Dallas Mavericks, Gedanken, Miami Heat

NBA-Finals: Gedanken zu Spiel 6

Finally, we have a champ. Die Dallas Mavericks, Dirk Nowitzki und somit Basketballdeutschland sind auf dem Basketball-Olymp angelangt. Im sechsten Spiel der diesjährigen Auflage der NBA-Finals konnten die Dallas Mavericks die Miami Heat 105-95 besiegen. Jason Kidd, Dirk Nowitzki und Peja Stojakovic machten sich damit unsterblich. Jason Terry, DeShawn Stevenson, Juan José Barea und Tyson Chandler wahrscheinlich ebenso. Dabei gewinnt Dallas enorm komfortabel und zeigt sich als über die Finalsserie gesehen besseres Mannschaft. Kommentiert von Jan Karon:

• Die Brisanz vor dem Spiel war extrem hoch: Nach Spiel 5 wurde ein Video publik, in dem sich LeBron James und Dwyane Wade über Dirk Nowitzki und dessen Krankheit lustig machten. James’ Auftreten in der gesamten Serie war extrem enttäuschend. Seine bisherige Bilanz von 2-5 in Elimination Games erschien schlecht, wies aber auch Durchschnittswerte von 31 PpG, 10 RpG und 7.5 ApG auf. Dabei glich das Spiel einem Spagatversuch auf Messers Schneide: Für Wade und James bei den Heat steht denr Versagerstempel auf dem Spiel, bei Nowitzki die Gefahr, im Falle eines siebten Spiels erneut so knapp davor zu scheitern, und entgültig die letzte Chance für einen Titelgewinn nicht genutzt zu haben. Shawn Marion äußerte sich bezüglich des weiteren Verlaufs der Finalsserie, er habe nach Miami nur zwei Paar Socken mitgenommen – und er habe nicht vor, länger als ein Spiel zu bleiben. Hier war Feuer drin.

• Die Heat mit einem entscheidenden Adjustment, das schon länger überfällig war: Bibby flog aus der Rotation, Chalmers startete und House übernahm die Aufgabe des Back-Up Point Guards, wobei stets LeBron, Chalmers oder Wade den Spielaufbau übernahmen, als House mit auf dem Feld stand. Warum diese Veränderung überfällig war? Chalmers und House lieferten heute sechs Punkte mehr als Bibby in der ganzen Serie. Jener konnte nicht überzeugen und wurde auf Dauer zu einem Non-Factor im Schatten von Mario Chalmers. Wade hingegen war das erste Mal derjenige, der den Heat-Huddle lenkte, nachdem dies in der vorigen Spielen James’ Aufgabe war. Die Heat hatten sich was vorgenommen.

• Die erste Halbzeit glich absolut einer Sinuskurve. LeBron James begann wie vermutet aggressiv, traf seine ersten vier Würfe und konnte zu Anfang des Spiels wichtige Akzente setzen. Dallas wechselte im Anschluss auf Zonenverteidigung und startete einen 17-2 Run. Bemerkenswert: Nowitzki mit frühen Foulproblemen und ohne Shooting Touch in der ersten Halbzeit. Während des Runs saß er auf der Bank. Miami wurde von Jason Terry (19 Punkte in der ersten Halbzeit), Ian Mahinmi, Brian Cardinal und DeShawn Stevenson zerstört. 23 Bankpunkte und zwischenzeitlich eine Line-Up von Kidd – Terry – Stevenson – Cardinal – Mahinmi waren der Erfolg für Dallas, so absurd das auch erscheint. In der Zeit, in der Dallas die von Assistent Dwyane Casey installierte Zonenverteidigung spielte, blieb Miami bei zwei Punkten in der Zone, vier Freiwürfen und sechs Ballverlusten.

