Miami Heat, NBA

Die Party ist vorbei

Über die miesen Perspektiven der Heat

Schon mit der ‚Decision‘ von LeBron James, Chris Bosh und Dwyane Wade war klar, dass die Offseason 2014 einen gewaltigen Umbruch für die Heat bedeuten könnte: Alle drei Stars hatten nach vier Jahren erstmalig die Möglichkeit, aus ihrem Vertrag auszusteigen. Als sie alle diese Option zogen, bedeutete das noch nicht zwingend tiefgreifende Veränderungen. Eine erneute Unterschrift in Miami war zumindest denkbar, denn selbst im Rückblick muss wohl dem Zufall eine größere Bedeutung für das aus Heat-Perspektive ernüchternde Ergebnis zugesprochen werden: Die Wahrscheinlichkeit einer Rückkehr von James nach Cleveland stieg erst durch den gewonnen ersten Pick erheblich. Sobald sich die Gerüchte für den Wechsel verstärkten, mussten  die Heat umdisponieren.

Zumindest Chris Bosh wurde von Pat Riley von einem Verbleib in Florida überzeugt, obwohl die Rockets das vermeintlich konkurrenzfähigere Team boten. Damit ergab sich erzwungenermaßen eine Ausrichtung auf weitere Playofferfolge: Aufgrund seiner gesundheitlichen und spielerischen Entwicklung genauso wie seiner Geschichte mit der Franchise war ein Wechsel Wades eher unwahrscheinlich – und mit zwei (ehemaligen) Stars braucht man nicht um hohe Picks zu spielen. Dass knapp zwei Jahre später die Resultate eher ernüchtern, hängt stark mit Boshs gesundheitlichen Problemen zusammen. Für die mittel- und langfristige Perspektive ist jedoch in erster Linie Riley verantwortlich –und die ist alles andere als rosig: Ein Blick auf die zweifelhaften Entscheidungen der letzten Jahre.

The Good

Das Positive zuerst: Es könnte noch deutlich schlimmer aussehen für die Heat. Zwei größere positive Überraschungen haben vermutlich zumindest verhindert, dass das volle Ausmaß der Probleme in den Medien diskutiert wird. Konkret geht es um Hassan Whiteside und Justise Winslow. Ersterer wurde innerhalb nur gut eines Jahres zu Recht als Überraschung gefeiert und als überbewertet kritisiert – trotzdem scheint fast schon vergessen, wie außergewöhnlich sein Weg zu einem zumindest soliden NBA-Big war. In den vier Jahren zwischen College und seinem derzeitigen Zwei-Jahres-Minimum-Vertrag spielte er als 33. Pick 19 Spiele für die Kings und verbrachte anschließend zwei Jahre im Libanon und in China. Noch 2014 wurde er zwei Mal von den Grizzlies unter Vertrag genommen und wieder entlassen. Allenfalls ‚Linsanity‘ ist dieser Entwicklung vergleichbar, für einen Big mit Whitesides Voraussetzungen scheint die Geschichte jedoch noch unwahrscheinlicher. Unabhängig davon, wie gut Whiteside tatsächlich ist (mehr dazu hier), die durchschnittliche Qualität eines Mid-Season-Signings für das Minimum hat er zweifelsfrei bei Weitem übertroffen.

Die Entdeckung und Entwicklung des Centers ist natürlich ein klares Plus für Miami. Es spricht unbedingt für eine Franchise, praktisch aus dem Nichts Talent zu erhalten – typischerweise eine Qualität der San Antonio Spurs. Gerade im Fall Whitesides war jedoch auch Glück ein erheblicher Faktor: Erst mussten die anderen Teams ihn übersehen beziehungsweise entlassen, dann noch die passende Situation entstehen. Außerdem stellt sich die Frage, ob die Heat ab kommendem Sommer noch in irgendeiner Weise von Whiteside profitieren. Als ‚Entdeckung‘ bringt er nicht die gleichen Vorteile mit sich wie klassisch gedraftete junge Spieler: Besonders bei Erstrundenpicks ist vor allem der lange, teamfreundliche Vertrag attraktiv, zudem die Restricted Free Agency im Anschluss. Da der Vertrag mit Miami jedoch nicht Whitesides erster in der NBA ist, wird er Unrestricted Free Agent. Selbst wenn er sich im Sommer für einen Verbleib entscheiden sollte, dürften andere Bieter seinen nächsten Vertrag deutlich in die Höhe getrieben haben. Geht er, bleiben den Heat vermutlich nur einige bedeutungslose Regular Season-Siege und mehr oder weniger schöne Erinnerungen.

