Draft, Gedanken

Die beste Zeit des Jahres!

Endlich ist es so weit! Diese Woche geht es wieder um die Meisterschaften in den einzelnen Conferences der NCAA. Ihr seht schon, es ist März und die ganze Basketballwelt schaut auf den Uni-Basketball in den USA. Natürlich werden wir wieder eine ausführliche Vorschau auf die March Madness liefern, doch vor dem Selection Sunday gibt es an dieser Stelle noch einige Gedanken zu dieser Woche, in der uns noch so viele wegweisende Entscheidungen bevorstehen.

Ein kurzer Rückblick auf das vergangene Wochenende

Durch einen enorm wichtigen und beeindruckenden Sieg gegen Duke sicherten sich die Tar Heels aus North Carolina den ersten Platz in der ACC. Obwohl die Blue Devils die erste Partie noch knapp gewinnen konnten, hatten sie im zweiten Showdown keine Chance. Bei den Jungs von Coach Roy Williams spielten so gut wie alle Akteure optimal und vor allem der sonst nicht durch sein Scoring auffällige Kendall Marshall erzielte 20 Punkte und 10 Assists. Es zeigte sich wieder, warum Duke zwar als Top-Team, aber nicht als einer der vier Top-Seeds für das NCAA Tournament gesehen werden sollte. Zu unkonstant agieren die Jungs von Coach K. Freshman-Guard Austin Rivers traf in diesem Spiel nur 1-6 Dreiern. Allgemein fehlte die Treffsicherheit bei den Dukies. 41.3 Prozent aus dem Feld und 28.6 Prozent von Downtown sind eindeutig zu wenig, um Harrison Barnes, Tyler Zeller & Co. zu bezwingen. Insbesondere Zeller überzeugte mit einem sehr effektiven Spiel (19 Punkte, 9/11 FG). Wenn sie im ACC-Conference Tournament überzeugen ist ihnen ein No.1-Seed sicher und dann sollte man North Carolina auch wirklich zu den absoluten Favoriten zählen.

Auch die Situation in der Big Ten ist mehr als interessant. Nach dem Game-Winner von William Buford, wodurch Ohio State die Michigan State Spartans besiegte, haben wir in diesem Jahr drei Regular Season Champs in dieser Conference. Denn durch dieses Ergebnis erreichten auch den Buckeyes eine Bilanz von 13-5 in der eigenen Liga und sind gleichauf mit den Spartans und den Michigan Wolverines. Womöglich sind die Mannschaften aus der Big Ten (Indiana und Wisconsin noch dazu genommen) die gefährlichsten für das NCAA Tournament. Sie alle sind enorm talentiert und haben das Potential, jedes Team zu schlagen. Selbst die Hoosiers aus Indiana, welche nur an Platz 5 sind, haben bereits gezeigt, wozu sie in der Lage sind (Siege gegen Kentucky, Ohio State und Michigan State). 

Die Woche der Conference Tournaments

Aus deutscher Sicht ist natürlich die Leistung von Elias Harris und seinen Gonzaga Bulldogs besonders interessant. Im Spiel um den Titel der West Coast Conference ging es bereits zu Beginn der Woche gegen den großen Rivalen, die Saint Mary’s Gaels. Das Endergebnis war allerdings enttäuschend. Trotz einer hervorragenden Leistung von Harris (22 Punkte und 13 Rebounds), sowie dem Dreier, der das Spiel in die Verlängerung rettete, mussten sie sich letztendlich mit 74 : 78 geschlagen geben. Der teaminterne Saison-MVP Kevin Pangos hatte einen schwachen Tag erwischt und erzielte nur 7 Punkte bei einer Quote von 3-18 aus dem Feld. Ob die Zags im NCAA Tournament eine größere Rolle spielen können, ist eher unwahrscheinlich, eine Überraschung aber nicht ausgeschlossen.

Davidson ist zurück im NCAA Tournament! Der Sieg gegen Western Carolina war hart umkämpft und konnte erst in der zweiten Verlängerung errungen werden. Dabei gingen die Wildcats als der große Favorit in das Turnier. Mit einer Bilanz von 16-2 in der Southern Conference waren sie ohne Konkurrenz in der Conference Season. Western Carolina präsentierte sich hingegen stark verbessert, wobei die Bilanz von 8-10 in der eigenen Liga nur durchschnittlich war. Ganz entscheidet für Western Carolina war Sophomore Forward Tawaski King, der in diesem wichtigen Spiel sein erstes Double-Double auflegte (20 Punkte und 10 Rebounds). Letztendlich war die Teamleistung von Davidson aber besser (4 Spieler mit 16+ Punkten). 

