medi Bayreuth, Telekom Baskets Bonn

Szenenanalyse: Telekom Baskets Bonn – medi Bayreuth

Offensive Narrenfreiheit beim Karnevalsspiel
© Baskets Pictures by Marco

Selten hatte man Raoul Korner in dieser Saison so verärgert gesehen, wie beim Post-Game-Interview am Samstagabend in Bonn. Seine Bayreuther hatten soeben das Karnevalsspiel bei den Telekom Baskets mit 94:101 verloren. Für den Headcoach des Tabellenvierten war der Grund für die Niederlage schnell gefunden:

„Die Defensive. Eins gegen Eins. Wir sind unter dem Korb komplett an die Wand geballert worden. Julian Gamble hat sich zurückversetzt gefühlt zum All-Star-Game. Hat uns vernascht, wie er es gebraucht hat. Josh Mayo hat uns im Eins-gegen-Eins gekillt. Und so gewinnst du halt solche Spiele nicht.“

Im Folgenden sollen die mangelhaften Defensivleistungen beider Teams aufgearbeitet und Schlüsse für eine mögliche Playoffserie gezogen werden.

Die Ausgangssituation

Die Chancen auf eine Partie mit Playoffcharakter standen gut. Immerhin war medi Bayreuth, der Tabellenvierte, bei den Telekom Baskets, dem Tabellensechsten, zu Gast. Die Rheinländer mussten weiterhin unter den Körben auf Filip Barovic sowie auf Aufbauspieler Konstantin Klein verzichten. Entsprechend waren viele Minuten für die wichtigsten Bonner Aktivposten vorprogrammiert. Bei den Bayreuthern fehlten auf den kleinen Positionen Robin Amaize und David Gonzalvez, weshalb sich hier vor allem Kyan Anderson und Trey Lewis ihre Kräfte einteilen mussten.     

Im Hinspiel Ende Dezember konnte medi Bayreuth einen Fünf-Punkte-Sieg (83:78) einfahren. Damals konnten die Wagnerstädter die Kreise von Josh Mayo gut eindämmen und ihrerseits vor allem die erste Halbzeit über die Guard-Positionen dominieren.

Film Room

Um nun die defensiven Fehlerquellen besser erklären zu können, steigen wir mit einer Videoanalyse tiefer ins Spiel ein. Beide Teams waren bemüht anfangs auf leichte Punkte zu kommen. Dafür gingen sie über ihre großen Spieler, welche per Crossscreen unter dem Korb freigespielt wurden. Hier konnten sowohl Julian Gamble als auch Assem Marei durch freie Würfe früh in einen Rhythmus kommen. Bereits hier konnte schon erkannt werden, dass beide Center offensichtlich Probleme haben würden den Gegenüber im Eins-gegen-Eins verteidigen zu können. Keines der Teams sendete Hilfe und so begann das Offensivspektakel.

Dabei erwischten die Bayreuther die deutlich bessere Anfangsphase. Ihnen gelang es früh die Fehler der Baskets-Defense aufzudecken und daraus Kapital zu schlagen. Vor allem in der Verteidigung des Pick&Rolls machten die Gastgeber schon von Beginn an einen extrem schlechten Job. Dabei schien nämlich der Fokus komplett darauf zu liegen, die schnellen Bayreuther Ballhandler zu stoppen, was enorm viele Räume für die abrollenden großen Spieler eröffnete.

Hier spielt Nate Linhart das Blocken und Abrollen mit Assem Marei. Nach der Nutzung des Blocks taucht Linhart vor seinem Gegenspieler in der Zone auf und hat so nun eine Zwei-gegen-Eins-Situation. Statt Linhart eher in den Wurf aus der Mitteldistanz zu zwingen, greift Gamble auch noch rein, womit Marei nun vollkommen ungedeckt unter dem Korb als Anspielstation wartet. Das Bayreuther Spacing ist nicht mal optimal, allerdings schicken die Telekom Baskets trotzdem keine Hilfe.

Doch es sollte sich nicht viel ändern. Wieder laufen die Gäste im ersten Viertel ein Pick&Roll mit Linhart und Marei und wieder sehen die Männer von Headcoach Pedrag Krunic nicht gut aus. Gamble kommt wieder weit hoch, um den möglichen Wurf von Linhart nach dem Block zu verhindern.

