Gedanken, Lockout

Sind die hohen Spielerverträge das Problem?

Gilbert Arenas, Rashard Lewis, Rudy Gay, Joe Johnson, Eddy Curry, Jerome James … die Liste von Spielern, die einen unangemessenen Vertrag erhielten, ist beliebig erweiterbar. Wenn es dann in den derzeitigen Lockout-Verhandlungen darum geht, wer sich im Unrecht befindet, findet man nicht selten den Ausspruch: „Die Besitzer sollen einfach nicht so überdimensionierte Verträge herausgeben, dann befindet sich die Liga auch nicht in dieser misslichen wirtschaftlichen Lage.“ Und genau dieses Vorurteil möchte ich im Folgenden ausräumen.

BRI – Der Schlüssel

Es ist absolut richtig, dass die Verträge für so manchen Spieler unangebracht sind. Es ist auch richtig, dass die Franchises handlungsunfähig werden, wenn sie so überdimensionierte Verträge herausgeben. Ebenfalls stimmt es, dass Franchises durch das Überschreiten des Soft Caps dadurch letztlich Schulden machen. Sie können kein konkurrenzfähiges (oder zumindest kein Contender-) Team aufbauen, dadurch kommen weniger Zuschauer in die Hallen oder es wird weniger Merchandise abgesetzt. Die Franchises schaden sich also durch die unverhältnismäßigen Verträge. Soweit betrachten wir das Phänomen alle gleich. Doch wieso sind diese Verträge denn irrelevant, wenn es darum geht, sie als Gegenargument anzuführen, wenn es bei den Tarifvertragsverhandlungen darum geht, dass die Liga Verluste macht? Die Antwort ist eigentlich relativ schlicht: Die Spieler bekommen nur 57% des Basketball Related Income.

Das ESCROW-System

Wie muss man sich das praktisch vorstellen? Die Spieler bekommen beispielsweise gar nicht ihr komplettes Gehalt ausgezahlt. 8% ihres Gehalts werden von der NBA direkt einbehalten und in den so genannten ESCROW-Fond eingezahlt. Dieser wurde eingerichtet, damit man bei der Überschreitung der 57% des BRI nicht in die missliche Lage kommt, von den Spielern wieder Gehalt zurückfordern zu müssen. Da man den Lebenswandel einiger NBA-Akteure kennt, könnten diese in den Zwang kommen, sich verschulden zu müssen, da sie zu viel Geld erhielten. Das ESCROW-System verhindert (unter anderem) das. Was mit dem so angesparten Geld passiert, entscheidet sich erst, wenn die Saison zu Ende gespielt wurde und das tatsächlich basketballrelevante Einkommen der NBA feststeht. Sind die 57% durch Spielergehälter überschritten worden, wird das Geld im ESCROW-Fond einbehalten. Liegt die Gesamtsumme aller Verträge unter 57%, wird den Spieler der Fond ausgezahlt. Im momentanen Collective Bargaining Agreement hat man zudem ausgehandelt, dass – sollten die 57% durch Spielergehälter nicht erreicht werden – es Bonuszahlungen gibt, die der Differenz zwischen den Spielergehältern und den 57% entspricht.

Spielergehälter haben keinen Einfluss auf die wirtschaftliche Lage

Das heißt also im Klartext, dass es wirtschaftlich völlig egal ist, wie hoch die Spielerverträge dotiert sind. Hätte jeder Spieler in der Liga einen Maximalvertrag abgeschlossen, würde durch den ESCROW-Fond einfach so viel Geld einbehalten, dass die Spieler nicht mehr als 57% des Gesamtumsatzes der NBA bekommen würden. Würde jeder Spieler nur für das Minimum spielen, gäbe es Bonuszahlungen, bis die 57% wieder erreicht würden. Für das System NBA ist es also völlig egal, ob Gilbert Arenas nun 112 Millionen oder 1,2 Millionen verdient. Deshalb ist die Aussage, dass die Besitzer doch selbst Schuld an ihrer Situation tragen, nicht nur kurzsichtig, sondern schlichtweg falsch. Wenn man sowieso 57% des Einkommens an die Spieler abführen muss, dann haben die Verträge keinen Einfluss.