• Im Anschluss ein 14-0-Run von Miami, angeführt von Wade, der Würfe kreierte, die Chalmers, Haslem und House verwerten konnten. Zum Ende dieses Runs kam es dabei zu Rudelbildung, nachdem DeShawn Stevenson und Udonis Haslem aneinandergerieten und Chandler sowie Chalmers auch mitinvolviert wurden. Drei technische Fouls und der reale Fingerzeig auf die Bedeutung dieses Spiels.

• Ein Grund, weshalb die Heat verloren haben, ist – so bitter das klingen mag – die Verwertung der Freiwürfe. Was so selbstverständlich und leicht klingt, war ein großes Problem. Die Freiwürfe, die Miami bekam und auch oft gut erspielte, wurden miserabel genutzt: 20-33 sind 13 Fehlwürfe von der Wohltätigkeitslinie. Dreizehn Punkte, die fehlen und 20% schlechter als beispielsweise die 21-26 von Spiel 5.

• Die Finalsserie ist gewissermaßen ein Versagen und Scheitern von LeBron James. Sein gesamtes Spiel und das seines Teams war heute auch schlichtweg weit weg von Meisterlichkeit. Es ist im Endeffekt auch der Sieg von Teambasketball und Roundscoring über die individuelle Klasse und die Leistungsfähigkeit der drei Zugpferde. Unsportliches Verhalten, Underperformance, Versagen in der Crunchtime, eine ersichtliche mentale Dauerblockade. Man weiß nicht, ob man ihn kritisieren, bemitleiden, auslachen oder an ihm verzweifeln soll. Die Leidensliste des Königs liest sich jedoch lang. Die Serie hat wahrhaftig gezeigt, dass es James auf das höchste Treppchen, das von Pippen ins Gespräch gebracht wurde (Hassan Mohamed kommentierte), entfernt bleibt. Und das auf Dauer. Der Verbund zu einer Superallianz mit Wade und Bosh, eine handvoll Tralala um die persönlichen Fehden der drei Superfreunde im Kontrast zu den nackten Zahlen der 4th quarter-Leistungen von James. Dann der Vergleich zu Nowitzki. Zu Wade. Man wird sich lange fragen warum, aber diese Finals waren alles, nur nicht die Endspiele von LeBron James. Weshalb er dabei so psychisch gefesselt wirkte, ist dabei die Frage, die sich die Fans lange stellen werden.

• Interessant die Sequenz, als Dallas und Miami small gingen – und mit James/Haslem beziehungsweise Marion/Nowitzki im Frontcourt spielten. Dallas kam damit offenkundig besser zurecht. Die Bank, namentlich Jason Terry, machte aus 15 Würfen 31 Punkte zur Halbzeit. Brian Cardinal war +16 in Elimination Games (What the fuck…?) und Bareas Penetrationen stellten Chalmers und das Defensivsystem der Mavs vor Schwierigkeiten. Das Konzept für Dallas Offensiverfolg ist nicht schwer: viel Spacing, Uneigensinnigkeit, Kreieren von Nowitzki und Terry und nötiges Ballsharing bei den vielen möglichen Offensivwaffen, die die Mavericks im Roster haben.

• Ein für Basketball-Deutschland wichtiger Sieg. In letzter Zeit vermehrten sich die öffentlichen Berichte bis hin zu Zeit, Spiegel oder ZDF. So sehr die Berichterstattung der Finals in Deutschland mit entscheidender Beteiligung eines wirklich großen deutschen Sportlers anprangerswert ist, so sehr war es heute schön, dass mit Sport1+, NBA International League Pass, Sport1 online und zattoo vier wirklich passable Übertragungen möglich gemacht wurden. Dazu morgen Feiertag und in zahlreichen Städten Public Viewing, sodass am heutigen Montagmorgen wohl so viele Basketballfans in Deutschland versammelt waren, wie bisher noch nie in der deutscher Geschichte..

