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Der Markt nach Melo: Wer geht als nächstes über die Theke?

Jedes Jahr zu dieser Zeit, spätestens nach den Spektakeln des All-Star Weekends, dreht sich in der besten Basketballliga der Welt eigentlich alles nur noch um eines: die Trading Deadline. Eigentlich … doch dieses Jahr wartete die gesamte NBA-Welt auf den einen, ersten Dominostein, der erst fallen musste, bevor der rege Austausch von Talenten, Picks, Veteranen und Spielern, bei denen der Vertrag im Vordergrund steht, endlich beginnen konnte.

Carmelo Anthony wurde gestern gegen Wilson Chandler, Danilo Gallinari, Raymond Felton, Timofey Mozgov und einen First Round Pick zu den New York Knicks getradet. Neben Anthony erhalten die Knicks Chauncey Billups, Anthony Carter, Shelden Williams und einen ehemaligen Publikumsliebling der Knicks, Renaldo Balkman (Go-to-Guys berichtete).

Nachbeben in Denver?

Bereits wenige Stunden nachdem der Trade an die Öffentlichkeit drang, wurden erneut Gerüchte um einige der gerade erst nach Denver getradeten Spieler laut. Danilo Gallinari wird mit den Nets, Clippers, Cavaliers und Raptors in Verbindung gebracht, die alle händeringend nach einem Upgrade auf der Position des Small Forwards suchen. Letztere sind abgesehen davon für ihr Faible für Europäer bekannt und haben bereits Gallinaris Landsmann Andrea Bargnani im Kader. Warum die Los Angeles Clippers den ungeschützen First Pick 2012 der Minnesota Timberwolves für Gallinari geboten haben sollen, ist noch nicht ersichtlich. Der Preis für Gallinari könnte zu hoch sein, wenn die Wolves weiterhin verlieren. Die Nets sind zudem angeblich am russischen Center Timofey Mozgov sowie an Raymond Felton interessiert. Es gilt jedoch als unwahrscheinlich, dass die Nuggets einen der Ex-Knicks zu den Nets schicken werden. Ein Weiterverschicken scheint aber grundsätzlich nicht unwahrscheinlich, da die Nuggets sich nach Anthonys Abgang nun zwangsweise im Rebuild befinden, jedoch keiner der erhaltenen Spieler als Toptalent angesehen werden kann und bei Gelegenheit für alternatives Talent abgegeben werden könnte. Vor allem Mozgov wird eigentlich nicht benötigt, da Chris Andersen noch mehrere Jahre an die Nuggets gebunden ist und man momentan mit Starting Center Nenê über eine Vertragsverlängerung verhandelt. Fraglich ist nur, ob dieser überhaupt Teil des bevorstehenden Neuaufbaus sein möchte. JR Smith steht in Denver schon länger auf der Liste der Entbehrlichen und wird ebenfalls im Sommer Free Agent. Falls die Manager in der Mile High City also nicht mehr langfristig mit dem Troublemaker planen, wird er höchstbietend verscherbelt werden.

Plan B für Devin Harris

Photo: NBANets (Lizenz)

Angesprochenes Gerücht, welches Felton und Mozgov zurück an den Hudson bringen würde, enthält auch den aktuellen Aufbauspieler der Nets, Devin Harris, der durch Felton ersetzt werden würde. Harris‘ Name tauchte in den vergangenen Wochen immer wieder im Zusammenhang mit New Jerseys Offerte für Carmelo Anthony auf. Nun steht ein anderer Trade im Raum, bei dem Harris allerdings bei einem dritten Team, namentlich den Dallas Mavericks, landen soll. Die Mavs, ihres Zeichens zur Trading Deadline immer aktiv, würden sich somit einen alten Bekannten ins Boot holen und sich eingestehen, vor drei Jahren einen Fehler begangen zu haben, als man Harris (unter anderem) gegen Jason Kidd tauschte. Interessant wäre bei einem solchen Szenario, was die Mavericks nach New Jersey schicken würden. Damit die Gehälter passen, müsste auf jeden Fall Caron Butler (Go-to-Guys berichtete) in einen Trade involviert werden. Rodrigue Beaubois genießt in Dallas hohes Ansehen und würde wohl nur als Teil eines Pakets für einen Star oder zumindest für ein echtes Teamneed, was Harris nicht ist, abgegeben werden. Als Dreingabe könnten Draftpicks und/oder die einzigen verbleibenden jüngeren Spieler Dominique Jones und Ian Mahinmi, oder der dann überflüssige José Juan Barea dienen.