Die Besitzer sind unschuldig

Jedenfalls im Punkt der herausgegebenen Verträge sind die Besitzer freizusprechen. Mit dem nun verdeutlichten Problem zeigt sich auch, wieso die Besitzer unbedingt weniger an die Spieler zahlen müssen. Die kolportierten Schulden von 300 Millionen Dollar entstehen immer wieder, weil die Besitzer daran gebunden sind, momentan 57% ihrer Einnahmen abzuführen. Sie können das nicht durch kleiner dotierte Verträge verhindern. Das einzige, was dem Abhilfe schafft, ist tatsächlich die Senkung des BRI. Auf welches Maß ist Verhandlungssache. Dass es gesenkt werden muss, steht jedenfalls fest.

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9 comments

  1. tj

    sehr interessanter Artikel. Das wusste ich noch gar nicht. Ich hab mich nur immer gefragt wie diese 57% Regel durchgesetzt wird. Das wirft natürlich ein ganz anderes Licht auf die Situation und damit sollten Spieler ala Curry eher denn Unmut der anderen auf sich ziehen, weil diese automatisch weniger verdienen. Deshalb sollten sich doch die Spieler die nicht nur im Contract Year Gas geben sich doch gerade für kürzere Verträge einsetzen, da sie dann insgesamt mehr Geld verdienen oder sehe ich das falsch?

  2. tj schrieb:
    Das wirft natürlich ein ganz anderes Licht auf die Situation und damit sollten Spieler ala Curry eher denn Unmut der anderen auf sich ziehen, weil diese automatisch weniger verdienen.

    Nein, auf Eddy Curry ist sicherlich kein Spieler sauer (außer er war ein Knickerbocker und litt dahingehend unter Erfolgslosigkeit, weil Curry den Cap blockierte). Im Extremfall könnte man natürlich sagen, dass Spieler weniger verdienen, weil mit den horrenden Verträgen einiger die 57% überschritten werden. Das stimmt soweit. Aber dann wird eben anteilig bei jedem Spieler etwas einbehalten – und dann leidet derjenige mit dem großen Vertrag eben auch mehr unter der Siatuation als andere. 2010/2011 trat dies übrigens nicht ein; die 57% wurden nicht überschritten, stattdessen gab es noch Bonuszahlungen in Höhe von 30 Millionen Dollar. Die Spielerverträge hatten insgesamt als nur ein Volumen von 56,3% des BRI.

    Interessant wird es nun, wenn man das BRI wirklich auf 50% (oder niedriger) senkt. Dadurch werden automatisch alle Gehälter gekürzt, da es unwahrscheinlich ist, dass die Franchises fast 7% des BRI bei Spielerverträgen einsparen können. Das ist deshalb schon so schweirig, weil der überwältigende Großteil der Spieler progressive Verträge hat – das heißt, im Normalfall steigt das Gehalt um 8-10,5% pro Jahr an.

    tj schrieb:
    Deshalb sollten sich doch die Spieler die nicht nur im Contract Year Gas geben sich doch gerade für kürzere Verträge einsetzen, da sie dann insgesamt mehr Geld verdienen oder sehe ich das falsch?

    Das siehst du von daher falsch, weil das Ziel des Spielers immer sein muss, den bestmöglichen Vertrag zu bekommen. Deshalb schließen Spieler auch nur langfristige Verträge ab, wenn sie sich in einer guten Verhandlungsposition befinden: Sie haben eine tolle Saison gespielt. Ansonsten werden die Spieler immer darauf drängen, einen eher kürzeren Vertrag zu unterschreiben, um sich empfehlen zu können. Ein Beispiel wäre hier Channing Frye, der einen kurzen Vertrag bei den Blazers unterschrieb, zu den Suns getradet wurde und dort aufblühte. Die starke Saison verschaffte Frye einen langjährigen, gut dotierten Vertrag.
    Man strebt also immer den bestmöglichen Vertrag an. Manchmal ist er kurz, manchmal lang. Das kommt auf die Situation des Spielers an.

  3. Florian

    Sehr interessanter Artikel. Das wusste sicherlich nur ein Bruchteil der NBA Fans.
    Entspricht der Salary Cap von 58,044 Mio $ (10/11) eigentlich den 57% des BRI?

