ersten Schritt können nur wenige Power Forwards folgen. 

Der Sprungwurf sieht von der Form her gut aus und selbst von der Dreierlinie trifft er immerhin 30 Prozent. Keine überragende Quote, man sieht aber, dass Potential vorhanden ist. Während die Feldwurfquote aber 50% betrug, verwandelte er nur knapp 40% seiner Sprungwürfe. Dies lag insbesondere an der schlechten Wurfauswahl. Viel zu oft entscheidet sich Jones gegen den Drive oder den einfach Wurf, um nach einem oder zwei Dribblings den Fadeaway zu nehmen. Sollte er es schaffen, an dieser Stelle bessere Entscheidungen zu treffen, kann er ein sehr effektiver Spieler mit einem variablen Offensivspiel werden. 

Theoretisch sollte Jones durch seine Athletik, Größe und Mobilität in der Lage sein, drei Positionen in der NBA zu verteidigen. Allerdings ist es noch ein weiter Weg bis dahin. Natürlich ist es schwer zu sagen, wie er sich in der Mann-gegen-Mann-Verteidigung machen wird, da die Bears ausschließlich Zonen-Defense gespielt haben. Doch auch dort konnten die schwachen Fundamentals von Jones nicht versteckt werden. Dabei fühlt er sich im Post dann doch wohler als bei der Verteidigung am Perimeter, wo er teilweise etwas verloren wirkt. Auch bei den Rebounds konnte er sich nur minimal verbessern (2011: 7.2, 2012: 7.6). Viel mehr als diesen Durchschnitt wird er in seiner NBA-Karriere höchstwahrscheinlich auch nicht erreichen. Sehr überraschend sind allerdings die 0.6 Blocks pro Spiel. Bei seinen Voraussetzungen müssten da mindestens zwei Blocks pro Spiel stehen. 

Charakter

Der Einsatz und der Wille zum Sieg scheint ihm zu fehlen. Als Best case-Szenario wird “Rudy Gay meets Josh Smith” angegeben. Das mag wohl seine Berichtigung haben, bis dahin muss Jones aber vor allem an seiner Einstellung noch so einiges ändern. 

Draftaussichten

Je nachdem wie die Pre-Draft Workouts laufen, könnte sich Jones noch verbessern. Die Lottery ist ihm relativ sicher. Momentan gilt er aber nicht als Top 10-Pick. 

  •  
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  

Schreibe einen Kommentar