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Eastern vs. Western Conference – Ist der Osten dieses Jahr stärker?

Go-to-Guys Wired #90

In Ausgabe 90 unseres Podcasts haben die Hosts Dennis Spillmann und Jonathan Walker den Redakteur Martin Sobczyk eingeladen um mit ihm über die Conferences zu diskutieren. Jahrelang war die Eastern Conference die “Leastern Conference”, doch dieses Jahr hat der Osten bislang mehr Teams mit positiver Bilanz und führt im direkten Vergleich. Woher kommt der Wandel – und ist er von Dauer?

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4 comments

  1. Sebastian Seidel

    Guter Pod

    Anmerkung zu den Pacers: Paul George spielt so gut wie keine Minute auf der Vier.

    Hab das in den letzten Wochen mal konkreter beobachtet und bei jedem Spiel von Indiana zumindest den Anfang angeguckt um die Matchups zu beobachten. Paul George verteidigt eigentlich konsequent gegen den besten Flügelspieler des Gegners während Miles den Big übernimmt. Auch auf der anderen Seite lassen die gegnerischen Defensiven verständlicherweise den PF eigentlich immer gegen Miles anstatt gegen George verteidigen, hat Jonathan ja am Ende auch noch richtig angemerkt.

    Hier die Gegenspieler in der Defensive von George/Miles zu Spielbeginn der letzten 10 Spiele

    George
    vs Toronto – DeRozan
    vs Indiana – Marcus Morris
    vs Miami – Deng
    vs Warriors – Thompson
    vs Jazz – Hayward
    vs Portland – Aminu
    vs Clippers – Mbah a Moute
    vs Lakers -Kobe
    vs Bulls – Butler
    vs Wizards – Beal

    Miles
    vs Toronto – Scola
    vs Indiana – Ilyasova
    vs Miami – Bosh
    vs Warriors – Green
    vs Portland – Vonleh
    vs Jazz – Lyles
    vs Clippers -Lavoy Allen gegen Griffin gestartet
    vs Lakers – Randle
    vs Bulls – Mirotic
    vs Wizards – Humphries

    Denke es wird klar, dass auch in Smallball-Lineups CJ Miles und nicht George auf der Vier verteidigt. In größeren Lineups mit Hill oder Allen noch auf dem Feld stellt sich die Frage ja gar nicht.
    Zeigt auch mal wieder etwas die Unsicherheit in den Positionsordnungen von bballref, die da nicht auf die Matchups sondern vermutlich nach Spielergröße ordnen.

    Generell macht es so auch deutlich mehr Sinn für die Pacers. George kann seine starke On-Ball-Perimeter-Defense gegen die Flügelspieler ausspielen und Miles sieht nach meinen Beobachtungen gegen viele Bigs sogar besser aus als gegen die meisten Wings.

    Zum Playoffkampf im Osten:
    Denke Cavs, Raptors vermutlich noch Bulls sind mmn. ziemlich sicher drin. Bulls sehen offensiv richtig beschissen aus, aber solange die Defensive so hält.
    Danach kann man vermutlich bis Platz 10 würfeln. Ich würde Wizards und Magic aktuell cutten. Marc kommt gleich bestimmt mit einem Protest-Post
    Warum seht ihr die Wizards so sicher drin? Nur 4 der letzten 13 Spiele gewonnen, sieht jetzt
    nicht so aus als ob sie jetzt auf einmal das Ruder rumreißen würden. Auch wenn sie die letzten Spiele natürlich auch schwierige Gegner hatten.

    Zum Playoffkampf im Westen:
    Utah oder Phoenix

  2. Poohdini

    @Sebastian: Ich denke nicht, dass das Problem der Rezeption bzgl George bei uns liegt. Er war es doch, der rumgejammert hat, weil er anscheinen nicht wusste, was es bedeutet. Dieses ganze Konzept mit "Paul George auf der 4" ist genau eines: Positionsbezeichnungen sind in herkömmlicher Begriffsbenutzung total überflüssig.

    Es heißt eigentlich nur genau das, was wir sehen: Die Pacers spielen mit mehr Shooting, Spacing und schneller. Dabei ist es völlig wurscht, wer wo genau spielt. Paul George bekommt einfach mehr Platz und der Stil passt besser zu ihm. Nichts anderes wollte Bird.

    "Paul George spielt so gut wie keine Minute auf der Vier."

    Daher ist diese Aussage genauso irrelevant wie die Frage, wo er überhaupt spielt.

  3. Julian Lage

    Die Positionsbezeichnung kann man irrelevant finden, aber es macht schon einen Unterschied, wen man verteidigt. Du beschreibst das so, als gäbe es keine Nachteile der Umstellung… Es ist aber gerade auffällig, dass die Pacers neben Mahinmi noch insgesamt 10 mal Lavoy Allen oder Jordan Hill haben starten lassen, wie Sebastian ja schon anmerkt. Größe, Gewicht und Erfahrung mit schwereren Gegnern spielt in manchen Matchups immer noch eine große Rolle. Allen hat z.B. Starts gegen Miami, Dallas, San Antonio und LAC bekommen, Hill gegen Memphis und Cleveland.

    Man sollte den positionslosen Basketball hier eindeutig nicht überstrapazieren. Die Beobachtung von Sebastian (die ich sonst schon mitbekommen habe) verdeutlicht das meiner Meinung nach ziemlich gut.
    Solange es nicht anderslautende Aussagen von Vogel oder so gibt, würde ich annehmen, dass die Klagen von George (mit) dazu geführt haben, dass er die energiesparendere bzw. gewohnte Rolle auf dem Flügel bekommt, weil er nicht mit den klassischen Bigs in den Post will. Laut bbref-Angaben ist George auch mit 220 Pfund nicht gerade optimal geeignet dafür, Miles (wenn auch nur 6-6) ist immerhin 10 Pfund schwerer – Allen wiegt 255.

    Daraus ist denke ich vor allem mitzunehmen: Für Small Ball braucht man auch die richtigen Spieler. Die Pacers improvisieren da ziemlich erfolgreich ohne echten Big auf Starter-Niveau und mit einigen bestenfalls durchschnittlichen Wings, aber das eine optimale Lineup gibt es hier einfach nicht. Ist ja btw. auch der Grund, wieso die Warriors Green kaum auf Center spielen lassen – es spart einfach Kraft.

  4. Sebastian Seidel

    Stimme ich zu.

    Es geht mir nicht um Positionsbezeichnungen, sondern wie Julian schon anmerkt "Wer verteidigt wen?".
    Es macht schon einen Unterschied ob Paul George in der Offensive gegen einen echten Big wie z.B. Lyles spielt und dort einen Geschwindigkeitsvorteil hat oder gegen einen richtigen Wing wie Hayward.
    Das gleiche defensiv nur umgekehrt…
    Die Positionsbezeichnungen nutze ich nur als Hilfestellung, da könnte ich dann auch zweitgrößter oder zweitschwerster Spieler auf dem Feld schreiben, ist nur umständlicher und macht das ganze unverständlicher.

    Paul George verteidigt und spielt offensiv so gut wie keine Minute gegen "echte Bigs", "den zweitgrößten Spieler" oder wie auch immer man es bezeichnen will

    Und es ist bisher nur sehr selten notwendig geworden. Die Warriors sind sich ihrer Stärke mit Green auf der Fünf aber durchaus bewusst. Sah man ja auch beim Comeback-Sieg im vierten Viertel gegen die Clippers.


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