Quo vadis, Charlotte Bobcats?

Photo: Kenyaboy7 (Lizenz)

Andere Spieler, die ebenfalls  immer wieder mit den Mavericks in Verbindung gebracht werden, sind die beiden Flügelspieler der Charlotte Bobcats: Gerald Wallace und Stephen Jackson. Während es sich als schwieriger gestalten dürfte, den balldominanten und schwierigen Charakter Jackson loszuwerden, ist ein Spielertyp wie Wallace in der Liga sehr gefragt. Defense, Rebounds, harte Arbeit auf dem Feld und trotz weniger Ansprüche in der Offense immer für 20 Punkte gut, kann Wallace so gut wie jedem Team helfen. Am dienstältesten Bobcat sind angeblich zumindest die Portland Trailblazers sowie die Houston Rockets interessiert. Bei beiden Teams stellt sich allerdings die Frage, welche Small Forwards in der Folge aus diesen Teams weichen müssten, denn beide sind auf dieser Position momentan bereits tief besetzt. Weitere Kandidaten für einen Abgang aus Charlotte sind Boris Diaw, an dem schon im Sommer die Raptors sehr interessiert waren (Stichwort Faible für Europäer…) und Derrick Brown. Der Sophomore sieht unter dem neuen Headcoach der Cats, Paul Silas, kaum noch Spielzeit, bringt mit Athletik und Defense aber Qualitäten ein, die einige Teams interessieren könnten. Auch Kwame Brown könnte es zu einem Team in Not unter den Körben verschlagen. Richtig gelesen, der ehemalige First Pick startet seit Larry Browns Entlassung und legt dabei in 26 Minuten pro Spiel rund 8 Punkte und 8 Rebounds auf. Da er im Sommer Free Agent wird, könnte Charlotte  daran gelegen sein, jetzt noch etwas Brauchbares im Gegenzug zu erhalten. So gut wie alle diskutierten Deals der Bobcats stehen allerdings unter dem Vorzeichen des Neuaufbaus, falls Eigner Michael Jordan diesen einleiten möchte. Wollen die Bobcats in dieser Saison den Playoffeinzug der letzten Saison wiederholen, ist es unwahrscheinlich, dass wichtige Bestandteile der aktuellen Rotation abgegeben werden.

Schlussverkauf in Motown

Spieler ähnlichen Kalibers wie Jackson und Wallace bieten seit geraumer Zeit die Detroit Pistons überall in der Liga an. Mit Richard Hamilton und Tayshaun Prince sollen zwei weitere Teile der der letzten Überreste der Championship von 2004 verschifft werden. Während sich für Prince durchaus Interessenten finden lassen (Clippers, Mavs), ist Hamilton mittlerweile zum Ladenhüter verkommen. Der Grund hierfür ist sein Vertrag, durch welchen ihm noch über 20 Millionen Dollar an Gehalt zustehen. Im Falle eines Buyouts, der angesichts der hohen ausstehenden Summe sehr unwahrscheinlich erscheint, wären die Boston Celtics an einer Verpflichtung als Backup für Paul Pierce und Ray Allen interessiert. Für einen Trade gegen Hamilton fehlen den Celtics schlicht die Assets. Princes Vertrag soll laut Pistons-GM Joe Dumars verlängert werden, sollten sie zur Deadline keinen Abnehmer gefunden haben.

Cleveland weiter im Umbruch

Eine andere Option für die Rolle des Backups in Boston wäre Anthony Parker von den Cleveland Cavaliers. Im Sommer 2009 für einen Titelrun mit LeBron James von den Cavs unter Vertrag genommen, haben sie nun, bei bevorstehendem Rebuild, keine Verwendung mehr für den Veteranen mit dem sicheren Dreier und einem günstigen Vertrag ($2,9 Mio.). Neben den Celtics sind die Chicago Bulls auf der Suche nach einer Verbesserung gegenüber Keith Bogans als Starter auf der Zwei und ziehen Parker in Betracht. Ebenso steht es um Antawn Jamison, der mit 13 Millionen Dollar in dieser Saison (und 15 Millionen in der nächsten) allerdings ungleich mehr verdient als Parker und demnach schwerer loszuwerden ist. Nichtsdestotrotz sollen die Hornets interessiert sein, um ihrem dünnen Frontcourt etwas Tiefe zu verleihen. Auch zu haben war überaschenderweise vor seiner Verletzung Anderson Varejao, für den ein Trade nach Oklahoma City schon kurz vor dem Abschluss gewesen sein soll. Höchstwahrscheinlich wäre hier Jeff Green im Gegenzug zu den Cavs gestoßen, der bei den Thunder nie wirklich passte und nach dieser Saison Free Agent wird. Weitere Kandidaten für einen Trade aus der Misere der Cavaliers sind die beiden Point Guards, Mo Williams und Ramon Sessions. Ersterer ist korbgefährlicher und erfahrener, verdient aber auch doppelt so viel wie Kollege Sessions, welcher der bessere Playmaker ist. An Sessions sind Teams wie die Hawks, Knicks und Blazers interessiert, die Hilfe auf der Position des Backup-Aufbaus benötigen.