Gerade in diesen Punkten bietet Justise Winslow bessere Perspektiven. Schon in seiner Rookie-Saison trägt er entscheidend zur bislang exzellenten Heat-Defense bei. Als 10. Pick ist das alles andere als selbstverständlich. Außerdem bedeutet die relativ tiefe Draftposition, dass die Heat vier vergleichsweise günstige Jahre vor sich haben. Trotz seiner noch bestehenden offensiven Schwächen (unter 50% TS, 94 ORtg, 25% 3P diese Saison) sollte er somit auf längere Zeit einen positiven Faktor für sein Team darstellen.

Der Haken: Es war in keiner Weise geplant, dass die Heat eine Chance auf Winslow hatten. Erst Chris Boshs Saisonende zum Allstar Break 2015 läutete den Weg in die Lottery ein, so dass nur ein Sieg mehr den Verlust des Picks bedeutet hätte: Die Top 10-Protection wurde auf den Platz genau erreicht. Miami legte im Schneckenrennen um den letzten Playoffplatz im Osten – für den letztendlich die Nets-Bilanz von 38-44 ausreichte – den Schalter allerdings erst im letzten Spiel endgültig auf Tank um, gewannen aber trotz absurder Rotation. Selbst mit Sicherung des Picks (erst mit der eigentlichen Lottery fix, als keines der späteren Teams in die Top 3 gelost wurde) war Winslow noch weit weg: Die meisten Mock Drafts setzten ihn deutlich höher in die Top 10. Dass er letztendlich noch hinter Frank Kaminsky fiel, dürfte auch mit einer gewissen Sturheit der Charlotte Hornets zusammenhängen: Die Celtics boten diversen Meldungen zufolge ein Paket mit bis zu vier Erstrundenpicks, um Winslow an 9 ziehen zu können. Michael Jordans Franchise entschied sich jedoch dafür, ihrer Stretch-Big-Sammlung einen weiteren Spieler hinzuzufügen und Kaminsky zu draften. Damit die Heat Winslow ziehen konnten, mussten also entsprechend viele Faktoren außerhalb des Einflussbereichs von Pat Riley zusammentreffen. Es ist zwar immer eine Portion Glück im Teambuilding nötig, aber in diesem Ausmaß sollte man sich nicht langfristig darauf verlassen.

The Bad

Außerdem sind Winslow wie Whiteside ja an sich die Lichtblicke – die negativste Meldung für die Heat war mit Sicherheit die erneuten gesundheitlichen Schwierigkeiten von Chris Bosh. Auch für medizinischen Laien ist klar, dass Durchblutungsprobleme in der Lunge auch über den Sport hinaus bedrohlich sind und keinesfalls auf die leichte Schulter genommen werden dürfen. Wie bei fast allen Verletzungen können weder Team noch Spieler für die Situation verantwortlich gemacht werden, auch hier handelt es sich schlicht um Pech. Die langfristige Perspektive für Bosh ist noch nicht geklärt, ein Karriereende oder zumindest eine längere Pause jedoch nicht unwahrscheinlich.

Auch für ansonsten gut aufgestellte Teams ist der Ausfall des besten Spielers problematisch, umso mehr, wenn nicht einmal zwei Jahre zuvor bereits ein Franchise-Player gegangen war. Wie einschneidend solche Veränderungen für die Perspektiven einer Franchise sind, zeigen die Verletzungen von Derrick Rose und Paul George: Obwohl beide wieder zurückkamen, deutlich jünger und die Teams jeweils mit weiteren Assets und Talenten ausgestattet waren, bedeutete der Ausfall den Wandel vom Contender zum Borderline-Playoff-Team. Die Bulls litten und leiden bis heute trotz weiterer Allstars wie Luol Deng und Joakim Noah oder jetzt Jimmy Butler und Pau Gasol unter dem massiven Vertrag Roses; die Pacers wechselten praktisch das gesamte Team um George aus.