Als die Bayreuther Nummer Acht dann in die Zone zieht, entscheidet sich Gamble wieder dafür, zuerst den Drive des US-Amerikaners zu stoppen. Dadurch wird Marei unter dem Korb wieder frei und kann mit einem einfachen Bodenpass angespielt werden. Ken Horton und Ryan Thompson auf der ballfernen Seite sind viel zu sehr mit ihren Gegenspielern beschäftigt und müssen wieder zwei ganz leichte Zähler mit ansehen. Das geht viel zu einfach.


Aber auch medi Bayreuth war weit davon entfernt, die wichtigen Defensivaufgaben zu erfüllen. Eine davon sollte bei einem Auswärtsspiel in Bonn definitiv das Stoppen der Transition-Offense und die damit verbundenen schnellen Dreipunktwürfe sein. Dies sprach Coach Raoul Korner vor dem Spiel am „Telekom Basketball“-Mikro auch nochmals extra an. Seine Spieler hatten dies aber im ersten Viertel scheinbar noch nicht verinnerlicht.

Aus einem langen Rebound für Bonn entsteht die folgende Situation, in der Bayreuth defensiv eigentlich schon mit genug Leuten hinter dem Ball ist. Kyan Anderson stoppt den ballführenden Spieler und gleich vier weitere Bayreuther können nun drei Bonner aufnehmen. De’Mon Brooks ruft dazu aus, dass er Gamble aufnehmen wolle, da er als erster hinten ist. So haben nun sowohl Marei als auch Lewis die Möglichkeit Josh Mayo zu übernehmen, der erst die Mittellinie überschritten hat.

Doch unerklärlicherweise laufen beide zurück in die Zone, als wollten sie ebenfalls Gamble aufnehmen. Für Yorman Polas Bartolo reicht ein einfacher Pass zu Mayo und der Bonner Aufbauspieler kann einen offenen Dreipunktwurf einnetzen. Lewis realisiert erst viel zu spät, dass dies eigentlich sein Gegenspieler gewesen wäre.

Dies sollte nicht der einzige Absprachefehler in den ersten zehn Minuten bleiben. In der nächsten Szene spielen die Bonner das bekannte Play, bei dem ein Pick&Roll gelaufen wird und ein weiterer Spieler einen Block in den Rücken des Roll-Man-Defenders setzt. Auch medi Bayreuth hat dies im Playbook und sollte es somit normalerweise kennen.

So kommt Thompson, nachdem er den Block in den Rücken gestellt hat, nach oben an die Dreierlinie gelaufen. Dort kann er als zusätzliche Anspielstation fungieren, falls der abrollende Spieler nicht angespielt werden konnte. Dies passiert in dem Fall, weshalb ihm ein Bayreuther folgen sollte. Doch die Kommunikation in der Verteidigung scheint gar nicht zu stimmen. Eigentlich will Steve Wachalski hier als Weakside-Verteidiger mit dem abrollenden Gamble Kontakt aufnehmen, um ein sofortiges Anspiel zu verhindern. Doch stattdessen geht auch Lewis mit ihm mit und lässt seinen Gegenspieler, Ryan Thompson, somit unbewacht. Es wäre also nun die Aufgabe von Assem Marei zu switchen und Thompson zu übernehmen.

Doch der Ägypter hat damit scheinbar nicht gerechnet und macht sich sofort auf den Weg zurück zu Gamble. Damit befinden sich nun zwei Bayreuther beim Bonner Big Man, was Thompson am Perimeter logischerweise komplett offen lässt. Der US-Amerikaner scheint so überrascht, dass er den Wurf verweigert, doch Mayo bestraft anschließend doch noch das Bayreuther Defensivverhalten.

Neben Mayo war natürlich ein Spieler offensiv ganz besonders auffällig: Julian Gamble. Der US-Amerikaner traf in diesem Spiel seine ersten zwölf Würfe und kam am am Ende auf 13/15 FGs. In einem solchen Spiel mit Playoffcharakter ist dies für die Defense von medi Bayreuth natürlich total inakzeptabel. Insbesondere Assem Marei und Andreas Seiferth sind da zu nennen, die sich in jeglichen Aktionen, die Gamble startete, schlagen ließen.