Dirk Nowitzki mit dem natürlich verdienten MVP-Award. Trotz der starken Performances von Terry und Marion war Dirk der unangefochtene Leader, der mehr als eain Mal über sich hinauswuchs und sich mit dem Gewinn dieses Titels absolut unsterblich macht. Interessant auch seine Reaktion unmittelbar nach Spielende: Er flüchtet erstmal in die Kabine und will den lang ersehnten Moment alleine genießen. Danach ist er sichtlich sentimental uned glücklich. Kaum ein Sportler hat es so sehr verdient wie Dirk Nowitzki, der zwar heute nicht seinen besten Tag hatte, aber die komplette Postseason über betrachtet, ein grandioses Saisonfinish spielte.

• Allgemein sind die Mavs ein Team, in dem man vielen Spielern den Titel gönnt: Tyson Chandler, Peja Stojakovic, Jason Kidd (!), selbst Mahinmi, Barea und Cardinal sei es nicht vergönnt. Ein unfassbarer Akt eines wirklichen Kollektivs, das vor dem Beginn der Playoffs kaum einer für den Titelgewinn auf dem Zettel hatte. Und es bestätigte sich wieder: Ein Teameffort und Support für Nowitzki sind Dallas Erfolgsgarantie.

Jetzt feiern wir also, Nowitzki hat seinen Karrierenmeilenstein, James wird mehr denn je kritisch beäugt werden und stark zurückkommen müssen, Spoelstra wird wieder mit Kritik konfrontiert werden und die Mavs haben es geschafft, die wahrscheinlich letzte Chance auf den Titel zu nutzen. Denn – und da leg’ ich mich bereits jetzt schon fest – man wird es nicht schaffen, nochmals einen solchen Run durch die Playoffs hinzulegen. Das war geschriebene Geschichte und eine Cinderella-Story, würde als Drehbuchvorlage für einen Film taugen. Jetzt ist Sommerloch. Basketball-Deutschland hat nach den Sternen gegriffen. Wir versöhnen uns mit diesem in letzter Zeit so verfluchten Schlafrhythmus und gratulieren den gesamten Dallas Mavericks und ihren Anhängern zum Gewinn der NBA-Meisterschaft. Wir ziehen den Hut.

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10 comments

  1. Geiler Artikel. Immer wieder schön zu lesen, was ihr hier schreibt!
    Mann, das war vielleicht ein geiles Spiel. Bin schon jetzt auf die adjustments der Heat gespannt. Werden sie Chris Bosh tauschen, um sich dei den Pointguards und den Centern zu verstärken? Bin gespannt was die Off-Season bringen wird.

  2. Hassan Mohamed

    Einen Dank an Jan für seine Gedanken zu jedem Spiel dieser Finals und ein Sonderlob, diese allmorgendlich direkt nach dem Schlusspfiff zu verfassen.

    @Juicy-Fruit

    Ohne die neue Collective Bargaining Agreement zu kennen, sind Spekulationen bezüglich der Zukunft wirklich schwierig. Allein die Unklarheit bezüglich der Mid-Level-Exception (gibt es sie 2011/12 noch?) verhindert gewissermaßen die Planung; von anderen Szenarien (Einführung eines Hard-Caps) ganz zu schweigen.

  3. Hassan Mohamed schrieb:
    Ohne die neue Collective Bargaining Agreement zu kennen, sind Spekulationen bezüglich der Zukunft wirklich schwierig. Allein die Unklarheit bezüglich der Mid-Level-Exception (gibt es sie 2011/12 noch?) verhindert gewissermaßen die Planung; von anderen Szenarien (Einführung eines Hard-Caps) ganz zu schweigen.