Das Problem der Heat: Selbst mit einem fitten Bosh wären sie kaum ein Contender gewesen. Kaum einer der zahlreichen Veteranen im Team konnte in den letzten beiden Jahren an seine besten Leistungen anknüpfen. Das gilt für Wade genauso wie für die neu verpflichteten Josh McRoberts, Luol Deng und Goran Dragic oder langjährige Rollenspieler wie die mittlerweile abgegebenen Mario Chalmers und Chris Andersen sowie Udonis Haslem – wobei die beiden letztgenannten ihren 35. Geburtstag schon hinter sich haben. Auch bei Wade und Deng war es wohl schon im Sommer 2014 auszuschließen, dass sie wieder an ihren Peak anknüpfen können. Aus diesen Gründen wäre auch bei optimalem Saisonverlauf ein Contender-Status in beiden Jahren eher schwer vorstellbar gewesen. Die geplante Starting Five mit Dragic, Wade, Deng, Bosh und Whiteside klingt zwar nicht schlecht, auch der derzeit vierte Platz im Osten ist alles andere als eine Enttäuschung. Statistisch konnten die Heat vor allem defensiv (103,0, d.h. Platz 5) überzeugen, offensiv steht das Team am Ende der Rangliste (104,0, Platz 24). Unabhängig von den Zahlen bleibt jedoch die Frage, unter welchen Umständen man dem Team realistische Chancen auf einen echten Playoff-Run geben würde.

The Ugly

Die Grundfrage ist daher: Wie viele Assets sollte ein Team ohne realistische Meisterschaftsambitionen abgeben? Ein Blick auf die Nets und andere Big-Market-Teams zeigt, wie schnell ein vermeintlicher Contender auseinanderfallen kann. Die abgegebenen Picks werden dann von einer Randnotiz zum bestimmenden Faktor, der die Zukunft der Franchise bestimmt. Die Nets müssen bekanntlich in den nächsten drei Jahren jeweils ihren Pick nach Boston schicken: 2017 wie schon 2015 mit den Hawks als optionalen Pick Swap, die beiden anderen sind komplett ungeschützt. So hoffnungslos wie in Brooklyn ist die Lage in Miami zwar nicht, aber zumindest mittelfristig sieht es alles andere als rosig aus. Wie schon zur letzten Deadline erwähnt, machen die zwei Firstrounder für Goran Dragic hier den größten Unterschied. Da der LeBron-Pick an die Sixers noch bis einschließlich des kommenden Drafts Top 10-Protected ist, durften die übrigen aufgrund der Stepien-Rule zum Schutz des Teams erst mit einem Jahr Abstand abgegeben werden. Der erste geht voraussichtlich 2018 – dann Top 7-protected – oder 2019 ungeschützt nach Phoenix, 2021 folgt auf jeden Fall ein weiterer, komplett ungeschützter Pick.  Hier werden die Gefahren deutlich: In zwei von drei Jahren komplett ohne eigenen Erstrundenpick zu sein, ist für eine Franchise im Rebuild desaströs. Zumal das Alter der Heat-Spieler darauf hindeutet, dass genau in dieser Phase die Picks benötigt werden könnten: Bosh ist 31, Wade 34, selbst Dragic schon 29. 2019 bis 2021 dürfte das Spektrum folglich zwischen ‚Decline‘ und ‚Retirement‘ liegen.

Die diesjährige Trade Deadline erscheint daher nicht wie ein Schritt in die richtige Richtung. Wie bereits hier ausgeführt, gaben die Heat mehrere Zweitrundenpicks ab, um unter die Tax zu kommen. Konkret bedeutet das: Bis einschließlich 2021 haben die Heat keine eigenen und praktisch auch keine fremden Secondrounder, nur im Prinzip wertlose mit Top 55-Protection. Es ist also einfacher, die verbliebenen Draftrechte aufzuzählen: 3 Erstrundenpicks sind alles, was den Heat in den nächsten 6 (!) Drafts zur Verfügung steht.

