Podcast, Wired

Die schlechtesten Offseasons 2016

Go-to-Guys Wired #120

In der 120. Ausgabe gehen die Hosts Jonathan Walker und Dennis Spillmann sowie Redaktionsmitglied Philipp Rück ihrem Lieblingshobby nach: Sie kritisieren die Offseasons einiger Franchises, die – aus ihrer Sicht – so Einiges falsch gemacht haben.

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6 comments

  1. Julian Lage

    Wirklich schöner Pod, stimme euch bei eigentlich allem zu, absolut auch bei den Pacers. Wobei ich zumindest Jefferson isoliert her sehr brauchbar finde, und Teague ist jetzt kein riesiges Spacing-Hindernis. Aber sie hätten sich einfach noch nicht so festlegen und Assets investieren müssen, da wäre noch mindestens ein Jahr Zeit gewesen. Und dann passen, wir ihr schon sagt, die einzelnen Bestandteile kaum zusammen.

    Nur bei einigen der letzten Aussagen würde ich widersprechen. Zu Parsons hab ich ja im anderen Thread schon was gesagt, v.a. geht es mir aber um die Pistons. Ich glaube, vor allem Jonathan war da sehr negativ.
    Die drei wichtigsten Signings Leuer, Marjanovic und Smith halte ich für nicht perfekt, aber relativ schlüssig. Alle drei sind zwar schon etwas älter (27/28), aber nicht unbedingt nach NBA-Erfahrung, und haben letztes Jahr ihr Potential mehr als nur angedeutet.
    Leuer hat immerhin 38% 3er getroffen, ein 107er ORtg bei den Suns und ist denke ich ein typischer SVG-Spieler. Zumindest für einen brauchbaren Backup würde ich ihn auf jeden Fall halten.
    Bei Smith hatte schon jemand angesprochen, dass er ein ganz brauchbares Jackson-Double abgibt. Außerdem füllt er eindeutig eine benötigte Position…
    Boban ist auch auf jeden Fall riskant, aber er passt denke ich auch klar in van Gundys Konzept. Der Logjam mit Baynes ist natürlich ein Problem, aber jetzt auch kein so großes, Baynes wäre denke ich tradebar und hat nächste Offseason ne Player Option. Ich sehe auch nicht, wo man sonst eine Lücke hätte ausfüllen müssen.
    Außerdem sind die drei Verträge zwar nach ‘altem’ Verständnis extrem teuer, aber für nen 90+ Cap akzeptabel. Runtergerechnet ist das rund um MLE-Niveau… Und, um zur Frage nach dem Potential zurückzukommen: Man hat gesehen, wie viel jüngere Spieler wie Crabbe, Tyler Johnson usw. bekommen haben. Ich glaube, die Pistons sind da ganz gezielt auf ältere ausgewichen, die noch nicht so die Möglichkeiten in der NBA hatten und deswegen trotzdem noch Luft nach oben haben könnten. Das sieht für mich nach einer recht sinnvollen Methode aus, dem größten FA-Wahnsinn der Offseason zu entgehen. Damit sollte sich das Team eine organische Weiterentwicklung vor sich haben, statt dass jetzt irgendwelche wilden Trades oder Angebote rausgehauen werden.

  2. kdurant35

    Kann mich dem Lob nur anschließen, auch wenn ich ebenfalls nicht in allen Punkten eurer Meinung bin ;)

    Erstmal mein Top5 Ranking: OKC, LAC, Houston, Miami, Kings

    Wie im anderen Forum schon angedeutet schätze ich die Situation in Portland anders ein. Und das obwohl ich sowohl Turner als auch Crabbe um 4-5 Mio pro Jahr zu teuer finde und mir die Offseason mit Biyombo statt Turner deutlich besser gefallen hätte.

    Ihr überschätzt mMn die Flexibilität der Blazers. Wenn man die Optionen der Rookies im letzten Jahr 2017/18 zieht (was man bei den geringen Gehältern auch tuen sollte) stehen rund 62 Mio für Lillard, Aminu, Davis, Vonleh. Napier, Layman und den Capholds von McC und Plumlee in den Büchern. Je nachdem an welcher Position Portland draftet und wie sich die Rokkiegehälter/Capholds für Minimalverträge ändern hat man demnach ca. 35 Mio zur verfügung. Das wäre 2017 gerade einmal ein Maximalvertrag für einen Spieler mit 35% Gehaltsansprüchen. Selbst bei FAs mit weniger Jahren hätte man keinen Cap für weitere Spieler die einem wirklich weiterhelfen. Wirklich erfolgreich war man in der Werbung um Maxspieler aber eh nicht. Whiteside und Parsons sind z.B. nicht gekommen. Um diesen Max überhaupt anbieten zu können hätte Portland jedoch alle rFAs 2016 ziehen lassen müssen. Ebenso dürfte die TO für Ezeli nicht genutzt werden. Und die Verträge von McC und Plumlee hätten nicht vorzeitig verlängert werden dürfen. Bei Valanciunas sah man z.B. welch einen finanziellen Vorteil dies bringen konnte. Von fehlenden trade-kickern etc in einem potenziellen offer sheet ganz zu schweigen.
    Und so gut die FA 2017 auch sein mag, dominiert bei den unrest FAs die PG-Position. Wirklich viele Spieler die sowohl alterstechnisch als auch spielerisch zu den Blazers passen gibt es nicht. Und ab 2018 wäre der Cap dicht gewesen, wenn McC gehalten wird.