Hier ist es Seiferth, der den am Perimeter stehenden Gamble verteidigen soll. Normalerweise ist der Bonner Center keine allzu große Gefahr, wenn er mit dem Gesicht zum Korb steht. Wahrscheinlich auch deswegen erwartet Seiferth hier, dass er den Ball wieder an einen Spieler mit besseren Ballhandling-Skills übergibt. Genau diesen Moment, in dem sich Bayreuths Center nach dem Screen umsieht, nutzt Gamble, um vorbei zu ziehen und spektakulär am Korb zu finishen.

Doch auch mit dem Rücken zum Korb fehlten den Bayreuther Großen die Mittel, um den 26-Jährigen zu stoppen. Hier dreht sich Gamble aus dem Post-Up ganz simpel zur Baseline und schiebt Marei einfach vor sich her. Am Ende hat der Bonner eine optimale Position, um ganz einfach den Korbleger zu verwandeln.

In dieser Szene schafft es Gamble mal nicht sich sofort durchzutanken. Deshalb wählt er den Pass nach außen an die Dreierlinie.

 

Auffällig ist nun, wie Gamble nach dem Pass nicht dem Ball hinterherschaut, sondern sich sofort wieder bewegt und damit anspielbar bleibt. Ganz im Gegensatz dazu sein Gegenspieler Andi Seiferth: Der Deutsche hat nur Augen für den Ball und bekommt nicht mit, wie sein Gegenspieler in seinem Rücken zum Korb schneidet. So hat Gamble wieder eine sehr gute Position tief in der Zone, kann nun angespielt werden und verwandelt den einfachen Korbleger.

Die dritte Scoring-Option für Gamble stellte das Abrollen nach dem Blockstellen dar. Auch hier wies die Verteidigung von medi Bayreuth ungewohnt große Lücken auf. Im folgenden Pick&Roll hat Marei, ähnlich wie Gamble auf der anderen Seite, scheinbar sehr viel Respekt vor dem Wurf von Mayo und kommt deshalb sehr weit hoch, um einen Dreier zu verhindern.  

Da Anderson auch deutlich hintendran ist, braucht es nun mindestens einen dritten Spieler, um diesen Spielzug noch irgendwie stoppen zu können. Wachalski täuscht zwar an, helfen zu wollen, nimmt aber keinen Kontakt mit Gamble auf, der einfach durchstarten kann. Weitere einfache Punkte für die Telekom Baskets.

Logischerweise suchten die Bonner in der Folge immer wieder diese Option, um den leichten Rückstand wieder aufzuholen. Doch Bayreuth zeigte wenigstens phasenweise, dass sie solche Plays besser verteidigen können. Hier stoppt Marei nach dem Pick&Roll wieder den Wurf von Mayo, der nun wieder Gamble bedienen will. Doch Bayreuth sinkt mit der ganzen Mannschaft deutlich mehr ab und verhindert, dass Gamble angespielt werden kann.

Die Telekom Baskets ließen in dieser Phase etwas abreißen, was aber nicht nur an der starken Bayreuther Offensive, sondern viel mehr an der ebenfalls schwachen Bonner Verteidigung lag. Denn den Rheinländern unterliefen so ziemlich dieselben Fehler, die auch die Männer von Raoul Korner machten.

So fing Bonn beispielsweise plötzlich an beim Blocken und Abrollen der Gäste von der Strongside aus zu helfen. Hier greift Jamarr Sanders ein, um Linhart zu stoppen. Dies lässt Anderson in der Ecke offen, welcher dies mit dem entsprechenden Treffer bestraft.

Genauso ließen die Bonner auch die Transition-Defense in dieser Phase vermissen. So sollte jedem im Telekom Dome bekannt sein, dass Wachalski ein extrem guter Dreierschütze ist, der auch aus dem Schnellangriff treffen kann. Doch stattdessen bewachen gleich zwei Bonner statt einen Gegenspieler den Korb, was somit mindestens einen Bayreuther offen lässt.

Dies ist in dem Fall ausgerechnet Steve Wachalski, der nun von Bastian Doreth bedient werden kann. Schlechte Kommunikation, einfache Punkte für den Gegner.

