Gedanken

Midseason Awards


Über die Woche wird unser Redakteur Jonathan Walker seine Gedanken den verschiedenen Awards widmen, die zum Ende der regulären Saison vergeben werden. Wer sind stand heute die Favoriten auf den wertvollsten Spieler (MVP), Neuling des Jahres (ROY), Verteidiger des Jahres (DPOY), am meisten verbesserter Spieler (MIP), Trainer des Jahres (COY) und Manager des Jahres (EOY)?

1. Jeremy Lin

„Linsanity”, „Lincredible”, „Linderella”, „Super Lintendo”, „Just Lin Time”, „Lin Your Face” oder „all he does is Lin”… es gibt mehr Wortspiele mit Jeremy Lin als dieser Spiele in dieser Saison gestartet ist. Auch wenn der Hype teils übertrieben scheint, ist seine extreme Verbesserung von letzter zu dieser Saison nicht von der Hand zu weisen. Behält er seine Statistiken von durchschnittlich 22 Punkten, 4 Rebounds und 9 Assists in 38 Minuten als Starter auch nur halbwegs bei, wird er zum Ende der Saison zum Most Improved Player gewählt werden. Lin (und auch jeder der anderen Kandidaten) ist keiner dieser Fälle, in der die besseren Statistiken hauptsächlich auf gesteigerte Spielzeit zurückzuführen ist. Der Point Guard der Knicks verbesserte sich beim True Shooting von 46% auf 57% bei der Assistrate von 21% auf 48% und beim PER von leicht unterdurchschnittlichen 14.8 auf starke 22.9. Allein das dürfte normalerweise reichen, doch dazu kommt die Liebe der wählenden Medienvertreter für seine unglaubliche Story vom basketballerisch unbedeutenden Harvard-Absolventen zum Retter der am Boden liegenden New York Knicks.

2. Ryan Anderson

Wäre Linsanity nicht gewesen, wäre er mit Durchschnittswerten von rund 16 Punkten und 8 Rebounds pro Spiel wohl der Favorit auf den Titel des MIP. Ryan Anderson steigerte sich in Sachen PER (19.0 auf 22.9), Offensivrebounding (11% auf 13%) Ballsicherheit (TOV% 7.8 auf 4.8) und Dreierquote (39% auf 43%) bei fast 7 Versuchen pro Spiel, was ihm den ersten Platz der Liga bei den getroffene Dreier beschert. Durch die Leistungssteigerung in Verbindung mit neun Minuten mehr pro Spiel avanciert er überraschend zum zweitbesten Spieler hinter Dwight Howard in Orlando.

3. Greg Monroe

Auch der Big Man Detroits legte eine beachtliche Entwicklung hin und wurde von nicht wenigen gar im All-Star Team des Ostens gesehen, da seine Leistungen mit  rund 19 Punkten, 11 Rebounds und 3 Vorlagen pro Spiel nicht schlechter als die von All-Star Reservecenter Roy Hibbert sind – nur dass der eben nicht bei den grottigen Pistons spielt. Auch Greg Monroe steigerte nicht nur seine Spielzeit um fünf Minuten auf 33 MPG, sondern auch seinen PER von 18.0 auf 23.4, die Reboundrate von 16.5 auf 18.5 und die Freiwurfquote von 62.2% auf 77.8%. Der größte Spung gelang ihm jedoch beim Passen, wo er seine Assistrate von 7.5% auf 15.5% steigern konnte. Leider ging mit der größeren Rolle im Angriff auch ein Anstieg der Ballverluste einher und letztlich sind gute Statistiken in einem miesen Team weniger Wert als in einem Playoffteam.

4. Nikola Pekovic

Der Pekman ist in der NBA angekommen. Nach einer eher durchwachsenen Rookiesaison hat es der 26-jährige Montenegriner zum Starting Center der aufsteigenden Timberwolves gebracht. Nikola Pekovic steigerte seinen PER von 11.2 auf 22.2, sein True Shooting von 57.3% auf 61.9% und die Reboundingrate von 12.1% auf 16.1%, wo vor allem das Offensivrebounding herausragend ist. Pekovic führt die Liga mit einer Offensivreboundrate von 18.6% an, was heißt, dass er knapp jeden fünften Fehlwurf seines Teams einsammelt, wenn er auf dem Feld steht! Kann der Mann, vor dem jeder Angst hat, die Leistungen von 15 PPG und 9 RPG als Starter in Zukunft konstant abrufen, haben die T-Wolves ihren passenden Starter auf der Fünf neben Kevin Love gefunden. Auch wenn es zum MIP 2012 nicht mehr reichen wird.

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