NBA, Podcast, Wired

Superstar-Talent per Draft – und dann?

Go-to-Guys Wired #168

In Ausgabe 168 unseres Podcasts beschäftigen sich Host Jonathan Walker und die Redaktuere Julian Lage und Philipp Rück mit der Frage, wie Teams agieren sollten, nachdem sie ein Superstar-Talent per Draft erhalten haben. An den Beispielen LeBron James (CLE 2003-2010), Kevin Durant (SEA/OKC 2007-2016), Blake Griffin (LAC 2009-2017) und Anthony Davis (2012-2017) wird erörtert, was beim Teambuilding richtig und falsch laufen kann, um um den Superstar ein möglichst konkurrenzfähiges Team aufzubauen.

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8 comments

  1. Simon

    Toller Pod, danke :tup:
    Interessant, noch einmal einen Überblick über die Entwicklung dieser vier Teams zu bekommen.

    Mit den Cavs kann ich einfach nichts anfangen. Die hatten einfach immer wieder so viel Glück und so wenig Verstand, dass es eigentlich eine Frechheit ist :lol: Erst ziehen sie in der Draft den größten Jackpot seit Jordan, verbocken anschließend alles, was man verbocken kann, und vertreiben ihn damit. Danach fällt ihnen ein Top-Pick nach dem anderen vor die Füße. Zu Bennett muss man nicht mehr viel sagen. Irving war sicherlich der richtige Pick, so weit wie Leonard und Butler gefallen sind, kann man das den Cavs nicht vorwerfen. Dennoch wäre man mit Irving, Bennett und Wiggins niemals ein Contender geworden. Also kommt wieder das pure Glück ins Spiel, dass James zufälligerweise aus Ohio kommt und deswegen sogar über die Pöbeleien von einem der unsympathischsten Besitzer der Liga (vielleicht ist Gilbert jetzt, ohne Sterling, sogar die Nummer 1…) hinwegsieht und zurück nach Cleveland kommt.

    Naja, ich bin da wie ihr merkt nicht ganz neutral ;)

    Mit den Pelicans habe ich dagegen, abgesehen von der scheinbaren Inkompetenz im medizinischen Bereich, eher Mitleid. Ich sehe den Holiday-Trade auch nicht so negativ, obwohl er theoretisch etwas zu früh kam. Aber Holiday ist nur 2 1/2 Jahre älter als Davis!

    In der Theorie passt ein gesundes Team aus Holiday/Gordon/X/Anderson/Davis doch hervorragend zusammen! Holiday ist ein guter Verteidiger, Gordon und Anderson liefern reichlich Spacing und Holiday und Gordon ergänzen sich gut als primärer und sekundärer Ballhandler. Im besten Fall hätten sie Lopez als dritten Big Man gehalten, der als Center sowohl neben Anderson als auch neben Davis auflaufen kann. Dazu Pondexter (kam per Trade für Rivers), der eigtl. auch ein guter Spieler und nur aufgrund von Verletzungen verschwunden ist. Dazu noch z.B. Casspi (der gemeinsam mit Asik kam) und Lance Thomas (den man hätte halten können) und man hätte ein wirklich gutes Team, in dem jetzt alle Spieler mitten in ihrer Prime wären.

    Klar, da sind viele "wenns" und viel Spekulation dabei, aber ohne das unfassbare Verletzungspech von Holiday, Gordon, Anderson, Pondexter, Evans und auch Davis kommt mir das nicht so unrealistisch vor.

    Trotzdem wurden natürlich Fehler gemacht, aber wirklich schlimm finde ich nur die Sache mit Asik. Und vielleicht den Trade von Lopez für Evans, weil Lopez einfach sehr gut neben Davis und Anderson gepasst hätte (und seine Anwesenheit das Asik-Desaster verhindert hätte). Aber Evans wurde geholt, nachdem Gordon in den beiden Jahren zuvor nur 9 bzw. 42 Spiele machen konnte. Ihn als sekundären Playmaker vom Flügel neben Holiday zu holen, war zumindest nicht völlig absurd.

  2. Avatar

    STAT

    Super interssant, vielen Dank. :tup: Für das Thema habt ihr auch das richtige Trio ausgesucht.
    Außerdem bestärkt mich eure Meinung noch mehr darin, dass meine Suns in dieser Saison den Tank raus holen sollten. :D

    Ich war früher immer ein "Gegner" eines radikalen Rebuilds bzw. dem Tanking. In den letzten Jahren hat sich das Stück für Stück verändert. Heute, nach gesunder Selbstreflektion, lag das daran das die Suns immer erfolgreich waren und über all die Jahre immer einen Franchiseplayer hatten. Letztendlich machte es Nash mir einfach mit dem Finger auf andere Franchises zeigen die für Jahre auf Tauchstation gingen. So war es bei mir auch mit den Sixers. Das hat sich nun bei mir vollständig geändert.