Portland mit Frischzellenkur?

Die Blazers sind aber nicht nur an einer punktuellen Verstärkung des Kaders interessiert, sondern könnten unter Umständen das gesamte Team umkrempeln. Nachdem mit Brandon Roy und Greg Oden nun die beiden Spieler, die als Stützen der Franchise gedacht waren, gegen die Sportinvalidität kämpfen, muss das neue Managment in Portland andere Wege gehen. Bis auf LaMarcus Aldridge und Wesley Matthews scheint niemand wirklich sicher vor einem Trade. Die Namen von Andre Miller, Joel Przybilla und Marcus Camby tauchen immer wieder in Gerüchten auf. Während Miller Gleichgültigkeit gegenüber einem Wechsel verlauten ließ, drohte Marcus Camby mit der Rente im Falle eines Trades. Przybilla ist ob seines auslaufenden Vertrages und seiner Fähigkeiten am defensiven Ende des Feldes begehrt. Auch Portland wurde mit Devin Harris in Verbindung gebracht, im Paket mit Troy Murphy für Andre Miller (beide auslaufend) und erwähntem Przybilla. Im Endeffekt verbliebe nach diesem Sommer lediglich Devin Harris in Portland, während New Jersey Capspace freischaufelt. Harris passt von der Spielanlage besser zu Brandon Roy, sollte dieser je wieder annähernd zu alter Form finden. Dante Cunningham wurde angeblich für Philadelphias Marreese Speights angeboten, was die Sixers wohl auf Grund ihrer Masse an Small Forwards und dem Mangel an Big Men ablehnten. Luke Babbitt, in der vergangenen Draft immerhin noch 16. Pick, erhielt bisher kaum Spielzeit. Möglicherweise hat ein anderes Team mehr für seine Talente übrig und bietet einen Trade an.

Noch immer kein Superstar für Brooklyn

Photo: NBANets (Lizenz)

Neben den bereits erwähnten Devin Harris und Troy Murphy sind auch viele andere Spieler im Kader der Nets nicht sicher vor einem unfreiwilligen Wechsel. Bisher wurde lediglich Brook Lopez stets als „untouchable“ bezeichnet. Doch nun, da mit Anthony der einzige echte Star vom Markt ist, dürfte auch Derrick Favors nicht mehr im Angebot stehen. Ansonsten stehen in New Jersey die Zeichen weiterhin auf Verbesserung der Ausgangslage für Brooklyn 2012, nun eben vorerst ohne Superstar. Nach Harris und Murphy liest man den Namen Anthony Morrows am öftesten in Gerüchten. Nebem dem Scharfschützen haben die Nets einige Draftpicks angesammelt, die sie in ein Paket für ein Upgrade des Kaders einarbeiten könnten.

Flicken im Gefieder des Falken

Da auch die Atlanta Hawks, wie bereits angesprochen, auf eine Verbesserung ihres Point Guard Spots aus sind, stellen sie eine weitere mögliche Destination für Harris dar. Möglicher Gegenwert wäre Sixth Man Jamal Crawford, dessen Vertrag ausläuft. Auf dem Tradeblock der Hawks steht außerdem der ehemalige Second Pick Marvin Williams, der den Erwartungen nie gerecht wurde. Ein Trade des Small Forwards dürfte sich schwierig gestalten, da ihm mit 25 Millionen Dollar nach dieser Saison noch eine Menge Gehalt über die kommenden drei Jahre zusteht. Neben einem Upgrade zu Mike Bibby ist Atlanta weiterhin auf der Suche nach einem echten Center, um Al Horford endlich wieder auf seiner angestammten Position des Power Forwards auflaufen lassen zu können. Mit Jeff Teague haben die Hawks ein nicht uninteressantes Asset, das verzichtbar wäre.