    Einen Schuss ins Blaue kann man trotzdem wagen, weil eigentlich klar ist, dass die Heat Gehaltsspielraum haben werden. Das gründet sich darauf, dass man in dieser Saison unter dem Salary Cap bleiben musste. Gibt es einen Hardcap, werden die Gehälter wohl auch reduziert (oder der Hardcap endet erst bei 70 Millionen), damit Teams wie die Mavericks oder Lakers überhaupt den Hard Cap mittragen können (Spieler-Cuts wird es eher nicht geben). Gibt es einen Soft-Cap, wird es weiterhin Exceptions geben. Weitere Modelle hatte ich in diesem Artikel ja vorgestellt.
    Ich wüsste momentan kein Szenario, wo die Heat nicht so viel Spielraum hätten, um sich einen potenteren Center zu holen (ich werfe mal Samuel Dalembert in die Runde) und zudem einen Backup für Mario Chalmers zu finden, der zudem für kleines Geld zu haben sein dürfte. Als Namen würden mir da Rasual Butler, Sasha Vujacic oder Maurice Evans einfallen. Die Playoff-Rotation um James, Wade, Bosh, Haslem, Miller, Chalmers und Anthony bleibt bestehen. Sollte man Dalembert bekommen, nimmt dieser einen Großteil der Anthony-Minuten bei sich auf, Bibby wird durch einen obig genannten Shooter ersetzt.

  4. Hassan Mohamed

    Dennis Spillmann schrieb: Einen Schuss ins Blaue kann man trotzdem wagen, weil eigentlich klar ist, dass die Heat Gehaltsspielraum haben werden. Das gründet sich darauf, dass man in dieser Saison unter dem Salary Cap bleiben musste.

    Aber allein durch die prozentuale Gehaltssteigerung müssen die Heat für LeBron James, Chris Bosh, Dwyane Wade, Mike Miller, Udonis Haslem, Joel Anthony und James Jones’ Buyout knapp 5,6 Millionen Dollar mehr zahlen. Dazu kommt der Status als Free Agent von Mario Chalmers.

    Dennis Spillmann schrieb:

    Gibt es einen Soft-Cap, wird es weiterhin Exceptions geben.

    […]

    Ich wüsste momentan kein Szenario, wo die Heat nicht so viel Spielraum hätten, um sich einen potenteren Center zu holen

    […]

    Eine Exception wie die MLE ist aber kein zwingender Bestandteil. Es könnte eventuell im Interesse der Verhandlungsparteien sein, durch die Abkehr von der MLE die Möglichkeiten der Weiterverpflichtung zu stärken. Eine mögliche Folge wäre, dass es zu einer ansteigenden Zahl von Trades käme. Ohne MLE müsste Miami eventuell Udonis Haslem abgeben, um Samuel Dalembert zu bekommen.

    Ohne CBA wird dieses Thema noch viel spekulativer als es sonst bereits ist. Aber Spaß kann es natürlich trotzdem machen. 😉

  5. Hassan Mohamed schrieb: Aber allein durch die prozentuale Gehaltssteigerung müssen die Heat für LeBron James, Chris Bosh, Dwyane Wade, Mike Miller, Udonis Haslem, Joel Anthony und James Jones’ Buyoutknapp 5,6 Millionen Dollar mehr zahlen. Dazu kommt der Status als Free Agent von Mario Chalmers.

    Richtig. Mir war nicht bewusst, dass der Anstieg der Gehälter so extraorbitant ist, wenn man zudem sieht, was die Heat da für zusätzliche Verträge herausgegeben haben (zusätzliche Player Options für Z, Jones und House), könnte es bei einem Hardcap (ohne Gehaltsreduzierung und bei 70 Millionen) wirklich nicht reichen.

    Hassan Mohamed schrieb: Eine Exception wie die MLE ist aber kein zwingender Bestandteil. Es könnte eventuell im Interesse der Verhandlungsparteien sein, durch die Abkehr von der MLE die Möglichkeiten der Weiterverpflichtung zu stärken. Eine mögliche Folge wäre, dass es zu einer ansteigenden Zahl von Trades käme. Ohne MLE müsste Miami eventuell Udonis Haslem abgeben, um Samuel Dalembert zu bekommen.