    Die Schattenseite des neuen CBA könnte mittel – bis langfristig wirklich sein das zu viele Teams auf Tauchstation gehen und der Sportsgeist "noch mehr" mit Füßen getreten wird. Aber dann liegt das nicht an den Teams, sondern am gesamten System. Es gibt wie überall Vor – und Nachteile. Das muss man einfach akzeptieren. Wenn es wie in Europa laufen würde, wäre das auch nicht die Lösung aller Probleme. Dann würde es nur noch 5 Superteams (diejenigen die am meisten bezahlen) geben und der Rest wäre kaum konkurrenzfähig.

    Ohne Franchiseplayer kann man eigentlich alles vergessen und wie soll man heute noch an einen Star kommen wenn man keine Assets hat, nicht attraktiv ist und es für Stars aus finanziellen Gründen immer weniger Sinn macht das Team zu wechseln?

    Steals wird es immer geben und selbstverständlich kann man einen Star mal an 15 oder so ziehen, aber das braucht die Voraussetzung das 14 andere Teams den Star verschlafen und das Potential nicht erkennen. Da kann die Alternative fast nur noch Tanking heißen. Jetzt sogar noch mehr als sonst.

  3. kdurant35

    Kann mich dem Kompliment nur anschließen, Top.

    Gut fand ich vor allem wie ihr auch einige oft vergessenen Problematiken rausgestellt habt. Neben der Kompetenz des FO ist der Besitzer, der Markt und der Faktor Glück sehr wichtig. Das wird mir bei der Bewertung ansonsten zu oft vergessen.

    Zu den Clippers. Da ist mmn einiges schief gelaufen. Redick Deal war ja auch dem Papier schon noch irgendwie vertretbar. Vor allem da angeblich Sterling damals weiterhin knauserig war und den werdenden rFA Blesdoe als Backup nicht bezahlen wollte. Ärgerlich fand ich dann das Butler einige Wochen später von den Bucks ins Cap genommen wurde. Heißt der sign&trade Butler vs Redick wäre ohne Bledsoe möglich gewesen.
    Beim salary dump von Dudley gabs dann ein Jahr später noch Gerüchte das Rivers nicht wußte das die Clippers mit der vollen MLE für Hawes hard capt war. Deshalb der zwanghafte Trade für Dudley (glaub der Gegenwert musste zusätzlich gestretcht werden). Das war kein Ruhmesblatt für GM Rivers.

    Wo ich Jonathan (ich glaub du warst es?) widersprechen muss ist der Vergleich mit Rivers und Vinny. Ergebnismäßig mag sich das kaum ausgezahlt haben. Aber das Team um Rivers war mmn in den POs deutlich stärker als zuvor.

    Zu NO haben wir glaub ich schon öfters diskutiert. Fand die Aussage das es der richtige Trade zur falschen Zeit war absolut treffend.

  4. Jonathan Walker

    |Author

    Wie immer Danke für euer ausführliches Feedback, Männer :tup:

    Nope, das dürfte Philipp gewesen sein. Ich halte Rivers als Coach mittlerweile als unterschätzt, weil er charakterlich und als GM halt ständig in Fettnäpfchen tritt. Ich bleibe dabei, dass sein Verhalten oft unangebracht ist. Dass er der viel bessere (Playoff-) Coach als Del Negro ist, sollte unbestritten sein. Das Problem der Clippers ist ja letztlich nicht mangelndes Coaching, sondern das anhaltende Verletzungspech (oder die -anfälligkeit von Paul und Griffin, wenn man so will).

  5. kdurant35

    Ich dachte auch du das nicht warst. Aber ich kann das leider nicht mehr genau sagen. Und eigentlich ist es ja auch zweitrangig wer es meinte :-)

  6. Julian Lage

    Ich erinnere mich, dass es jemand gesagt hat, weil ich tendenziell zustimmen wollte, aber nicht dazu gekommen bin, weil es weiter zum nächsten Thema ging ;) Die letzten beiden Del Negro-Jahre hatten die Clippers zwei sehr interessante Serien gegen die Grizzlies, die ich nicht gerade als Coaching-Versagen werten würde. Rivers hat zudem den Vorteil (oder den Verdienst), dass sich Griffin und Jordan noch verbessert haben, trotzdem ist nicht viel mehr als bei Del Negro draus geworden.
    Außerdem finde ich es nur schwer möglich, GM und Coach Rivers zu trennen. Gerade weil er wissen sollte, mit welchen Spieler(typen) er als Coach umgehen kann, sehe ich seine Gesamtleistung noch skeptischer…

  7. kdurant35

    Dann kann ich dir halt widersprechen :-). Natürlich wissen wir nicht ob Griffin und Jordan sich unter Vinny ähnlich entwickelt hätten. Gerade Jordan wurde unter ihm ja in den POs viel weniger eingesetzt. Er setzt ja beispielsweise sogar Odom ähnlich lang ein.

    Mich haben die Thunder und Spurs Serie danach auch deutlich mehr überzeugt als gegen Memphis. Gerade da man nach dem einzigen S gegen SA in Runde zwei vorgeführt wurde. Müsste gar ein Sweep gewesen sein. Will jetzt Vinnys Leistung nicht so schlecht reden wie viele anderen. Aber bin da klar pro Rivers


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