  4. Florian schrieb:
    Entspricht der Salary Cap von 58,044 Mio $ (10/11) eigentlich den 57% des BRI?

    Nein, der Salary Cap richtet sich nach den Einschätzungen der Liga vor der Saison, was als BRI zu erwarten sind. 51% des geschätzten BRI werden dann durch 30 (also durch die Anzahl der Teams) geteilt und bilden den Salary Cap.
    Die 57% werden erreicht, wenn alle Teams über den Salary Cap hinausgehen, aber nicht in die Luxury Tax-Region (diese beginnt bei 70 Millionen Dollar).

  5. Jonathan Walker

    Klugscheißerei: Channing Frye unterschrieb damals (2009) als Free Agent für die Biannual Exception (LLE) bei den Phoenix Suns einen Vertrag über zwei Jahre und knapp $4 Mio. Dollar, wobei das zweite Jahr eine Spieleroption war, die er nach seinem starken Jahr dann verständlicherweise nicht wahrnahm. In der folgenden Offseason verlängerten ihn die Suns dann für $30 Mio. Dollar über fünf Jahre.

  6. Southsider

    Du hast mit deinem Bericht natürlich absolut recht. Sehr gut recherchiert, Danke dafür!

    Allerdings gleicht sich das System ja nur ligaweit an die 57% des BRI an. Für das einzelne Team ist es also durchaus relevant ob es einen Halbinvaliden riesige Gehaltschecks geben muss oder durch klügeres Handeln des GM eben nicht.

    Das größte Problem ist meiner Meinung nach immer noch die extrem ungleiche Verteilung der Einnahmen. So sind die Lakers oder waren auch die Knicks zu ihren schlimmsten Tagen mit einem Salary weit in der Luxury-Tax-Zone immer noch unter 57% des Francise BRI. Ein Small-Market-Team wie Sacremento zahlt seinen Spielern aber weit über 57% des Franchise BRI. Und das obwohl sie unter dem Salary Cap liegen.

    Für mich sind daher die Owner in der Pflichten einen gewissen Ausgleich in der Einnahmenverteilung zu finden. Alle Ungleichheiten wird kein System beseitigen können. Aber etwas mehr Gleichheit in der Liga könnte eine Neuverteilung der TV Einnahmen bringen. Beispielsweise könnten die Franchise dazu verpflichtet werden ihre TV-Einnahmen gleich auf alle Spiele zu verteilen. Diese TV Einnahmen pro Spiel sollten dann 50/50 auf beide Teams verteilt werden.

    Bei einem Spiel Kings gegen Lakers würden also beide Teams jeweils 50% der TV Gelder der Kings (eher gering) und der Lakers(eine der/die höchsten TV Einnahmen der Liga) bekommen. Die Kings würden also mehr Geld, die Lakers weniger Geld als im bisherigen System bekommen.
    Das System würde die Ungleichheiten bei den TV-Geldern ziemlich genau halbieren.

    Nur mal ein kleiner Denkanstoß von mir an Stern und Co:-D

    Kritik erwünscht

  7. Southsider schrieb:
    Du hast mit deinem Bericht natürlich absolut recht. Sehr gut recherchiert, Danke dafür!

    Allerdings gleicht sich das System ja nur ligaweit an die 57% des BRI an. Für das einzelne Team ist es also durchaus relevant ob es einen Halbinvaliden riesige Gehaltschecks geben muss oder durch klügeres Handeln des GM eben nicht.

    Absolut richtig. Jede Franchise kann durch kluges Wirtschaften zu einem besseren finanziellen Ergebnis kommen. Trotz der kolportierten 300 Millionen Dollar Schulden haben einige Teams in den big markets wieder zweistellige Millionengewinne eingefahren. Die momentane Verteilung des BRI stellt sich eben genau deswegen als Problem dar, weil Franchises wie Sacramento, das du ansprachst, ihren Salary Cap nicht ausschöpfen können. Das muss unterbunden werden, indem das BRI angepasst wird.