Bleibt Iguodala doch?

Nachdem zu Beginn der Saison bei keinem Tradegerücht der Name Andre Iguodala fehlen durfte, ist es mit dem zwischenzeitlichen Erfolg der Sixers ruhig um den Allrounder geworden. Zwar ist er mit 44 Millionen über die kommenden drei Saisons immernoch bezahlt wie ein Franchiseplayer, der er nicht ist und nie sein wird. Auch haben die Sixers mit ihm, Evan Turner und Thaddeus Young einen talentierten Spieler zu viel für zwei Positionen, doch scheinbar hat man es in Philly nun nicht mehr eilig, Iguodala loszuwerden. Da Young scheinbar eine heftige Vertragsverlängerung anstrebt, könnten die Sixers einen Trade anstreben. Währenddessen bietet man Bankspieler wie Marreese Speights und Jason Kapono in der Liga an. Bei letzterem wird mittlerweile gar von einem Buyout ausgegangen, sollte sich kein Abnehmer finden.

Houston hat Probleme

Ein weiterer wichtiger Akteur auf dem Trademarkt könnten die Houston Rockets werden. Erst waren sie an Carmelo Anthony interessiert, nun versuchen sie (bisher vergeblich) Nenê von den Nuggets loszueisen. Die Zeichen stehen also weiterhin auf win-now, obwohl durch Yao Mings erneute Verletzung ein Franchiseplayer fehlt und man momentan nur auf Platz 10 in der Western Conference steht. Da die Rockets auf dem Flügel sehr tief, auf Center aber sehr dünn besetzt sind, besteht Handlungsbedarf. Tradekandidaten sind Shane Battier, an dem Boston interessiert ist, aber auch hier fehlt den Celtics ein passender Gegenwert. Da Courtney Lee hinter dem gesetzten Kevin Martin eigentlich verschwendet ist, könnte es auch ihn treffen. Aaron Brooks spielt bisher eine ernüchternde Saison, wurde von Kyle Lowry verdrängt und machte unlängst Negativschlagzeilen, als er während des Spiel aus Wut über seine Auswechslung die Bank verließ und in die Umkleidekabine verschwand. Zudem wird er im Sommer Free Agent, was Houston zum Handeln bewegen könnte, angeblich sind die Nets ein Kandidat. Kurzzeitig gab es sogar Spekulationen über einen Trade von Yao Mings auslaufendem Vertrag. Auch, da ein Team, das für ihn tradet, ihn bei vollständiger Genesung weiterverpflichten könnte. Ein Team, welches mit diesem Szenario in Verbindung gebracht wurde, sind die Golden State Warriors, die dringend Hilfe auf der Fünf benötigen.

Großer Krieger gesucht

Zusätzlich scheinen die Warriors auch an Greg Oden interessiert, bei dem die Situation im Grunde dieselbe ist. Kandidaten für einen Tausch sind der verletzungsgeplagte, aber talentierte Brandan Wright sowie Dan Gadzuric und Vladimir Radmanovic, deren Verträge auslaufen. Der neue Besitzer der Warriors, Joe Lacob, brachte außerdem kurzzeitig eine Auflösung des kleinen und defensivschwachen Backcourts, bestehend aus Stephen Curry und Monta Ellis, ins Spiel. Wenig später wurden die darauffolgend geäußerten Bedenken Currys jedoch wieder durch Lacob zerstreut.

It’s hip to be a Clip

Auch die Los Angeles Clippers könnten Teams mit einem Problem auf der Fünf helfen, sogar kurzfristig: Chris Kaman könnte zu haben sein (Go-to-Guys berichtete). Da sich während Kamans Verletzungpause DeAndre Jordan zum soliden Starter (und Ike Diogu zum Backup) entwickelte und die Clippers auch ohne Kaman einige Spiele gewinnen konnten, stünde einem Trade eigentlich nichts im Wege. Andererseits ist Kamans Wert wohl tief wie nie, und die Clippers täten vielleicht gut daran, ihn erst die restliche Saison in Form kommen und spielen zu lassen, um ihn dann im Sommer bei gesteigertem Wert zu traden.
Das Phänomen des Youngsters, der den Veteranen entbehrlich macht, ist bei den Clippers auch auf anderen Positionen zu beobachten. Baron Davis‘ Übergewicht und schlechte Einstellung hat in den ersten Saisonmonaten, als Davis verletzt ausfiel, in L.A. keiner wirklich vermisst. Die Clippers hätten ihn und seinen dicken Vertrag mit Freuden abgegeben. Hinter ihm steht Eric Bledsoe bereit (auch wenn er spielerisch noch nicht „bereit“ im eigentlichen Sinne ist). Mittlerweile dürfte durch einige starke Spiele auch Davis‘ Tradewert wieder angestiegen sein. Ebenso werden Ryan Gomes und Rasual Butler nicht zwingend gebraucht, da mit Eric Gordon, Randy Foye und Al-Farouq Aminu jüngere, talentiertere Spieler im Kader stehen.