    Deshalb fand ich es grundsätzlich vollkommen OK 2016 die geringen Capholds einiger zu nutzen und jetzt deutlich über den Cap zu gehen. Dadurch schmerzen auch die paar Mio zu viel an Turner und Crabbe nicht so sehr. Zumindest wenn Allen finanziell kein Limit setzt. Schlimmstenfalls kann man zukünftig nicht auf die volle MLE oder s&t Deals zurückgreifen.

    Ich würde den Sommer nicht als gut bezeichnen. Aber es reicht mir damit Portland trotz einiger fragwürdiger Verträge im Mittelfeld landet. Entscheidend ist aus meiner Sicht wie die Blazers zukünftig agieren. Da der Cap voll ist müssen Veränderungen per Trade kommen. Wenn die Blazers ihre Spieler weiterhin so gut entwickeln und gute Pakete inklusive Picks schnüren können seh ich da keinen großen Nachteil in der Situation. Das Risiko jetzt zig Spieler ziehen zu lassen um dann 2017 letztmals die Capflex nutzen zu MÜSSEN ist aus meiner Sicht zumindest vergleichbar.

    kurz nochmal zu Miami: langfristig könnte diese Offseason wirklich der richtige Schritt gewesen sein. Ich hab sie trotzdem unten drin. MMn funktionierte z.B. das Duo Whiteside/Bosh nicht wie erhofft. HW und Miami spielten besser mit Deng und Johnson auf den F-Positionen. Wenn jetzt Winslow auf die 3 geht könnte das vom Spacing her mies aussehen und desshalb auch HW und Dragic den nötigen Raum nehmen. Da bin ich noch sehr skeptisch.
    Um dann 2017 von dem freien Cap profitieren zu können braucht es aber eine ganz gute Saison. Sollte Miami abstürtzen ist zumindest die Chance recht groß das kein Top-FA kommt. Und die Vertragskonstellation um T.Johnson ist ab 2018 schädlich für den Capspace.
    Zuletzt bin ich unsicher ob der Abgang Wades nicht doch dem Ansehen schadet. Riley ist dafür bekannt gewesen nicht spruchreife Deals unter der Hand zu machen. So verzichtete Udrih z.B. auf Geld beim Buyout nach seiner Verletzung, obwohl es dafür für IHN eigentlich keinen Grund gab. Miami kam dadurch aber aus dem Luxussteuerbereich raus. Diese Absprachen leben aber vom gegenseitigen Vertrauen. Und bei der Situation mit Wade hat man einfach das Gefühl, dass eine solche Absprache zwischen Wade und Riley nicht eingehalten wurde. Keine Ahnung ob das stimmt. Aber dieser fade Beigeschmack wird solche Konstellationen möglicherweise zukünftig beeinflussen.

  3. Simon

    Ich habe mir gerade mal aktuelle Zahlen von Jamal Crawford angeschaut. Wow.

    Er trifft in dieser Saison 39% aus dem Feld und 32% aus der Distanz (was mir so extrem gar nicht bewusst war: in 17 Jahren in der NBA hat er nur in seiner Sophomore-Saison über 45% aus dem Feld getroffen, daür aber 6 Mal unter 40% :mrgreen: ). Sein ORtg ist inzwischen bei grandiosen 96 angekommen. Seine 3PAr ist knapp 3 Prozent niedriger als letzte Saison, dafür sind jetzt 30% seiner Würfe lange Zweier. Die FTr ist von 29 auf 19(!) Prozent abgestürzt.

    ORtg und DRtg der Clippers sind ohne ihn jeweils 5 Punkte besser. Klar, durch Pauls Verletzung wird das alles etwas weniger aussagekräftig.

    Aber Crawford verdient übernächste Saison mit 38/39 noch 14,5 Millionen. Damit würde ich ihn aktuell hinter Noah, aber noch vor Turner, Deng und Mozgov als zweitschlimmsten Vertrag des Sommers einordnen, der nur aufgrund der vielen teuren Verträge etwas unter dem Radar fliegt.

    Dass er und Rivers bis 2019 noch 25-27 Millionen/Jahr verdienen, ist schon übel.

  4. Avatar

    TobyCooper

    Wow das ist schon übel. Crawford hat komischerweise immer noch einen viel zu guten Ruf.
    Zu Rivers muss man aber sagen, dass er so langsam einen Weg findet effizient zu scoren. Seine Defense ist m.E. immer noch unterdurchschnittlich

    44% FG bei knapp 12 Punkte pro Spiel (40% Dreier bei 4 Versuche) Ortg immerhin bei 108 diese Saison.

  5. Julian Lage

    Ich glaube, wir hatten letztes Jahr zu den 6th Man-Awards schon ne Diskussion über Crawford, vielleicht war es sogar ein Pod… Der Award war schon ein schlechter Scherz, aber jetzt ist er noch mal viel ineffizienter geworden. Außer Scoring kann man sich ja eh nichts mehr von ihm erhoffen.

  6. Simon

    Ich fand die Kritik an ihm auch letztes Jahr schon berechtigt. Umso schockierender, wie stark er selbst im Vergleich dazu schon jetzt abgebaut hat. Im ersten seiner drei Vertragsjahre :stupid:


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