Mit Beginn der zweiten Halbzeit konnten die Telekom Baskets allerdings Schritt für Schritt den Abstand verkürzen. Dies lag ebenfalls wieder nicht an einer großartigen Verbesserung am defensiven Ende, sondern viel mehr daran, dass sie jetzt ein Matchup zu ihrem Vorteil ausgemacht hatten: Ryan Thompson gegen Trey Lewis. Der Bayreuther Guard war dem Bonner Topscorer körperlich deutlich unterlegen und hatte im Low-Post kaum eine Chance. So kam Thompson zu immer mehr freien Abschlüssen direkt am Korb und damit auch in seinen Rhythmus.

Ein kleines Adjustment war allerdings auch in der Bonner Verteidigung zu erkennen. So kam es nun nicht mehr zu so krassen Fehlern in der Pick&Roll-Defense, die in der ersten Hälfte noch zu leichten Punkten für die Bayreuther Bigs führten. Gamble ging nun nicht mehr so aggressiv auf den Ballhandler im Blocken und Abrollen, sondern versicherte eher, dass sein Gegenspieler nicht anspielbar war.

Dadurch blieb Linhart häufiger nur noch die Option selbst abzuschließen, was aus vollem Lauf nicht wirklich einfach ist. So kam es zu teilweise merkwürdigen Floatern und Würfen ohne Balance, die ihr Ziel verfehlten.

Im Gegensatz dazu lief Josh Mayo nun so langsam heiß. Dabei kamen ihm aber wieder die Bayreuther zu Hilfe. Denn sein Gegenspieler, Kyan Anderson, schien von Mayos Stärke aus der Distanz wenig zu wissen. Zumindest machte Anderson keinerlei Anstalten sich über die Blöcke zu kämpfen und drehte sich stattdessen unterhalb der Screens her. Dies kostete ihn wertvolle Zeit und so schenkte ihm Mayo gleich zwei Mal innerhalb kürzester Zeit einen Dreipunktwurf ein, einmal sogar als Four-Point-Play.

 

Zum Anfang des letzten Viertels schafften es die Telekom Baskets sogar ihrerseits noch ein bisschen davon zu ziehen. Bayreuth leistete sich einige Turnover, welche Bonn in einfache Zähler umwandeln konnte. Doch auch diese Führung sollte nicht lange halten. Durch einige trockene Dreipunktwürfe kam medi Bayreuth wieder heran. Des Weiteren war auch auffällig, wie sehr sich das Bonner Spiel verändert, wenn Jamarr Sanders statt Josh Mayo auf dem Parkett steht. Sanders dribbelt den Ball viel zu viel, ist zudem, anders als Mayo, auch kein Scorertyp. So verschwendete er einige Possessions durch sein langes Dribbeln und die wenige Bewegung.


Die Crunchtime war letztendlich geprägt von Einzelaktionen. Auf Bayreuther Seite hatte Trey Lewis zwei selbst kreierte Dreipunktwürfe, von denen er allerdings nur einen verwandeln konnte. Bei den Bonnern war es Josh Mayo, der übernehmen wollte.

Beim Stand von 94:94 war es wieder das berüchtigte Pick&Roll zwischen Mayo und Gamble, welches zum Erfolg führen sollte. Doch Linhart spielt „ICE“-Defense und erlaubt dem Bonner Aufbauspieler somit nicht zur Mitte zu ziehen und damit den Block zu nutzen.

So wählt Mayo die denkbar schwerste Variante und drückt im Zurückfallen einfach von jenseits der Dreierlinie ab. Den Rhythmus hatte Mayo allerdings und so fand auch dieser Wurf sein Ziel.

Dass medi Bayreuth sich daraufhin einen Ballverlust leistete und Ken Horton mit einem Wurf von der Mittellinie sogar noch den direkten Vergleich zu Gunsten der Bonner entschied, passte zu diesem verrückten Karnevalsspiel.

