Die Halbzeit des Grauens

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#1  Beitragvon Poohdini » 15.05.2017, 13:49
Dieser Beitrag ist ein Auszug aus einem Go-to-Guys-Artikel.  Gesamten Artikel lesen.

Die Golden State Warriors konnten Spiel 1 der Western Conference Finals gegen die San Antonio Spurs nach einer gigantischen Aufholjagd letztlich doch noch gewinnen. Zur Halbzeit lag man bereits 20 Punkte zurück. Wie kam es überhaupt zu dem großen Vorsprung für San Antonio? Was genau machten die Warriors offensiv falsch, um sich so ein tiefes Loch zu graben? Die Analyse zeigt die Probleme der Warriors in der ersten Halbzeit.

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#2  Beitragvon Danny Bronson » 15.05.2017, 19:42
Haudi!

Interessanter Artikel, gut analysiert. Jedoch erscheint mir die Analyse etwas zu einseitig. Es ist zwar deutlich zu erkennen, dass hier - entgegen der allgemeinen Meinung für die Spurs sei alles nur aufgrund der Kawhis Ausfalls schiefgelaufen - auch ein anderer Blickwinkel aufgezeigt werden soll, nichtsdestotrotz fehlt mir persönlich eine nähere Betrachtung des zweiten Teams in diesem Spiel.
Ich möchte hinzufügen, dass ich alle angeführten Punkte nicht unbedingt anders sehe als der Autor, trotzdem habe ich nach dem Lesen des Artikels das Gefühl, alles an diesem Spiel war von GSW beeinflusst.

Natürlich können Punkte wie die Minutenverteilung etc. als Argumente angebracht werden. Aber die -20 von Green, die -9 von Curry/KD zur Halbzeit bsplw. geben die Frage auf, warum die Stars dieses Teams den Spurs so ziemlich gar nichts entgegen bringen konnten. Sogar bis nahezu Mitte des Dritten Viertels (Kawhis Ausfall).
Klar, es war das erste Spiel der Serie, aber hey, für GSW auch das neunte in den Playoffs. Was zum Teufel haben die nach dem Weiterkommen bis zu dieser Serie am Spurs-Basketball 2017 analysiert? Das Def.Rating von 122 (Zur Zeit von Kawhis Ausfall sogar bei 130) zur Halbzeit zeigt mir, dass es da vorne und hinten absolut nichts gestimmt hat. Zur Erinnerung, die Warriors sind das zweitbeste Defensiv-Team der Liga.

Das Argument, dass die Warriors mehr oder wenig etwas eingerostet waren und nicht die richtigen Offense-Rotations/Plays (bewusst überspitzt) gespielt haben, kommt mir etwas zu einfach rüber. Immerhin lief das Spiel für SA dermaßen souverän, dass man auch behaupten könnte, dass wenn der beste Defensiv-Spieler UND der einzig verbliebene Playmaker der Starting Lineup ausfällt, es eben nicht an den Warriors-Veränderungen nach der Halbzeit lag. Das Playmaking war ohne Kawhi bis kurz vor Ende des Spiels einfach nicht mehr existent - die Spurs haben offensiv wie defensiv auf einen Schlag einfach nicht mehr funktioniert.

Mal von diesem mentalen Bruch abgesehen, bin ich zwar ebenfalls nicht Befürworter dieser "mit Kawhi wäre das nicht passiert" Einstellung, aber gerade in diesem Spiel war sein Einfluss so immens, dass es schwer fällt, glaubwürdig zu vermitteln, dass GSW zu Beginn einfach nur einen extrem schlechten Job gemacht hat.

Übrigens glaube ich seit den letzten POs und den 73-9 nicht mehr daran, dass ein Team sich nur selbst schlagen kann. Die Thunder haben es absoluter Underdog fast geschafft, die Cavs taten es dann letztendlich. Auch die Warriors sind schlagbar - auch mit KD.
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#3  Beitragvon Julian Wolf » 16.05.2017, 09:48
Ich vertrete da ehrlich gesagt eher die Sicht des Artikels. GSW haben für mich unglaublich schlecht gespielt: Immer einen Schritt zu langsam, keine Abstimmung (Draymond Pässe in den Rücken), schlampig, nicht in der Lage, die defensive Intensität der Spurs mitzugehen. Genauso spielen wir auch mit unserem Regio-Team, wenn wir gegen die 2. Mannschaft aus der Oberliga antreten :mrgreen:
Ein Großteil dieser Dinge ist aber schlicht Rost/Gegner unterschätzt zuzuführen; und wenn es ein Team gibt, das Gift für sowas ist, dann ein diszipliniertes Team, das seinen Stiefel runterspielt und gut gecoacht ist.

Kurzum: Ich habe (leicht im Überschwang... :D ) 4:0 Warriors getippt und gebe den Spurs weiter maximal einen Sieg zuhause. Nochmal werden die Warriors nicht so auftreten...
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