Flop Picks?

Die Memphis Grizzlies sind derweil offensichtlich unzufrieden mit der Entwicklung ihrer beiden letzten Top-Picks Hasheem Thabeet (2. Pick 2009) und OJ Mayo (3. Pick 2008), denn beide tauchen regelmäßig in der Gerüchteküche auf. Mayo scheint, nebem erwähntem Anthony Parker, ein Kandidat für den Shooting Guard Spot der Chicago Bulls zu sein. Thabeet darf schon jetzt als Bust bezeichnet werden, weshalb es fraglich ist, ob die Grizzlies überhaupt einen Abnehmer finden, der sich seiner noch einmal erbarmt. Die Thunder, die allgemein auf der Suche nach einem Center sind, sollen interessiert sein.

Zu viele große Könige?

Die Sacramento Kings verfügen über die interessanteren Big Men, von denen bis auf DeMarcus Cousins, trotz seiner Eskapaden,  jeder für den richtigen Preis zu haben sein dürfte. Samuel Dalembert ist ein erfahrener Verteidiger und Rebounder, dessen Vertrag nach dieser Saison ausläuft. Carl Landry und Jason Thompson sind Power Forwards, die jeweils zum Starter nebem Cousins taugen. Doch zwei sind langfristig einer zuviel und die Kings sind auf eine Verbesserung auf der Eins aus, wo derzeit noch Beno Udrih sein Unwesen treibt. Auch Omri Casspi tauchte in einem Gerücht auf, wobei ein Trade des jungen Small Forwards, der sehr gut zu Evans und Cousins passt, eher unwahrscheinlich erscheint. Die Orlando Magic könnten einen der Big Men der Kings sicher sehr gut gebrauchen, doch deren sicherster Tradekandidat, Quentin Richardson, ist für die Kings völlig uninteressant. Die Hornets zeigen Interesse and Carl Landry.

Steve stays

Kurz muss auch Steve Nash erwähnt werden, an welchem genannte Teams mit Problemen auf der Eins weiterhin großes Interesse haben und den Fans immer wieder gerne getradet sehen würden. Doch das wird nicht passieren, da Phoenix schlicht keine Absichten hat, Nash zu traden (Go-to-Guys berichtete). Falls die Suns noch etwas von Wert für den auslaufenden Vertrag von Vince Carter bekämen, würden sie kaum zögern, denn spielerisch bringt Carter dieser Tage herzlich wenig aufs Parkett. Beim richtigen Angebot wäre mittlerweile auch ein Trade Robin Lopez‘ denkbar. Dieser entwickelte sich bisher nicht wie erhofft, außerdem steht mit Marcin Gortat ein legitimer Starter bereit. Langfristig könnten beide zu viel für ein Team sein. Am liebsten würden die Suns jedoch Josh Childress loswerden. Da dieser aber erst im vergangenen Sommer einen Vertrag über fünf Jahre und 35 Millionen Dollar unterschrieben hat, müsste Phoenix bei einem Trade womöglich gar draufzahlen. So wird Childress wahrscheinlich in der Wüste verbleiben und abwarten, bis sich der Logjam auf dem Flügel durch die möglichen Abgänge Carters und Hills im Sommer von selbst löst.

Veteranen im Angebot

Letztlich haben die Indiana Pacers noch ein paar Veteranen mit auslaufenden Verträgen im Angebot: Mike Dunleavy, Jeff Foster und TJ Ford, den die Pacers seit mittlerweile über einem Jahr verzweifelt in der Liga anbieten. Dunleavy und Foster sind je ein solider Backup für Flügel und Center, mit denen Indiana hofft, entweder etwas Brauchbares für den Kampf um die Playoffs im Osten oder ein Talent für die Zukunft abzugreifen.