Unter diesen Umständen ist der Verlust weiterer Zweitrundenpicks nicht zu vernachlässigen. Die finanziellen Einsparungen durch die umgangene Luxury Tax klingen wie ein sinnvoller Gegenwert, aber die Varianz zwischen Pick 31 und 60 ist massiv: Die frühen Secondrounder weisen sogar Vorteile gegenüber den späten Erstrundenpicks auf, die späten Picks der zweiten Runde können oft für vergleichsweise geringe Summen gekauft werden. Der steigende Cap dürfte in den kommenden Jahren den Wert von Picks aller Art weiter erhöhen, so dass sich die Waage eher weiter zu Ungunsten der Heat neigt.

Fazit

An sich gilt Pat Riley als erfahrener und kompetenter Lenker der Heat, acht Meisterschaften in verschiedenen Funktionen sprechen eine deutliche Sprache. Man muss also einen Plan in seinen Entscheidungen vermuten, auch, wenn die Entscheidungen wenig plausibel erscheinen. Besonders der Trade für Dragic – zwei kaum geschützte Firstrounder für ein halbes Jahr eines Spielers, der Gerüchten zufolge ohnehin nach Miami wollte – erscheint aufgrund der Probleme im Zusammenspiel des Playmakers mit Wade mittlerweile noch zweifelhafter als vor einem Jahr. In Zahlen: In seiner besten Saison 2013/14 erzielte Dragic für die Suns 20,8 PPG bei hervorragenden 60,4% TS und 119 ORtg – diese Saison steht er bei 53,6% TS und 104 ORtg trotz nur noch 14,8 PPG. Auch ohne die anhaltenden gesundheitlichen Probleme von Chris Bosh wären die Heat daher in einer nicht beneidenswerten Lage. Auch die Buyout-Verpflichtung Joe Johnson verbessert die Situation bestenfalls für diese Saison, langfristig wirkt Miami wie die anderen Teams aus attraktiven Märkten, an denen die Teambuilding-Veränderungen der letzten Jahre vorbeigegangen sind. Vielleicht sind also die Vermutungen zutreffend, dass sich der mittlerweile 70-jährige Riley kurz vor seinem Rückzug aus dem aktiven Management nicht mehr auf die Tiefen der Lottery einlassen wollte…

  •  
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  

5 comments

  1. kdurant35

    Wie gewohnt gut die Situation in Miami gut analysiert

    Das Spiel was Miami treibt ist sicher nicht ungefährlich. Gerade da die Heat auch in den letzte Jahren 2-3 Saisons dabei hatten, in denen sie hoch picken durften. Da Miami und Riley aber mMn eine recht hohe Anziehungskraft für FAs haben seh ich die Situation nicht ganz so kritisch wie z.B. in Brookln. Verletzungen/Krankheiten wie die von Bosh natürlich ausgenommen. Aber das kann bei Rookies ja auch passieren.

    Das einzige was mich an deiner Analyse etwas "störte" ist die Situation um Dragic. Das Argument "Dragic wollte ja eh kommen" hab ich schon oft gelesen. Soweit ich mich an die Capsituation der Heat 2015 erinnere gab es jedoch gar keinen Capspace für Dragic UND Wade. Beide konnten doch nur dank der Birdrechte gehalten werden bzw. wegen seines geringen Vorvertrages überhaupt ohne großen finanziellen Gegenwert ertradet werden. Ob die beiden Picks das wert waren wird sich noch zeigen. Eine Situation wie z.B. bei Melo und den Knicks 2011 war dies nicht.

  2. Julian Lage

    |Author

    Danke für die Rückmeldung. Gerade bei den Nets war doch auch das Argument, dass sie in Brooklyn viel attraktiver sind, weil der (Werbe-)Markt für Stars ein ganz anderer ist. Miami hat auch einige Vorteile, aber Wetter und Steuern sind in Orlando praktisch identisch. Einwohnermäßig liegt die Metropolregion auf dem Level Atlanta. Und die Leute, die nur zum Feiern nach Miami wollen, sind vielleicht auch nicht die optimalen FAs
    Letztendlich kommt es denke ich in erster Linie darauf an, ob Spieler den Eindruck haben, in dem Team gewinnen zu können. Und da helfen die Aktionen nicht unbedingt weiter.