    Zu deinem Vorschlag zur TV-Einnahmen-Verteilung verweise ich auf unseren Latest Buzz: Nicht nur die NBA verhandelt mit den Spielern, sondern auch die Besitzer untereinander treffen sich, um das so genannte “revenue sharing” auszuhandeln. Hierbei geht es im Groben darum, dass die Einnahmen gerechter verteilt werden sollen. David Stern strebt einen drei- bis vierfach höheren Verteilungsfond an, um die benachteiligten Franchises zu unterstützen.

  8. Tiny

    Bei all den pseudo-objektiven/-rationalen Diskussionsansätzen seien doch bitte folgende Gedanken berücksichtigt:
    Die Frage nach Gewinn oder Verlust wird oft erst durch die Buchhaltung und “Bilanztricks” entschieden. Dies ist bei allen größeren Unternehmen & Konzernen üblich. Durch die Veröffentlichungspflicht ihrer Bilanzen sind solche bei Börsendotierten Unternehmen bekannt, üblich und nachvollziehbar im Sinne von Analystenerwartungen, Dividenzahlungen, Investitionsvolumen und -ganz wichtig- Steuerzahlungen.
    Soweit, so gut. Übertragen wir das Ganze nun auf die Clubs.
    Es besteht die Möglichkeit einer Verzerrung der Bilanzen, was natürlich, im Interesse der Besitzer, nicht öffentlich wird. Aus mindestens zwei Gründen:
    1. Weniger Gewinn oder gar Verlust heißt weniger zu zahlende Steuern, also um drei Ecken letztlich doch wieder/ noch mehr Gewinn.
    2. Schlechtere Bilanzen sind am Verhandlungstisch, wie z.zt., die stärksten Argumente um seine Position zu rechtfertigen, diese zu optimieren und letztlich Profite noch weiter zu steigern.

    Die Gehälter der Spieler werden bei jedem Vertragsabschluss größtenteils öffentlich. Das sind Details, die jeder Fan wünscht, erwartet und versteht.
    Bei den Bilanzen ist das nicht der Fall, zumindest nicht in einem nachvollziehbaren Maß.

    Letztlich ist die NBA ein Multimilliarden-Business, und ich unterstelle den Eigentümern (nicht pauschla allen, doch sicher einigen, wenn nicht sogar den meisten), dass nicht Philantropie sondern Gewinnmaximierung, Kapitalanlage und Vermögenssicherung ihre Handlungsmotive sind.

    Sätze wie
    “Die NBA hat sich flächendeckend über Nordamerika ausgebreitet, und zwar nicht nach finanziellen Gesichtspunkten. Die Liga soll vielmehr in möglichst vielen Regionen der USA (und darüber hinaus) repräsentiert sein.” sind schlichtweg nicht konsequent zu Ende gedacht. Warum möchte man seine Kühe möglichst gleichmäßig auf der Weide verteilt sehen? Vielleicht, um möglichst viel Gras im gleichen Zeitraum zu weiden und punktuelle “Überweidung” zu verhindern, was eine existenzielle Zustandsänderung einzelner, v.A. der schwächsten Kühe zur Folge hätte?
    All das sind natürlich völlig abwägige Gedanken….

    Come on, open your eyes!

    Unterm strich und kurzum bleibt in einfacher Sprache folgende Frage:

    Ist den Bilanzen der Clubs wirklich zu trauen oder ist es einfach nur eine Täuschung um noch mehr Geld zu kassieren?

    Falls letzteres dre Fall ist und der Spielergewerkschaft diese Information (wenn auch nur als Indizien) vorläge, ist eine harte Position ihrerseits mehr als nachvollziehbar und gerechtfertigt. Letztlich ginge es dann einfach um einen fairen Anteil vom Kuchen, bei dem 57% bei weitem nicht zu viel verlangt sind.

    Auch die NBA ist den Prozessen einer m.o.w. freien marktwirtschaft ausgesetzt und da ist ergibt es sich aus verschiedensten und komplexen Gründen von Zeit zu Zeit, das ein Unternehmen pleite geht oder den Standort wechseln muss um wettberwerbsfähig zu bleiben. Die in Rahmenverträgen abgemachte Gewinnverteilung zwischen Spielern und Besitzern ist dabei einer von vielen und wenig bedeutenden Faktoren. So lange Basketball in eine kapitalistischen Umfeld Platz nimmt, gibt es auch abseits des eigentliche Spiels Gewinner und Verlierer – ob man/ihr will/wollt oder nicht.