Das Big East Tournament ist Jahr für Jahr das Highlight der Champ Week und kann sich auch in diesem Jahr sehen lassen. Nachdem Kemba Walker letztes Jahr sensationell aufspielte und seine UConn Huskies zum Sieg führte, dürfte es in diesem Jahr einen neuen Sieger geben. Favorit sind selbstverständlich die Syracuse Orange, doch noch ist ihnen dieser Titel noch lange nicht sicher. Vor allem die Marquette Golden Eagles kommen mit einem guten Gefühl in das Turnier, nachdem sie im letzten Saisonspiel Georgetown besiegen konnten. Die Tiefe und die Anzahl an talentierten Spielern von Jim Boeheim wird aber jedem Team enorme Probleme bereiten. Die an Nummer drei gesetzten Fighting Irish aus Notre Dame haben es aber schon in der regulären Spielzeit geschafft, Scoop Jardine, Fab Melo & Co zu schlagen, also vielleicht klappt es auch im Madison Square Garden.

Player of the Year

Abschließend noch ein paar Worte zum Player of the Year-Award. Den letzten Ergebnissen zur Folge sind nur noch zwei Spieler im Rennen um die Auszeichnung: Kansas Jayhawk Thomas Robinson und Kentucky Wildcat Anthony Davis. Die beiden Big Men liefern sich ein spannendes Kopf an Kopf-Rennen, doch in den vergangenen Wochen zeigte der Freshman aus Kentucky bessere Leistungen. Obwohl Robinson das gesamte Jahr über an der Spitze war, hat Davis ihn nun leicht überholt und das nicht ohne Grund. Niemand spielt so dominant wie er! Als bester Spieler führt er sein Team bei den Punkten, Rebounds, Blocks, Steals und der Feldwurfquote an! Mit 4.7 Blocks pro Spiel steht der 18-Jährige auch an der Spitze der gesamten NCAA! Dass die Wildcats von Coach Calipari eine Bilanz von 30-1 haben, ist zu einem großen Teil sein Verdienst. Dementsprechend denke ich, dass Davis diesen Titel verdient hat.

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1 comment

  1. Smido83

    Aaaaaahhhhh es geht los! Auf solche Artikel habe ich doch gewartet! 😀

    Beim Rückblick hast du jedoch eine, zumindest meiner Meinung nach, sehr wichtige, sogar geschichtsträchtige Sache vergessen! Harvard hat die Ivy-League dank einer Niederlage von Penn gewonnen! Damit nimmt Harvard erstmals seit 1946 wieder am NCAA Tournament teil! Für mich eine riesen Leistung, da sie ja keinerlei Sportstipendien vergeben! Auch die Quote von 26:4 kann sich durchaus sehen lassen! Klar waren da nicht die ganz großen Teams dabei, aber Ehre wem Ehre gebürt!

    Die Big Ten ist für mich eindeutig die interessanteste Liga! 5 Teams aus den Top 25, bei denen jeder jeden schlagen kann! Da sollte es mal so richtig rund gehen!

    Big East? Auch wenns jede Menge sehr talentierte Teams in der Liga gibt, alles andere als ein Sieg der Orange wäre eine Faustdicke Überraschung! Solange sich nicht die Angst wegen der “Kiffer-Affäre” breit macht, sollte da nix passieren! Das das Team mit Druck von außen umgehen kann hat es ja schon zu Beginn der Saison mit der Affäre um den Co-Trainer gezeigt!

    Zuletzt noch schnell zum Spieler der Saison! Alles andere als ein Sieg von Davis wäre für mich eine Überraschung! Ok, ich bin da etwas voreingenommen, da ich die “Mr-Monobraue” eifach nur klasse finde, aber trozdem hast du das schon richtig zusammengefasst! Er hat die meisten Punkte, meisten Rebounds, meisten Blocks, meisten Steals und die beste FELDwurfqoute (nicht Fre… ;D) des besten Teams der Liga. Übrigens liegt er mit nem Player Efiiciancy Rating von 36,56 auch deutlich an der Spitze der gesamten NCAA! Erst mit gehörigem Abstand auf Platz 20 folgt dann Robinson, welcher “nur” auf einen Wert von 28,74 kommt! Wie mans auch immer sehen will, Davis ist klarer Favorit!

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