Draft, Draftprofile 2012

Austin Rivers

Datenblatt

Name: Austin Rivers

Position: Shooting Guard

[xrr rating=2/4] (Starter)

College: Duke University

College-Erfahrung: Freshman

13 erfolgreiche Jahre als NBA-Aufbau mit einem Peak von 12 Punkten und 10 Assists im Schnitt in einem 57-Wins-Team. Dies sind die Zahlen, die Celtics-Coach Doc Rivers als Spieler auflegte, und wohl auch die Werte, die automatisch als Maßstab für dessen Sohn angelegt werden. Es seinem Vater gleichzutun, das ist Austin Rivers‘ Wunsch. Er strebt eine erfolgreiche Karriere in der NBA an und befindet sich im Gegensatz zu vielen anderen Nachkömmlingen von ehemaligen Spielern auf einem guten Weg. Als High School Spieler galt er als eines der besten drei Talente des Landes und wurde in einem Atemzug mit Spielern wie Andre Drummond und Anthony Davis genannt, ehe er an die Duke University wechselte.

Skills

Austin Rivers ist mit seinen 1,93m genauso groß wie sein Vater. Aber hier hören die Parallelen zu seinem alten Herren auch schon fast auf. Im Gegensatz zu Doc, der als Floor General bekannt war, ist Austin ein scorender Comboguard, dessen Zukunft wohl eher auf der Zwei zu sehen ist. Seine Passion ist es, den Ball in den Korb zu befördern und daraus macht er auch keinen Hehl. Am liebsten schiebt Rivers seine 90kg nach seinem Go-to-Move, dem perfektionieretn Crossover, in Richtung Korb. In den meisten Fällen schlägt er den direkten Gegenspieler hierbei direkt schon durch seinen extrem guten ersten Schritt und zieht nach einem kleinen Antritt vorbei in Richtung Zone.

Sein gutes Handling ermöglicht es ihm, immer in Kontrolle zu bleiben. Unter dem Korb angekommen kann er dann variantenreich abschließen. Nur Highlight Dunks sind eher Mangelware, da er zwar ein guter, aber kein herausragender Athlet ist. Diese durch ihn forcierte Penetration ist eine gefährliche Waffe, die am College immer gefürchtet werden musste, wenn der Guard in Ballbesitz war. Nicht durch tolle Schnelligkeit, aber durch kluge Tempowechsel und Auge für „angles“ auf dem Feld, ist es Rivers möglich, jederzeit seinen eigenen Verteidiger zu schlagen und zudem auch an die Freiwurflinie zu kommen.

Er kommt als geborener Scorer daher, der natürlich nicht nur durch den Zug zum Korb punkten kann. Mit gutem Gefühl für die Situation kann er auch per Floater nahende Big Men schlagen oder seelenruhig einfach Sprungwürfe aus der Mitteldistanz einnetzen. Sein Wurf gefällt und hat auch Reichweite bis hinter die NBA-Dreierlinie. Teilweise nahm Rivers am College schon Schüsse aus dieser Distanz. Beeindruckend sind hierbei der „Swagger“ und das Selbstvertrauen, mit dem Rivers agiert.

Allerdings hat Rivers‘ Skillset natürlich auch einige Lücken. Als High Schooler dachte man noch, dass er seinem Vater nacheifern und als großer Point Guard in die Liga kommen könnte. Dies kann man nun nach seiner Freshmansaison ausschließen. Für ihn steht das Punkten im Mittelpunkt und das Einsetzen der Mitspieler etwas hinten an, war er doch bisher in jedem seiner Teams klar der talentierteste Scorer auf dem Feld. Sein Basketball IQ ist noch ausbaufähig. Das oben beschriebene Selbstvertrauen wird ihm manches Mal zum Verhängnis.

Oft zieht er kopflos zum Korb und sorgt durch schlechte Entscheidungen oder aber produzierte Offensivfouls für schmerzhafte Ballverluste. Seine Quoten zeigen, dass seine Wurfauswahl nicht immer so glücklich ist (43 FG%). Als Spotup Shooter agierte er kaum. In engen Situationen war er von Zeit zu Zeit nicht in der Lage auch für andere zu kreieren, da sein Passing noch verbessert werden muss. Als letzten Punkt muss ihm sein Defensivverhalten angekreidet werden. Er scheint manche defensiven Schemata nicht zu verstehen und wurde sogar schon von Coach K wegen seiner mangelnden Fähigkeiten auf dieser Seite des Feldes auf die Bank beordert.

Charakter

Austin Rivers funktionierte am College recht gut und kam ohne Eskapaden und Skandale durch die Saison. Ein wirklicher Führungsspieler war er aber nicht. Oft schaute er nur auf sich selbst und sein Scoring. Dies muss ihm ausgetrieben werden, wenn es dann auf dem nächsten Level bessere Offensivoptionen als ihn gibt. Möglich ist das auf jeden Fall, da er als „coachable“ gilt.

Draftaussichten

Oben wurde es beschrieben. Noch an der High School galt er als einer der talentiertesten Spieler in Hinblick auf die diesjährige Draft. Einige NBA-Scouts sehen das noch immer so. Andere mögen ihn nicht, weil er ein zu kleiner Shooting Guard mit „me first“-Attitüde werden könnte. Rivers ist eine Wundertüte und sollte zwischen #10 und #20 gezogen werden. Fällt er wirklich aus der Lottery, könnte er zu einem echten Steal werden.

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