    Was ist denn ein Soft Cap ohne Exceptions? De facto doch nur ein Hardcap, den man geringfügig überschreiten könnte, wenn es Progression in den Verträgen gäbe.

    Ich denke nicht, dass die Liga bestrebt ist, dafür zu sorgen, dass es vermehrt zu Trades kommt, weil gerade Identifikation mit der Franchise ein Anliegen sein wird, um Geld zu generieren. Aber wir schweifen wirklich schon ein Stück zu weit ab.

  6. Hassan Mohamed

    Nur noch kurz…

    Dennis Spillmann schrieb:
    Was ist denn ein Soft Cap ohne Exceptions? De facto doch nur ein Hardcap, den man geringfügig überschreiten könnte, wenn es Progression in den Verträgen gäbe.

    Ich denke nicht, dass die Liga bestrebt ist, dafür zu sorgen, dass es vermehrt zu Trades kommt, weil gerade Identifikation mit der Franchise ein Anliegen sein wird, um Geld zu generieren. Aber wir schweifen wirklich schon ein Stück zu weit ab.

    Die Abkehr von der MLE würde ja nicht zwingend einen vollständigen Abschied von den Exceptions bedeuten, bspw. die bedeutende Larry Bird Exception (bzw. Early Bird Exception) könnte und würde bestehen bleiben.

    Die Identifikation, die Du ansprichst, könnte dadurch auch gefördert werden. Wenn gegnerische Mannschaften keine MLE zur Verfügung, bleiben die soliden Spieler ja eher bei ihren Mannschaften, da diese ein besseres Gehalt (via Bird-Rechte) bieten könnten. Auch würde die Liga ausgeglichener werden, da die Top-Teams sich nicht jedes Jahr die besten Rollenspieler schnappen könnten (bzw. sie müssten sich diese für Gegenwert ertraden).

  7. Smido83

    Zuerstmal ein großes danke an Jan Karon. Deine Beiträge waren ein ums andere mal sehr gelungen. Es hat jede Menge Spass gemacht sie während dieser Finals zu lesen!

    Denn – und da leg ich mich bereits jetzt schon fest – man wird es nicht schaffen, nochmals einen solchen Run durch die Playoffs hinzulegen.

    Und genau das sehe ich nicht so! Viele scheinen zu vergessen, dass dies eine Playoff Serie ohne Buttler und Beaubois war! Ums mal von der Wichtigkeit her zu vergleichen: Was wären die Heat in diesen Playoffs ohne Bosh und Chalmers?

    Buttler ist im Normalfall eine der wichtigsten Stützen im Team der Mavs. Starker Defender, welcher auch offensiv einen großen Impact haben kann! In Rotation mit Marion eine riesen Waffe. Er ist 31, also normalerweise gerade am Maximum seiner Leistungsfähigkeit (gepaart mit Erfahrung)! Mit ihm wird das Flügelspiel offensiv variabler, denn im Gegensatz zu Marion ist er auch ein ordentlicher Jumpshooter bis raus zur 3er Linie! Auch die Defence würde mit ihm noch weiter verstärkt werden! Mit ihm sollte und wird Cuban wohl verlängern, so hoffe ich. Denn ich wüsste nicht wen er als Ersatz holen sollte! Und Marion alleine… das sehe ich eigentlich nicht als Möglichkeit an!

    Beaubois ist zwar noch sehr “ungeschliffen” in seinem Spiel, aber wenn er die nächste Season (ich bin da einfach mal Optimist) komplett gesund durchspielen kann, dann wäre er für mich sogar der legitime Starter auf der SG position! Wer weiß, mit ein bißchen Training vieleicht sogar ein Nachvolger von Kidd? Woran er jedoch AUF JEDEM FALL noch arbeiten muss, ist sein Übereifer! Ob offensiv oder defensiv, zu oft will er noch zu viel. Nimmt Würfe ohne den besser postierten Mitspieler zu sehen, ist zu agressiv und ungestüm in der Defence, noch zu viele Fouls und Turnover! Aber, wenn er ein Jahr in diesem Team, vor allem unter Carlisle, wirklich eingebunden werden kann und an seinen Schwächen Arbeitet, ist er für mich eine riesen Waffe!