    Ich behaupte nicht, dass meine Ausführungen vollständig sind und der Realität entsprechen. Nur sind sie im Rahmen der uns als Aussenstehenden, zu Verfügung stehenden Informationen eine weitere sehr plausibele Interpretationsvariante.

    Letzlich möchte ich damit auf die naiven Gedankengänge vieler Beobachter im Rahmen der Lock-Out-Verhandlungen hinweisen. Unsere Informationen sind alles andere als vollständig und vielleicht sogar unwahr. Damit ist ein Diskussion um Spielergehälter, Salary Caps, BRI etc. in dieser beobachtbaren präzision gar nicht möglich und ziemlich überflüssig.

    Es gibt da so ein Sprichwort in dem vom Wald und Bäumen die Rede ist …..

    Es gibt soviele interessante, “sportliche” Themen rund um unseren Lieblingsport. Wie wär’s, das Warten auf die Besten des Sports, mit Sport – aktiv und passiv – zu verbringen, anstatt mit Politik und zugehörigem Theater?

    Cheers!

  9. Hallo Tiny,

    Danke für deinen ausführlichen Beitrag.

    Bei allen Beiträgen zum Thema Lockout wird immer wieder darauf hingewiesen, dass wir nicht wissen, wie hoch die tatsächlichen Schulden der Franchises sind. In diesem Beitrag wird bspw. von “kolportierten Schulden” gesprochen. Das ist das, was den Fans, den Spielern, den Medien herangetragen wird. Ob diese Zahl stimmt, bezweifeln wir alle genau so wie du.

    Tiny schrieb:
    Letztlich ist die NBA ein Multimilliarden-Business, und ich unterstelle den Eigentümern (nicht pauschla allen, doch sicher einigen, wenn nicht sogar den meisten), dass nicht Philantropie sondern Gewinnmaximierung, Kapitalanlage und Vermögenssicherung ihre Handlungsmotive sind.

    Nichts anderes behaupten wir doch auch, wenn wir von “Wirtschaftlichkeit”, “gesundes Fundament” oder anderen Termini sprechen. Die NBA ist ein Wirtschaftsunternehmen, keine Caritas-Stelle für talentierte Basketballer. Das ist alles soweit klar. Damit stimmen wir mit deinen Ausführungen zu 100% überein.

    Tiny schrieb:
    Letzlich möchte ich damit auf die naiven Gedankengänge vieler Beobachter im Rahmen der Lock-Out-Verhandlungen hinweisen. Unsere Informationen sind alles andere als vollständig und vielleicht sogar unwahr. Damit ist ein Diskussion um Spielergehälter, Salary Caps, BRI etc. in dieser beobachtbaren präzision gar nicht möglich und ziemlich überflüssig.

    Es gibt soviele interessante, “sportliche” Themen rund um unseren Lieblingsport. Wie wär’s, das Warten auf die Besten des Sports, mit Sport – aktiv und passiv – zu verbringen, anstatt mit Politik und zugehörigem Theater?

    Diese Tarifverhandlungen sind nun mal das Fundament unseres geliebten Sports. Das mag Politik oder Theater sein, aber ohne Kenntnis des CBA und seiner Einzelheiten kann man sich mit dem System “NBA” gar nicht vollständig auseinandersetzen, wenn man über bloße Spielberichte hinaus berichten bzw. analysieren will.
    Go-to-Guys steht in erster Linie ja nicht dafür, eine aufbereitende Plattform zu allen News zu sein, sondern die NBA als Ganzes zu beobachten. Das können natürlich Detail-Analysen sein, wie man Dirk in den Playoffs verteidigen könnte, aber eben auch größere Zusammenhänge oder Trade-Analysen. Ohne dieses “Theater” um Collective Bargaining Agreement, MLE oder Bird-Exceptions versteht man das Gesamtbild der NBA nunmal nur unzureichend. Und auch wenn man als Basketballromantiker dann lieber den “Sport” sehen möchte – diese Themen gehören genau so zur NBA wie die Meisterschaft der Mavericks.

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