 

Neben all den Spielern und Picks verfügen einige Teams, wie zum Beispiel die Nuggets, Jazz, Cavs und Raptors (jeweils für Anthony, Boozer, James und Bosh), noch über Trade Exceptions (Go-to-Guys erklärte), die aus Deals des vergangenen Sommers resultieren. Diese können allerdings vernachlässigt werden, da sich der Wert dieser Exceptions momentan in Grenzen hält und viele ungenutzt verstreichen. Erstens lassen sich keine Spieler mit einer Exception kombinieren, zweitens sind sie umso weniger wert, desto mehr davon in der Liga im Umlauf sind und drittens gibt es schlicht und ergreifend kaum Teams, die derzeit Interesse an einem Tausch Spieler gegen Exception zeigen.

Abschließend muss hinzugefügt werden, dass es trotz aller undichter Stellen und den daraus resultierenden Gerüchten unmöglich ist, alle Kandidaten für Trades ausfindig zu machen oder gar Deals vorauszusagen. Es gibt Teams, bei denen im Moment wohl kein Spieler wirklich sicher vor einem Trade ist (z.B. Cleveland), und doch gibt es nicht zu jedem einzelnen Spieler Gerüchte, die auf einen Trade hinweisen. Go-to-Guys hat hiermit versucht, einen Überblick über die aktuelle Lage der Dinge zu geben. Bei Bekanntwerden eines Trades werden von uns möglichst zeitnah Analysen geliefert. Falls ihr, die Leser, weitere Kandidaten ausmachen konntet, dürft ihr uns das gerne via Kommentar wissen lassen. Wir würden uns freuen!

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5 comments

  1. Florian

    Was mich stark wundert ist, dass so viele Teams versuchen teure auslaufende Verträge loszuwerden bzw. das es überhaupt dazu kommen konnte, dass so viele Spieler aus heutiger Sicht so große Verträge haben, welche nicht deren derzeitige Leistung widerspiegelt. Das Angebot ist dermaßen höher als die Nachfrage, dass es nur logisch ist, dass die Teams keine Abnehmer finden.

    Hier noch eine Liste der Spieler. Wobei auch einige dabei sind, bei denen is verständlicherweise keine Tradegerüchte gibt, wie J.Richardson:

    J. Crawford (10,8 Mio $)
    N. Mohammed (6,8$)
    B. Diaw (9$)
    T. Prince (11$)
    M. Dunleave (10,5$)
    T. Ford (8,5$)
    J. Foster (6,7$)
    M. Redd (18,3$)
    T. Murphy (12$)
    J. Richardson (14$)
    J. Kapono (6,6$)
    C. Butler (10,5$)
    K. Martin (16,5$)
    D. Gadzuric (7,2$)
    V. Radmanovic (6,9$)
    J. Jeffries (6,9$)
    S. Battier (7,4$)
    E. Curry (11,2$)
    M. Peterson (6,7$)
    S. Dalembert (13,5$)
    A. Kirilenko (17,8$)

  2. spaulding

    Um RIchardson ranken sich allerdings sehr wohl Tradegerüchte – und zwar kommen diese aus Memphis die wohl Zach Randolph nach Orlando schicken würden und im Gegenzug Jason RIchardson und Brandon Bass erhalten würden.

    Und Landry ist bereits auf dem Weg nach New Orleans – Marcus Thornton dafür nach Sacramento 😉

  3. Florian

    Sry, hatte dieses Gerücht erst kurz nach dem Verfassen meines Kommentares gelesen. Damit konnte auch nicht wirklich gerechnet werden 8)
    Der Trade würde durchaus Sinn machen, sofern Orlando einen Dreierschützen weniger auf dem Feld haben möchte. Memphis müsste dann nur irgendwie Mayo gegen einen Bigman loswerden.

  4. Karim

    Landry nach NO wäre super für die Hornissen aber nicht für Tjhornton!!!!!!
    Wieviele gute kleine Spieler wollen die noch abgeben um sich unterm Korb zu verbessern??!!!
    Zuerst D. Collison abgegeben, einen Super PG der sich wirklich gesteigert hat und jz soll M.T. gehen?!! Come on.
    David Anderson, Marcus Banks im Paket mit Cash und/oder Picks für Landry wären super

  5. Amar'e

    ich sag nur deron williams für devin harris, darrick favours und n paar picks! damn, aus heiterem himmel!

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