    Insgesamt dürfe wohl am wichtigsten sein, ob man Chandler/Barea/Butler alle halten kann! Wenn ja, dann sehe ich leider keinerlei Raum mehr für Haywood im Team! 90 Mio kostet diese Mannschaft, Und ohne die 3 obengenannten liegt das Gehalt im nächsten Jahr schon bei 61 Mio!

    Also muss wohl einer der teuren Bankspieler weichen! Haywood (7,6 Mio nächstes Jahr und steigend) wäre da wohl die logischste Entscheidung! Ein Top Backup-Center, welcher in vielen Teams aber starten könnte! Braucht man 2 potenzielle Starter für eine Position? So wichtig er diese Saison (vor allen in den Playoffs) auch war! Bis 2016 auf der Bank mit Chandler vor sich? Will er bestimmt auch nicht! Braucht Miami vieleicht nen guten Center? 😉

    Center: Chandler/Mahinmi/Trade für Heywood (am besten C/F)
    Forward: Nowitzki/Butler/Marion/Brewer/Draft-pick
    Guard: Kidd, Barea, Terry, Beaubois, Jones

    Mit einem solchen Team, vieleicht noch ein zwei billige Rollenspieler, wüsste ich nicht, weshalb die Mavs nicht wieder zu den Topteams zählen sollte! Möglicherweise auch wieder mehr! Die Spurs und Lakers werden auch nicht jünger! OKC jedoch sehe ich nächste Saison als einziges Team, welches sich signifikant verbessern könnte! Ok… Portland oder die Grizzlies vieleicht auch noch! Doch auch gegen diese Teams hat Dallas in Bestbesetzung gute Chancen!

  8. qwertz

    @Smido: Tyson Chandler und JJ Barea werden diesen Sommer Free Agents. Je nach dem wie das CBA ausfällt kann es sein, dass Chandler nicht weiter verpflichtet werden kann (Boston und Miami sollen sehr interessiert sein und auch OKC könnte ich mir vorstellen, da Perk alles andere als topfit war). und auch Barea wird sich diesen Playoff run sicherlich vergolden lassen – evtl auch woanders! Dass der Kern der Mannschaft zusammen bleibt, ist zwar wahrscheinlich aber keines Falls sicher.

    und auf eins lege ich mich fest: ohne Chandler hat Dallas nächstes Jahr in den Playoffs nichts zu melden!

    Was man auch beachten sollte: Butler (und das sage ich, obwohl seit seinen Washington Zeiten einer seiner größten Fans bin und obwohl ich ihn nach spiel 3 (oder so) gefordert hab als LeBron Stopper) passt offensiv nicht wirklich ins system der Mavs. Er ist ein mehr als potenter Scorer, aber wirkte während der Regular Season eher wie ein Fremdkörper, der nicht genau wusste, wo und wie er spielen sollen – zu sehr ist seine offensive auf isolation auf dem Flügel ausgelegt!

    Es ist zwar eine riskante These, aber ich halte es für möglich, dass die Mavs MIT Butler über die gesamten Playoffs nicht Champ geworden wären.

    Alles in allem: Die Mavs sind nächste Saison zwar amtierender Champ, aber nicht Hauptfavorit auf den Titel. Miami, Chicago und Boston (je nach Freee agency) im Osten und die lakers und OKC im Westen räume ich mindestens ebenbürtige Chancen ein!

  9. Eastwood

    @qwertz
    Reine Spekulationen. Sowohl, die Vertragsverlängerungen als auch der Ausblick in die Saison 11/12. Hätte, wenn und aber, was wäre wenn… Alles Bullshit.
    Kann keiner von uns wissen ob die Mavs ohne Chandler keine Chance haben. Dieses Jahr hatten sie laut allen Experten auch keine Chance.