Mit Blick auf die Playoffs

Bei dem aktuellem Stand der Tabelle ist es gar nicht so unwahrscheinlich, dass diese beiden Teams sich in einer Erstrundenserie gegenüberstehen. Auf diesem Weg haben die Bonner, wenn man die Stärke der Gegner betrachtet, noch einen sehr gemischten Spielplan. Allerdings finden die Duelle gegen die direkten Playoff-Konkurrenten zumeist im heimischen Telekom Dome statt. So kommen noch ratiopharm Ulm, die MHP Riesen Ludwigsburg, Science City Jena und die EWE Baskets Oldenburg zu den heimstarken Rheinländern. Währenddessen muss man auswärts bei Mittelfeldteams wie den Eisbären Bremerhaven, den Fraport Skyliners oder den Giesen 46ers ran. Somit kann damit gerechnet werden, dass Bonn möglicherweise noch um ein paar Plätze klettert und den wichtigen Platz Vier, den derzeit medi Bayreuth besitzt, angreifen kann.

Bei denen sieht der Spielplan nahezu umgekehrt aus. Während sie bei den Top-Teams noch auswärts ran müssen, kommen die vermeintlichen leichteren Gegner in die Oberfrankenhalle. Am Ende könnte es also ein sehr enges Rennen um die Plätze Vier, Fünf und Sechs werden, weshalb dieser Wahnsinnswurf von Ken Horton, der Bonn den direkten Vergleich einbrachte, noch wichtig werden könnte.  

Allgemein lässt sich aber festhalten, dass beide Mannschaften sich mit Blick auf die Playoffs defensiv steigern müssen. Nur selten werden sie gegen die Top-Teams der Liga selbst so scoren können, was dann Probleme geben könnte, wenn sie selbst defensiv so fehlerhaft agieren.

Insbesondere von medi Bayreuth war dies doch eine enttäuschende Leistung, wo Coach Korner normalerweise dafür bekannt ist, ein defensiv-orientierter Trainer zu sein. Entsprechend fiel auch seine Reaktion nach dem Spiel aus. Mit Spielern wie Kyan Anderson oder Andi Seiferth haben die Oberfranken allerdings auch Akteure, die in der individuellen Defense einige Schwächen aufweisen. So wird es interessant zu beobachten sein, ob Raoul Korner es rechtzeitig bis zur Post-Season noch schafft, eine konstant gute Teamdefense auf die Beine zu stellen.

Die Telekom Baskets haben nun in acht ihrer letzten Heimspiele mehr als 88 Punkte erzielt und diese auch gewonnen. Darunter fallen auch Erfolge gegen Spitzenteams wie München oder Berlin. Trotzdem gilt auch hier, dass im defensiven Bereich noch viel Luft nach oben ist. Insbesondere wenn die Bonner nicht Platz Vier erreichen, haben sie in jeder Serie ein Heimspiel weniger als der Gegner und können somit nicht auf diesen Fakt vertrauen. Ob auch das Spielermaterial der Bonner dafür ausreicht, um daraus noch ein ernsthaft gutes Defensivteam zu machen, ist aber fraglich.

Fazit

Die Serie bleibt also bestehen: Die Telekom Baskets sind beim Karnevalsspiel nur ganz schwer zu schlagen. Dies bekam auch medi Bayreuth zu spüren, das an der Niederlage allerdings eine große Mitschuld trägt. Eine solche Leistung in der Defense wird in der Basketball-Bundesliga bestraft und so ist es folgerichtig, dass sie trotz 94 Punkte die Niederlage hinnehmen müssen. Immerhin trafen die Bonner am Ende ganze 79 Prozent ihrer Zweipunktwürfe und 48 Prozent ihrer Dreier. Man kann sich allerdings sicher sein, dass Headcoach Raoul Korner dieses Spiel im Detail aufarbeiten wird, um klarzustellen, dass solche Leistungen gerade in wichtigen Spielen mit Plaoffcharakter nicht reichen, um ernsthaft mit den Top-Teams der BBL mithalten zu können. Auch wenn es irgendwie zum Karnevalsspiel passte, bleibt am Ende eine alte Weisheit bestehen: Offense wins games, defense wins championships. Und das gilt für die Telekom Baskets Bonn und medi Bayreuth seit Samstagabend umso mehr.

 

Alle Screenshots sind von www.telekombasketball.de  – mit der Einwilligung der Eigentümer der Bildrechte –  entnommen. Vielen Dank.

  •  
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  

Melde dich an, um einen Kommentar zu schreiben