    Ist natürlich richtig, so einfach hätten sie Dragic nicht bekommen. Aber ein S+T wäre ja immer noch möglich gewesen und vermutlich nicht ganz so teuer. Außerdem haben die Heat ja jetzt zusätzlich noch diverse Assets ausgegeben, um Verträge loszuwerden.
    Mein Punkt ist in erster Linie: Die Suns waren eigentlich in einer richtig schlechten Verhandlungsposition: Chaos im Roster, zuviele Spielmacher, Zeitdruck und eben: Dragic wollte weg und war durch seine Präferenz für andere Teams nicht wahnsinnig interessant. Trotzdem haben die Suns 2 praktisch nicht geschützte Picks bekommen, in einer Situation, wo die Heat auch mit Chris Bosh nichts gewonnen hätten.

  3. kdurant35

    Zu Miami: der große Unterschied zu den nets ist mmn Pat Riley. Er hat bewiesen, dass er immer wieder ein Championshipteam aufbauen und fas holen kann. Seit er in den 90ern zu den Heat kam gab ging es von einem konkurrenzfähigem Team ins nächste. Über Mourning/Hardaway zu Wade/Shap, den big3 und dem jetztigen Kern. Der ist wohl kein topkaliber, trotzdem recht beeindruckend, wenn man so einen Abgang von James auffängt. Denke das Vertrauen in diese Organisation ist bei fas deutlich größer als bei den nets. Mmn ist das nicht ganz nebensächlich.

    Zu Dragic: ich wollte damit den Deal der Heat auch nicht verteidigen. Wenn man die Situation der Suns bedenkt haben die wirklich viel bekommen. Ob es das wert war werden wir wohl frühestens wissen, wenn die Position der picks klar ist. Doch wenn Phoenix gut gepokert hat, wars auch keine ganz einfache Entscheidung für Riley. Denn zu einem s&t gehören neben dem Spieler ja auch noch zwei Teams. Dazu wäre man hard capt gewesen bzw. hätte diesen Deal gar nicht machen dürfen. Denn das wäre verflixt eng mit dem apron geworden. Zu dem Zeitpunkt spekulierte man ja eher mit 66-67 anstatt der jetzigen 70 mio capspace.

  4. Julian Lage

    |Author

    Bei einem S+T hätten z.B. Anderson und Chalmers abgegeben werden müssen, um die Gehälter zu matchen. Das ist ja so auch passiert, und die Heat sind unter der Tax gelandet. Es ist also zumindest nicht unrealistisch, ein sinnvolles Hard Cap Team zu bauen. Außerdem hätte sich Wade evtl. noch um ein paar Millionen runterhandeln lassen…
    Außerdem, wie gesagt: Der Kernpunkt ist, dass Riley aus keinem Blickwinkel einen guten Trade gemacht hat bzw. es relativ unerklärlich ist, wie die Suns so viel aus der Situation rausbekommen haben. Dragics Wunsch, nach Miami zu kommen, ist nur ein weiterer Baustein dazu.

  5. Jonathan Walker

    Super zusammengefasst, Julian.

    Es geht bei Miami als Stadt ja nicht nur um’s Feiern, sondern um die Wohnsituation allgemein. Palmen, Strand und Bootsteg buchstäblich vor der eigenen Hütte, in der Nachbarschaft alles was Rang und Namen hat, in Kombination mit sommerlichen Temperaturen, während in den meisten anderen NBA-Städten zwischen Oktober und April eben Schnee und Regen vorherrschen, hat schon einen Charme, den so sonst keine andere NBA-Stadt vorweisen kann. Orlando liegt nicht am Wasser, LA ist hässlich und der Pazifik im Winter kein Spaß.

    Dazu dann eben noch Riley, die Steuervorteile und andere Pull-Faktoren, die mit der Stadt an sich weniger zu tun haben… An Joe Johnson hat man ja jüngst wieder gesehen, dass das nach wie vor Spieler lockt (die woanders bessere Chancen zu gewinnen hätten).


Melde dich an, um einen Kommentar zu schreiben