CBB Previews 15/16, College

Die Freshmen – Nr. 6-10

CBB Preview 2015/16

Nachdem es im ersten Teil unserer Freshman-Preview um die Elite der diesjährigen Recruiting Class ging, fokussieren wir uns heute auf die Gruppe der nächsten Fünf. Aber man sollte an dieser Stelle nicht den Fehler machen und diese Jungs unterschätzen. Jeder dieser Spieler steht zurecht in diesem Ranking und hat das Potential, am Ende des Jahre ebenfalls einen Platz in der ersten Fünf zu belegen. Sie alle werden Schlüsselrollen in ihren jeweiligen Teams belegen und sollten daher von jedem Fan genauer unter die Lupe genommen werden.

Cheick Diallo, Big, Kansas

Cheick Diallo mag für viele Fans und auch Experten die große Unbekannte in dieser Freshman Class sein, denn so richtig einschätzen können ihn nur wenige. Doch wir können uns sicher sein, dass wir uns auf einen talentierten jungen Kansas Jayhawk freuen können, der vor allem defensiv ordentlich aufräumen wird. Sein Verteidigungspotential ist massiv und gerade am College hat die Größe von „nur“ 6’9“ auch keinen negativen Impact. Auf dem physischen Level ist alles vorhanden, was es braucht, um auf dem nächsten Level zu dominieren. Dazu kommt, dass er ein hohes Energielevel mitbringt, womit die perfekte Defensivkombination geschaffen ist: Lange Arme (7’4“ Spannweite), Athletik und der Motor. In der Offense hat Diallo die notwendige Athletik und Koordination, um in allen Lagen für Big Man seltene Dinge zu tun. So wird er sicherlich zum besten Freund der Fastbreak-Freunde im Backcourt der Jayhawks werden.

Malik Newman, Playmaker, Mississippi State

Die Entwicklung in diesem Jahr, dass sich hochklasse Freshman kontinuierlich gegen die großen Namen entscheiden, setzt sich fort. Auch Malik Newman ging nicht nach Lexington, sondern zu den Mississippi State Bulldogs. Newman wird für eine Menge Highlights sorgen und die Fans im Sturm erobern. Als Scoring Guard kann er beide Positionen im Backcourt besetzen und sowohl den Scorer als auch den Playmaker geben. Wie gut er die zweite Rolle ausfüllen kann, wird maßgebend für den Erfolg der Bulldogs sein. Erfahrungsgemäß ist dies nie eine einfache Aufgabe für einen Freshman. In Transition kann er seine Geschwindigkeit und Athletik perfekt nutzen. Der Sprungwurf ist auf einem ordentlichen Niveau, kann aber noch ausgebaut werden. Es ist aber ein gutes Zeichen, dass seine Coaches schon jetzt von seiner Arbeitseinstellung begeistert sein sollen.

Diamond Stone, Big, Maryland

Maryland startet bereits mit einem Top 10-Roster in die Saison, jedoch haben sie durch das Commitment von Diamond Stone noch mal ordentlich an Momentum zugelegt. Der Freshman wird ihnen von Beginn an helfen können. Als massiger Center wird er nur selten gegen körperlich stärkere Kontrahenten antreten müssen. In diesem Terps-Team muss er keine großartige Rolle in der Offense einnehmen, um Erfolg zu gewährleisten. Doch er sollte von Beginn an in der Lage sein, an beiden Enden des Feldes für Aufregung zu sorgen. Alleine die Maße von 6’11“ und 7’3,5“ (Spannweite) deuten an, in welchen physischen Sphären wir uns hier bewegen. Ein Rim-Protector mit Rebound-Potential ist er jetzt schon und das, obwohl er noch keine Minute gespielt hat. Eine bessere Situation für einen Center wie ihn, gibt es im College Basketball momentan kaum.

Isaiah Briscoe, Playmaker, Kentucky

Als dritter Kentucky Spieler in diesem Ranking kommt Briscoe auf unser Radar. Genau das zeigt auch, welchen Luxus John Calipari auch in diesem Jahr wieder hat.

Mit einer für eine Guard hervorragenden Größe (6’4“) und Spannweite (6’9“) hat Briscoe von Grund auf einen natürlichen Vorteil. Er ist zwar athletisch, springt jedoch nicht „aus der Halle“. Seine Stärken liegen im Abschluss um den Korb, sowie in seiner guten Übersicht und dem kreativen, sicheren Passing. Gerade weil er oft zum Korb zieht und den Kontakt sucht, findet sich Briscoe häufig an der Linie wieder. Man könnte seinem Spielstil fast als Oldschool bezeichnen und auch deswegen wird es spannend sein, wie er sich auf dem nächsten Level auf der größtmöglichen Bühne entwickeln kann.

Derryck Thornton, Playmaker, Duke

Die Zusage von Derryck Thornton war in diesem Jahr besonders wichtig für Coach K. Nach dem Abgang von Tyus Jones ist in Durham ein großes Loch auf der Aufbauposition entstanden, was die Aufgabe für Thornton nicht unbedingt leichter macht. Auch wenn der Guard von der Statur her relativ unspektakulär aussieht, darf man sich davon nicht täuschen lassen. Mit seinen 6’1“ ist er nicht überdurchschnittlich groß, hat gegen direkte Kontrahenten aber auch nur geringe Nachteile. Die nötige Athletik ist vorhanden und sein Ballhandling hat sehr hohes Niveau. Speziell sein Crossover sollte viele Verteidiger vor größere Rätsel stellen. Verknüpft man diese Fähigkeit nun mit seiner überdurchschnittlichen Übersicht, so bekommt man einen Akteur, der im Endeffekt jedem Kader gut steht. Auf das Duo Ingram – Thornton sollten sich alle College Basketball-Fans schon jetzt freuen.

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