    Dass Butler ein Fremdkörper im Spiel der Mavs sein soll, kann ich auch nicht erkennen. Er hat mir die ganze Saison über sehr gut gefallen. Soweit ich mir erinnern kann hatten die Mavs die richtig geilen runs während der Saison mit Butler. Bin absolut überzeugt davon, dass er Gold wert ist für das Dallas Team. In der Defense steht er Marion in nichts nach und kann wie bereits von dir erwähnt sehr ordentlich scoren. Kann mir im übrigen ne Aufstellung (Dirk, Marion, Butler, Terry und Kidd) gegen Teams ohne echten Center, wie z.B. Miami über einige Minuten sehr gut vorstellen.
    Klar ist jedoch, dass man mit allen Mitteln versuchen sollte Chandler zu halten. Denn er macht sehr oft den Unterschied aus. Sollte es aber wirklich ne Gehaltsobergrenze geben, wird das sehr schwer zu realisieren sein. Haywoods Vertag ist da echt ein Dorn im Auge. Versteh bis heute nicht, wie Cuban ihm soviel Geld hat anbieten können. Naja.
    Mal gleich noch ne Frage an die Go-to-guys Jungs. Kann man einschätzen wie die Gehälter für Butler, Chandler und Barea aussehen könnten? Denk mal Butler wird mit seinen 30 Jahren nicht mehr den großen Vertag abgreifen können, heisst, er wird keine 10 Mille im Jahr mehr Verdienen. Aber wie sieht es bei Chandler aus? Ist er tatsächlich 12 Millionen im Jahr wert? Gute Center sind in der Liga zwar an einer Hand abzuzählen, aber 12 Millionen für Chandler? Bei Barea muss wohl deutlich aufgestockt werden. Achja, Stevenson mit seinen 4,2 Mille ist ja auch ohne Vertrag für die nächste Saison.

  10. Florian

    Erst einmal bin ich mir sicher, dass Cuban weiterhin so viel Geld investiert wird, wie es die Regeln (wie diese auch immer sein werden) zulassen. Zudem wird es sehr wichtig sein Chandler, Butler und Barea für eienn weiteren Meisterschaftslauf zu halten. Wenn die Regeln sich nicht deutlich ändern sollten, ist es möglich zu den 61 Mio $, die die Mavs für die nächste Saison schon Spieler unter Vertrag haben, Chandler (10 Mio $, 10% Steigergung, 5 Jahre), Butler (7,5 Mio $, 3 Jahre), Barea (6 Mio $, 3 Jahre) und Cardinal (1,5 Mio $, 1 Jahr) zu verpflichten. Dann liegt man bei ~86 Mio $. An den hard cap kann man rangehen, da anschließend die Verträge mit Kidd (8,5 Mio $) und Terry (11,5 Mio $) auslaufen, welche wohl nur noch für <3 Mio $ oder Karriereende bzw. ~7 Mio $ im Sommer 2012 verlängert werden müssten.
    Trotz dieser Verlängerungen ist Dallas dann immer noch in der Lage mit Stevenson, Stojakovic und/oder andere Rollenspieler Verträge abzuschließen.

    Haywood wegzugeben ist wirklich eine Möglichkeit, man müsste aber ein Team finden, welches Gehaltsspielraum hat. Denn ein Team, welches Haywood weiterbringt und einen Spieler traden kann, der auf einer anderen Position Dallas weiterbringt, wird schwer zu finden sein. Durch den miesen Vertrag von Haywood, müsste Dallas sehr wahrscheinlichg Picks und/oder Talent (Jones, evtl. sogar Roddy oder Barea, wenn man bei harten neuen Regeln nur so die Verträge mit Chandler und Butler verlängern kann) mitschicken.

    Einiges an Spekulation ließ sich bei diesem Post nicht vermeiden. 🙂

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